Kronach
Werkausschuss

Das Crana Mare ist ein Sanierungsfall

Das Kronacher Erlebnisbad war ein Thema im Werkausschuss, wo man auf eine Lösung gemeinsam mit dem Landkreis hofft.
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Das Crana Mare steht für längere Zeit im Fokus des Wirtschaftsplanes der Stadtwerke, es besteht dringender Handlungsbedarf. Die Badesaison im Freibad wird am 11. Mai eröffnet. K.- H. Hofmann
Das Crana Mare steht für längere Zeit im Fokus des Wirtschaftsplanes der Stadtwerke, es besteht dringender Handlungsbedarf. Die Badesaison im Freibad wird am 11. Mai eröffnet. K.- H. Hofmann

Die Stadtwerke Kronach sind auf einem guten Weg. Die Neukalkulationen der Gebühren für die Bereiche Wasserversorgung und Abwasserentsorgung führen dazu, dass im Erfolgsplan für beide Betriebszweige ein Jahresüberschuss 2018 und 2019 erwartet wird. Dies gab der kaufmännische Leiter der Stadtwerke, Johannes Meitner, zur Vorstellung des Wirtschaftsplanes 2019 in der Sitzung des Werkausschusses am Montag im Rathaus bekannt. Allerdings stehen auch große Aufgaben an wie die dringende Sanierung des Erlebnisbades Crana Mare.

Der Aufwand für das Crana Mare ist geprägt durch den bestehenden Energiebedarf. Sowohl das Hallen- wie auch das Freibad sind sanierungsbedürftig bzw. kommt sogar ein Neubau infrage. Dies wird derzeit geprüft, genauso wie ein Zweckverband mit dem Landkreis Kronach auf den Weg gebracht wird, erklärte Bürgermeister Beiergrößlein, nachdem stellvertretender Werkleiter Jochen Löffler auf laufende Untersuchungen hingewiesen hatte, die teils größere Schäden zutage brachten.

"Wir brauchen unser Schwimmbad", bekräftigte das Stadtoberhaupt, "und das wird uns noch Jahre beschäftigen. Aber es ist höchste Zeit zum Handeln, da kommt ein großer Brocken auf uns zu". Dem stimmten auch Marina Schmitt (SPD), Peter Witton (Die Grünen) und Bernd Liebhardt (CSU) zu. Liebhardt sah eine große Chance zu einer großen Lösung gemeinsam mit dem Landkreis Kronach. Landrat Klaus Löffler habe dazu positive Signale gegeben. Es seien alle aufgefordert, intelligente Lösungen zu suchen, wobei Liebhardt auch den Wettkampfsport mit einbezogen haben möchte.

Jochen Löffler gab bekannt, dass die Freibadsaison am 11. Mai eröffnet wird.

Zum Verantwortungsbereich der Stadtwerke gehören die Betriebszweige Wasserwerk, Parkdeck, Erlebnisbad, Entwässerung, Bauhof und Energie. Nach längerer Beratung im Werkausschuss wurde der Wirtschaftsplan 2019 mit folgenden Zahlen zur Genehmigung durch den Stadtrat empfohlen. Im Erfolgsplan sind Erträge von 8 795 600 Euro mit Aufwendungen von 11 050 300 Euro vorgesehen. Der Vermögensplan wurde mit verfügbaren Mitteln von 3 456 150 und mit benötigten Mitteln von 3 456 150 Euro aufgestellt. Der Ausgleich für den Liquiditätsverlust durch die Stadt Kronach beläuft sich auf insgesamt 3 360 650 Euro. Davon entfallen auf geplante Investitionen 1,081 Millionen Euro. Weitere circa 2,5 Millionen Euro sind als direkte Verrechnung für Bauhofleistungen im Wirtschaftsplan enthalten.

Durch die Stadtwerke sind an die Stadt Kronach rund 165 000 Euro und rund 105 000 Euro Konzessionsabgabe der Wasserversorgung zu leisten. Somit beträgt die Gesamtbelastung der Stadt Kronach aus dem Wirtschaftsplan 5,6 Millionen Euro.

Investitionen von 4,4 Millionen Euro geplant

Für die Jahre 2019 und 2020 sind Gesamtinvestitionen in Höhe von rund 4,4 Millionen geplant. Größte Positionen sind dabei für Wasserversorgung 1,4 Millionen Euro und Abwasserentsorgung rund 1,2 Millionen Euro vorgesehen. Für den Bauhof sind Investitionen von 1,1 Millionen eingeplant. Schwerpunkte im Bereich Wasserversorgung werden Hochbehältersanierung, Wassermischung Friesen, Erneuerung diverser Hauptleitungen und die beginnende Erneuerung aller Wasserzähler sein.

Eine längere Diskussion entfachte die Forderung von Drittem Bürgermeister Markus Wich (CSU), der die Sanierung städtischer Straßen in den Fokus rückte. Nach Wegfall der Straßenausbaubeitragssatzung seien die Erwartungen der Bürger hoch und die Stadt müsse handeln, sagte er. Bernd Liebhardt stimmte ihm voll zu. Dagegen plädierten Peter Witton sowie Marina Schmitt für eine solide Haushaltsplanung. "Augenwischerei und Luftnummern" brächten nicht weiter, meinte Schmitt, doch auch sie forderte die Priorität auf den Straßenbau zu legen.

Kämmerer Wolfgang Günther wies darauf hin, dass der Straßenbau weniger Stadtwerke-Angelegenheit sei, sondern bei der Stadt angesiedelt sei. Daher sei der Werkausschuss hierfür nicht zuständig.



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