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Mitwitz
Laienspiel

"Das geheimnisvolle Bettlaken": Was geht da ab in Mitwitz?

Die Mitwitzer Theatergruppe "Öllmaleddich Mimetz" bringt im März fünfmal ihr neues Stück auf die Bühne.
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Die Mitwitzer Theatergruppe "Öllmaleddich Mimetz" spielt ab März wieder im Gasthof "Wasserschloss". Foto: Maria Löffler
Die Mitwitzer Theatergruppe "Öllmaleddich Mimetz" spielt ab März wieder im Gasthof "Wasserschloss". Foto: Maria Löffler

Wie entsorgt man eigentlich einen Geist? Und geht das auch ökologisch? Oder lässt man den einfach im Hausmüll verschwinden? Diese und andere Fragen bezüglich der "Geisterentsorgung" könnte vielleicht die Mitwitzer Theatergruppe "Öllmaleddich Mimetz" beantworten. Die Darsteller stehen in Kürze nämlich wieder auf der Bühne, und dann wird sie "Das geheimnisvolle Bettlaken" von Brigitte Wiese beschäftigen.

"Halbenackerta die Wend nauf"

Wundern sollte man sich bei dieser Aufführung nicht, denn alles scheint möglich: Da krabbeln "Halbenackerta die Wend nauf", und "entsorgt" werden Nachtgespenster, Geister und Zombies bis zu 6,85 Kilogramm. Anrücken muss dafür unter anderem "Assi Susi" im "Kevlar-Spezial-Anzug", ausgerüstet mit modernster Staubsauger-Hochtechnologie. Und sie saugt mit ihrem Chef auch in die kleinsten Ecken - und das ohne Rücksicht auf Verluste. Denn nur so könnten sie den Geist einkreisen, meinen die beiden.

Aber nicht nur Susi und ihr Chef sind mit ihrer Ausrüstung im 21. Jahrhundert angekommen. Auch die Wahrsagerin "Madame Tarot" braucht nur in ihre Hightec-Kristallkugel zu blicken, um, naja ... Hierzu wird noch nichts verraten. Auf jeden Fall wurde die Kugel von der Nasa entwickelt, um die Mondlandung vorzubereiten - behauptet jedenfalls "Madame Tarot". Bezahlen lässt sie sich übrigens nach Stunden, nicht nach Geistern.

Echte und erfundene Geister

Warum sich hier alles um echte und erfundene Geister dreht, liegt in der Natur, sprich: in der Handlung des Theaterstückes. Und die geht so: Familie Hanninger teilt sich das Haus mit Alfreds Stiefschwester Uschi Lieblich, deren Mutter sich den besseren Hausteil von Opa Hanninger erschlich. Und lieblich ist sie nicht, diese Stiefschwester, sondern gemein, bissig und hinterhältig.

Mutter und Tochter Hanninger möchten sehr gerne ausziehen, aber der Vater spielt leider nicht mit. Er möchte den Familienbesitz nicht aufgeben. Um ihn zu überzeugen, lassen die beiden sogar einen Geist auferstehen, der ihm das Haus madig machen soll.

Als das nicht so recht zu klappen scheint, kommt "Madame Tarot" ins Spiel. Und die schafft etwas, das sie selbst nicht für möglich gehalten hätte: Friedrich von Hannemauch, der in der Familiengruft seine Privatsphäre vermisst und nach 400 Jahren als Toter immer noch "ganz schön sexy" daherkommt, steigt wie Phönix aus der Asche aus der Gruft und mischt die Gesellschaft noch einmal richtig auf.

Schon unzählige Zuschauer

Seit etwa 30 Jahren gibt es sie schon, die Theatergruppe "Öllmaleddich Mimetz", und seitdem unterhielt sie schon unzählige Zuschauer. Nach der letztjährigen Spielpause steht sie in diesem Jahr wieder auf der Bühne im Gasthof "Wasserschloss" in Mitwitz.

Rund ums Theater

Aufführungen im Gasthof "Wasserschloss" in Mitwitz, Ludwig-Freiherr-von-Würtzburg-Straße 14, finden an folgenden Tagen statt: Samstag, 7. März, Freitag, 13., und Samstag, 14. März, Freitag, 20., und Samstag, 21. März, jeweils ab 19.30 Uhr. Gespielt wird in drei Akten mit zwei Pausen dazwischen. Karten gibt es ab sofort in der Postagentur, Ludwig-Freiherr-von-Würtzburg-Straße 4. Eintritt Für 7,50 Euro können Theaterfreunde die Vorstellungen besuchen.