Kronach
Fazit

Das Kronacher Freischießen 2017 ist zu Ende

Die elf Tage Freischießen sind für die Festbesucher wieder viel zu schnell vergangen. Veranstalter, Helfer und Polizei blicken zurück.
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Am letzten Abend ging es auf dem Freischießen noch einmal richtig rund. Foto: Marco Meißner
Am letzten Abend ging es auf dem Freischießen noch einmal richtig rund. Foto: Marco Meißner
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Am Tag nach seiner Kür zum Schützenkönig war Frank Jungkunz zwar noch ein wenig müde, aber glücklich. Schließlich hat er seinen Titel am Sonntag noch gebührend gefeiert. "Das Freischießen, an dem man Schützenkönig wird, wird immer etwas besonderes bleiben", erzählt Jungkunz stolz. Für ihn persönlich war das Freischießen 2017 natürlich ein "Highlight". Spiegelt das auch den Gesamteindruck wieder?

Am letzten Festwochenende war laut Jungkunz noch einmal richtig viel los auf der Hofwiese. "Der Samstag war sehr gut", sagt er. Wegen des Wetters könne man aber nicht an frühere Zeiten anschließen. Handfeste Zahlen gibt es laut Jungkunz dafür aber noch nicht, das dauert noch einige Tage. "Es konnte jeder sehen, dass nicht so viel los ist", sagt der neue Schützenkönig.

Ein besonderes Lob von den Besuchern hat in diesem Jahr das Feuerwerk bekommen. Erstmals seit langem hat dieses eine heimische Firma organisiert. "Das war extraordinär. Wirklich eine hervorragende Leistung", erzählt Jungkunz zufrieden. Ob der Bierpreis im nächsten Jahr erhöht wird, darüber kann Jungkunz noch nicht spekulieren. "Darüber wird erst im Frühjahr gesprochen", erklärt er.

Nicht alle sind beim Freischießen, um zu feiern. Die Helfer der Sanitätswache des BRK-Kreisverbands Kronach sind beim Fest ehrenamtlich zwischen Karussell und Schießbude unterwegs. An den elf Festtagen häufen sich allerlei Verletzungen und Problemchen an. Am häufigsten mussten in diesem Jahr Insektenstiche versorgt werden, wie Einsatzleiter Florian Kristek berichtet. Auch Pflaster, etwa wegen Schürfwunden oder unpassenden Schuhen, hat die BRK-Sanitätswache viele herausgegeben.

Insgesamt 183 Fälle mussten Kristek und seine Kollegen versorgen. Dabei wurde 15-mal der Rettungsdienst nachgefordert. Das ein oder andere Mal haben die Sanis Betrunkene versorgt. Besonders am ersten Wochenende sei die Stimmung vor Ort "heiß" gewesen. "Sonst war es ein normaler Rahmen", erklärt Kristek.

Das kann auch die Feuerwehr Kronach bestätigen. "Die Wachen im Feuerwehrbereich sind ruhig verlaufen", berichtet Kreisbrandmeister Martin Panzer. Jeweils fünf Mann waren pro Schicht anwesend, ein Löschgruppenfahrzeug stand für Notfälle bereit. Gebraucht wurde es zum Glück nicht. Neben der Arbeit auf der Hofwiese hat die Feuerwehr das Feuerwerk abgesichert und die Umzüge begleitet. Damit unterstützte die Feuerwehr die Kronacher Polizei. Diese verzeichnet insgesamt 22 Körperverletzungsdelikte, wie Polizeioberkommissar Gerhard Anders mitteilt.


Erste Tage waren am wildesten

Gerade an den ersten drei Festtagen stieg die Zahl der Raufereien im Vergleich zum Vorjahr deutlich an. Dagegen wurden nur sechs Sachbeschädigungen gemeldet. Rückläufig ist auch die Zahl der Diebstähle. Hier wurden lediglich zwei Personen angezeigt. Drei betrunkene Verkehrsteilnehmer mussten aus dem Verkehr gezogen werden. "Es war ein Fest wie jedes Jahr", sagt Anders.
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