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Stockheim
Bauprojekt

Corona stoppt Kunstrasenplatz in Stockheim

Auf dem "Maxschacht" in Stockheim herrscht derzeit Stillstand. Die Ansteckungsgefahr durch das Virus blockiert auch die Arbeiten der freiwilligen Helfer.
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Die Corona-Krise sorgt derzeit für einen Stillstand der umfangreichen Arbeiten für den geplanten "Kunstrasenplatz" auf dem "Maxschacht". Im Nordbereich des Sportplatzes sind bereits Kabinencontainer mit Duschen und WC-Anlagen installiert worden.  Gerd Fleischmann
Die Corona-Krise sorgt derzeit für einen Stillstand der umfangreichen Arbeiten für den geplanten "Kunstrasenplatz" auf dem "Maxschacht". Im Nordbereich des Sportplatzes sind bereits Kabinencontainer mit Duschen und WC-Anlagen installiert worden. Gerd Fleischmann

Bis dato lief alles wie geschmiert beim über 300 Mitglieder zählenden 1. FC Stockheim. Der Bau eines Kunstrasenplatzes - der erste im Landkreis Kronach - machte aufgrund des schönen Wetters bemerkenswerte Fortschritte. Seit Wochen schufteten vor allem an den Samstagen zahlreiche Freiwillige an der Verwirklichung. Rund 1500 Stunden gehen bereits auf das Konto der Sportfreunde.

Das 900 000-Euro-Projekt sollte bis Jahresmitte fertiggestellt werden, so die Vorstellung des Projektteams mit Daniel Weißerth, René Schubart, Robert Pötzinger, Andreas Scherbel, Stefan Förtsch, Reiner Wachter und Sven Scherbel. Auf dem 92 Meter langen und 64 Meter breiten künstlichen Grün sollte dann gekickt werden - nicht nur bei Tag, sondern auch in den Abendstunden. Schließlich ermöglichen vier LED-Flutlichtmasten eine optimale Ausleuchtung des Spielfeldes.

Doch dann schlug - wie aus dem Nichts - das Corona-Virus erbarmungslos zu. In vielen Lebensbereichen kam es weltweit zu einer nie gekannten Entschleunigung. Und der Höhepunkt der heimtückischen Pandemie - so die Befürchtung der Fachärzte - steht noch bevor.

Prinzip Hoffnung

Die Konsequenz beim 1. FC Stockheim: Sämtliche baulichen Aktivitäten mussten Hals über Kopf eingestellt werden. Auf der Baustelle "Maxschacht" ist vorerst Ruhe eingekehrt. Derzeit dominiert das Prinzip Hoffnung bei den FC-Verantwortlichen, dass so schnell wie möglich der Nullzustand wieder aufgehoben werden kann. Denn mittlerweile sind für eine zukünftige Nutzung 36 Absichtserklärungen von Vereinen, Schulen und Sozialeinrichtungen eingegangen. Schließlich ist eine breite Mehrfachnutzung Voraussetzung dafür, dass hohe Fördermittel der EU abgerufen werden können.

Von einem Kunstrasenplatz haben schon viele Vereine im Kreis Kronach geträumt. Doch ein solches Vorhaben konnte bis dato der hohen Kosten wegen nicht realisiert werden. Die Verwirklichung ist also für den Frankenwald absolutes Neuland. Schließlich kann man auch im Winter trainieren und spielen.

Neu ist aber auch in Stockheim, dass der Umweltschutz berücksichtigt worden ist. Das umstrittene Gummigranulat findet in der Bergwerksgemeinde keine Verwendung. Die FC-Verantwortlichen setzen auf das wesentlich teurere Granulat aus Kork. Mittlerweile sind Umkleidekabinen einschließlich Duschen und Toiletten installiert. Dies gilt ebenso für den Stromanschluss und die Kanalisation. Fast abgeschlossen sind die Pflasterarbeiten im Außenbereich. Alles in allem gleicht der alte Sportplatz "Maxschacht" - auf einer Berghalde in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts in mühevoller Arbeit angelegt - einer riesigen Baustelle.