Kronach
Schule

Das ABC der Ersten Hilfe in Kronach: Um für den Ernstfall gerüstet zu sein

Ab dem 12. Mai startet die Jugendorganisation des BRK mit einer neuen Mannschaft durch - die sich einiges vorgenommen hat.
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Mit Unterstützung von Carolin Wunder vom JRK-Leitungsteam verarztet der fünfjährige Christian die ein Jahr ältere Eva mit einem Kopfverband. Foto: Heike Schülein
Mit Unterstützung von Carolin Wunder vom JRK-Leitungsteam verarztet der fünfjährige Christian die ein Jahr ältere Eva mit einem Kopfverband. Foto: Heike Schülein
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Ein ums andere Mal führt Lena das Verbandsmaterial an Nikolais Hinterkopf vorbei. Mit seinem Kopfverband gleicht dieser schon fast einer Mumie. Zum Glück kann der 20-Jährige noch lachen. Er hat keine echte Verletzung, sondern fungiert - sehr zur Freude einer ganzen Reihe interessierter Jungen und Mädchen - an diesem Samstagnachmittag lediglich als "Anschauungsobjekt" für Erste-Hilfe-Maßnahmen.
Schon bald wissen die Kinder, was in einem solchen Fall der Fälle (simuliert wurde ein Mofa-Unfall, wobei der Verletzte keinen Helm trug) zu tun ist. Vorausgesetzt, sie werden Mitglied des neu durchstartenden JRK Kronach.


Breites Angebot

Hier lernen sie das ABC der Ersten Hilfe - und das ist immer gut. Nicht nur bei schlimmen Verletzungen, sondern auch bei kleinen Missgeschicken des Alltags. Ohne Mitgliedsgbühren erwartet die angehenden Jugendrotkreuzler dabei ein breites Angebot mit Spiel, Action und natürlich Grundlagen der Ersten Hilfe, die sie bereits bei Wettkämpfen anwenden können.
Erfreulicherweise hat sich mit Eva Schmittdorsch, Lena Sesselmann, Carolin Wunder sowie Sandro Reil und Nikolai Vogler ein neues Leitungsteam zusammengefunden. Die fünf jungen Erwachsenen möchten ihr selbst beim Jugendrotkreuz erworbenes Wissen und Können an interessierte Kinder weitergeben. Diese schon in jungen Jahren an die Grundlagen der Ersten Hilfe heranzuführen, ist ihnen ein großes Anliegen. "Das Vermitteln der Ersten Hilfe geschieht dabei auf altersgerechte und spielerische Art und Weise", betont Wunder auch im Namen ihrer Mitstreiter im neuen Leitungsteam.
Sie möchten die Kinder darin stärken, anderen zu helfen. Darüber hinaus würde der Nachwuchs im Jugendrotkreuz Freundschaft, Abwechslung sowie jede Menge Action bei einem bunten Freizeit-Programm erleben. Etwa Ausflüge, Bastel-, Kino- oder Spiele-Nachmittage. Die Gruppenstunden des "neuen" Kronacher Jugendrotkreuz richten sich insbesondere an Mitglieder im Alter von etwa sechs bis elf Jahren. "Natürlich sind aber auch etwas jüngere oder etwas ältere Kinder, die sich für die Mitwirkung im Jugendrotkreuz interessieren, ebenfalls sehr willkommen", bekundet Schmittdorsch.
Bei der Schnupperstunde waren Jungen und Mädchen von fünf bis acht Jahren anwesend, die alle großes Interesse an einem Beitritt zeigten und sich bereits anmeldeten. Hinzu kommen weitere Nachwuchs-Retter, die am Samstag keine Zeit hatten; aber ebenfalls bereits ihre Teilnahme erklärt hatten.


Hoffen auf Neuzugänge

Die erste reguläre Gruppenstunde kann damit wie geplant am 12. Mai an den Start gehen und wird dann alle zwei Wochen am Samstagnachmittag im Dienstleistungs- und Katastrophenzentrum in der Lönsstraße 10 circa eineinhalb Stunden lang abgehalten.
Den fünf Gruppenleitern steht Katharina Wunder, die auf Kreisebene für die Jugendarbeit im BRK verantwortlich zeichnet, unterstützend zu Seite. Auch am Schnuppertag.
Dabei durften die angehenden Retter natürlich auch selbst Hand anlegen. Nach einer kurzen Einführung und etwas Hilfe verarzteten sie sich gegenseitig mit Kopfverbänden.
Auch Gruppenleiter und Eltern waren schnell in Mumien verwandelt. An dem Tag lernten die Kinder zudem das Absetzen eines qualifizierten Notrufs und einige Grundlagen der Ersten Hilfe. Zuvor hatten sie sich Namensschilder in Form eines roten Kreuzes gebastelt, mit denen sie die Räumlichkeiten und die Fahrzeuge des BRK erkundeten.
Neuzugänge seien natürlich auch weiterhin willkommen, betont die Leitungsteam. So können alle interessierten Kinder auch bei der ersten regulären Gruppenstunde am 12. Mai noch einmal hineinschnuppern.
Eine weitere Gelegenheit hierzu bietet sich bereits eine Woche vorher, wenn am 5. Mai das neue Dienstleistungs- und Katastrophenschutzzentrum mit einem bunten Nachmittags- und Abend-Programm für die ganze Bevölkerung offiziell eingeweiht wird.


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