Kronach
Stadtrat

Bürger möchte Kronacher Innenstadt entlasten

In der Sitzung des Kronacher Stadtrats monierte Norbert Borst, dass das Steinmühlgässchen unter zunehmendem Verkehr leidet. Er sieht Handlungsbedarf.
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Im Kronacher Rathaus fand am Montag eine Stadtratssitzung statt. Foto: Marco Meißner
Im Kronacher Rathaus fand am Montag eine Stadtratssitzung statt. Foto: Marco Meißner
Das Steinmühlgässchen in der Kronacher Innenstadt war früher von der Europabrücke her befahrbar. Seit Jahren ist die Einbahnstraßen-Regelung gedreht. Wie Anwohner Norbert Borst in der Sitzung des Stadtrats versicherte, dient das Sträßchen seitdem zunehmend als eine willkommene Abkürzung für den (Fern-)Verkehr aus Richtung Friesen hin zu den südlich gelegenen Bundesstraßen.

Drei Ampeln erspare sich ein Autofahrer, wenn er die Stöhrstraße meide, erklärte der besorgte Bürger. Im und beim Steinmühlgässchen - eine Spielstraße - ergäben sich dadurch brenzlige Situationen, gerade zu Zeiten des Schülerverkehrs, wenn viele Fußgänger die Einfahrt kreuzten. Außerdem leide die Bausubstanz der Straße erheblich. "Die Leute wähnen sich in einer sicheren Seitenstraße, die für diesen Verkehr gar nicht vorgesehen ist", betonte Borst und verwies auf geschätzte 800 Autos pro Tag. Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein (FW) sicherte zu, die Situation in Augenschein nehmen zu lassen.


Neue Plätze für Kindergarten

Zustimmung fand die Bedarfsanerkennung für den Kindergarten Gehülz-Breitenloh. Hierfür werden im Rahmen der Generalsanierung sechs zusätzliche Krippenplätze von der katholischen Pfarrei Breitenloh vorgesehen. Der Beauftragte für den Kindergarten, Roland Spindler, freute sich, dass nach diversen Problemen der Einrichtung in der Vergangenheit, die bis hin zum Umzug führten, nun ein Fortschritt erzielt worden sei. Andererseits fragte er sich aber auch, warum es so lange bis zu diesem Punkt gedauert habe.

Jens Schick (FW) und Markus Wich (CSU) hinterfragten, ob diese neuen Plätze sinnvoll sind beziehungsweise den Wettbewerb der Einrichtungen in der Stadt nicht unnötig anheizen. Diese Perspektive soll dem Träger noch einmal aufgezeigt werden.


Was wird aus dem Spital?

Ralf Völkl (SPD) wollte wissen, wie es mit dem Bürgerspital weitergehen soll. Stadtkämmerer Wolfgang Günther erläuterte, dass es 2017 noch vermietet sei. Ein Auftrag, mögliche Folgenutzungen auszuloten, sei bereits erteilt worden. Eine Nutzung durch die Caritas ("In der Heimat wohnen") sei noch nicht vom Tisch, werde derzeit aber auch nicht vorangetrieben. Ein solches Projekt wäre aktuell schwer finanzierbar. Peter Witton (Grüne) regte an, noch einmal eine Teilnutzung als Seniorentreffpunkt in die Überlegungen einzubeziehen. Der Bürgermeister sicherte zu, hierfür noch einmal Kontakt zur Seniorengemeinschaft aufnehmen zu wollen.

Da sich auch weitere Gemeinden für das Thema "Straßenausbaubeitragssatzung" interessieren, soll ein Treffen mit dem Rednitzhembacher Bürgermeister anberaumt werden. Dieser soll ein kostengünstiges Modell aus seiner Gemeinde erläutern. Allgemeine Probleme bei der Schülerbeförderung im Stadtgebiet und durch den Busverkehr am Kreuzbergkindergarten im Besonderen sprachen Markus Wich und Martina Zwosta (FL) an.
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