Wallenfels
Einsatz

Wallenfels: Großeinsatz wegen Brand in Sägewerk im Kreis Kronach

Freitagnacht brach in einem Wallenfelser Sägewerk ein Brand aus. Ein Großaufgebot an Rettungskräften war im Kreis Kronach vor Ort. Der Schaden ist sehr hoch.
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In der Nacht auf Samstag hat es in Wallenfels gebrannt. Fotos: Alexander Löffler
In der Nacht auf Samstag hat es in Wallenfels gebrannt. Fotos: Alexander Löffler
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Als am Freitagabend (1.2.2019) gegen 23 Uhr die Nachricht von einem Brand in einem Wallenfelser Sägewerk die Runde machte, fühlten sich viele an das Jahr 2005 erinnert, als ein Großfeuer das Sägewerk Müller-Gei heimsuchte und einen Millionenschaden verursachte. Diesmal traf es allerdings das Sägewerk Müller-Lisa.

Ein Großaufgebot an Rettungskräften von Feuerwehr, BRK und THW war im Einsatz, um Schlimmeres zu verhindern. Wie Firmenchef Christian Müller-Lisa erklärte, habe ein ehemaliger Mitarbeiter den Brand bemerkt.

Ermittlungen zur Brandursache dauern an

Dessen Ausgangspunkt lag ersten Vermutungen zufolge im Heizungsraum des Unternehmens. Beim Eintreffen der Feuerwehren schlugen die Flammen bereits aus dem Dach. Doch dem schnellen Eingreifen der Wehren war es zu verdanken, dass ein Übergreifen auf angrenzende Gebäude verhindert werden konnte. Dementsprechend dankbar zeigte sich Christian Müller-Lisa: "Die Feuerwehr war super, super schnell", sagte er noch während des Einsatzes - wohlwissend was hätte passieren können, hätte sich das Feuer weiter ausgebreitet.

Vom Heizungsraum des Sägewerkes aus führt ein Förderband in den benachbarten Sägespänebunker. Deshalb hatte die Feuerwehr die Befürchtung, dort könnten sich Glutnester bilden. Um dies zu verhindern, öffneten die Wehren das Dach des Gebäudes.

Vom THW waren Baufachberater vor Ort, um die Statik des betroffenen Gebäudes zu bewerten und ein Einstürzen auszuschließen. Verletzte waren nach ersten Erkenntnissen nicht zu verzeichnen.

BRK mit fünf Einsatzfahrzeugen

Um die Sicherheit der Einsatzkräfte dennoch zu gewährleisten, war das BRK mit fünf Einsatzfahrzeugen und rund 20 Mann vor Ort. Die Feuerwehren aus Wallenfels, Kronach, Steinwiesen, Marktrodach, Zeyern, Küps und Pressig/Rothenkirchen übernahmen die Brandbekämpfung beziehungsweise die Koordination des Einsatzes.

Die insgesamt rund 160 Einsatzkräfte hatten beim Einsatz mit widrigen Bedingungen zu kämpfen, da sich angesichts von starken Regenfällen der ausgekühlte Boden schnell in eine Eisfläche verwandelte. Auf Grund der starken Rauchentwicklung wurde zudem das benachbarte Altenheim informiert, die Fenster und Türen zu schließen und Lüftungen abzustellen. Mitarbeiter des Heimes wiederum übernahmen zusammen mit einer Versorgungseinheit des BRK die Verpflegung der Einsatzkräften mit kalten und warmen Getränken.

Die Ortsdurchfahrt war für die Dauer des Einsatzes gesperrt. Die Schadenshöhe wird laut Polizei auf etwa 200.000 Euro geschätzt.

Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an. Ein technischer Defekt kann nicht ausgeschlossen werden. Der Einsatz dauerte bis in die Morgenstunden.

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