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Kronach
Vorbereitungen

Beim Freischießen sind oft eingespielte Teams am Werk

An den Samstagabenden während des Freischießens ist der Schützenplatz immer voller Menschen. Nach einigen Runden auf Achterbahn & Co. meldet sich mit Sicherheit der Magen. Anlaufstelle Nummer eins sind dann die zahlreichen Essensbuden auf dem Festplatz. Die haben alle Hände voll zu tun.
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Pia Fischer bereitet ihre Bude auf den Ansturm vor. Foto: Carina Kuhnlein
Pia Fischer bereitet ihre Bude auf den Ansturm vor. Foto: Carina Kuhnlein
"Es kommt auf den Tag an", sagt Pia Fischer von "An der Ecke bei Lore" zum unterschiedlichen Arbeitsaufkommen. Am Wochenende brauche man mehr Spirituosen und sonstige Getränke als unter der Woche. Das gelte auch für die Personalstärke. "Der Einkauf läuft bei uns wie im Einzelhandel ab. Wir gehen mit der Bestell-Liste durch unsere Bestände und bestellen nach, wenn was fehlt."

Doch was ist, wenn beispielsweise eine Flasche Likör nicht aufgebraucht wird? Oder wenn Getränke keine Verwendung finden? Auch darauf hat Pia Fischer eine Antwort: "Wenn eine Flasche nicht angebrochen wurde, kann man sie zurückgeben."

Ein festes Team in der Bude

Im Durchschnitt arbeiten am Wochenende bis zu zehn Personen in ihrer Bar. Unter der Woche etwa die Hälfte. "Ferienjobber brauchen wir eigentlich nicht. Wir haben ein festes Team", erklärt sie.
"Wenn's regnet und deshalb nicht so viel los ist, kann ich kurz vorher noch anrufen und sagen: ,Bleibt daheim‘." Pia Fischer weiß, wie das Geschäft laufen muss, ist die Bude mittlerweile doch schon fester Bestandteil des Schützenfestes.

Ähnlich schaut es beim Brezenhaus der Familie Hartnagel aus. Die Arbeitsschritte sind dem eingespielten Personal in Fleisch und Blut übergegangen. Teig zubereiten, Brezen rollen, belegen oder bestreichen, bis hin zu den backfrischen Brezen, ob mit Parmaschinken, Champignons oder Frischkäse, jeder Arbeitsschritt wird an diesem Stand eigenhändig abgehandelt. "Wir versuchen möglichst nach Bedarf zu backen, aber alles kann man nicht voraussehen. Haben wir zu viel Teig, müssen wir ihn wegwerfen, denn uns ist es wichtig, dass wir immer frische Ware anbieten." erklärt Sandra Hartnagel.

Ferienjobber sind gefragt

Auch wenn diese beiden Buden selbst Hand anlegen, sind andere Betriebe, wie beispielsweise die Schausteller, auf Ferienjobber angewiesen. Besonders Studenten sind hier im Einsatz. Tobias Heinlein von der Parti GmbH hat deshalb befreundeten Schaustellern Hilfe angeboten und via Facebook den Aufruf gestartet, sich bei ihnen zu melden. "Innerhalb von zehn Minuten hatten wir 30 Bewerber, obwohl von Seiten der Schausteller nur sechs gebraucht wurden", berichtet Heinlein. Lukas Löffler ist einer der Ferienjobber, der sich in das Getümmel stürzt.

Seit vier Jahren arbeitet er nun schon bei "Eis-Müller". Er hat bereits viel Erfahrung gesammelt, da er nicht nur in Kronach, sondern auch in anderen Städten wie Coburg, Nürnberg und Bayreuth Eis verkauft. 14 Stunden am Tag zu arbeiten sei eine Herausforderung, doch Lukas Löffler nimmt das gelassen: "Es wird nie langweilig. Besonders gefällt mir der Kontakt mit den Menschen, der viel Abwechslung bringt, wenngleich auch Geduld gefordert ist."

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