Kronach
Werkausschuss

Beiergrößlein wirbt für Parkdeck

In der Sitzung des Werkausschusses der Stadt Kronach stand der Halbjahresbericht 2017 der Stadtwerke im Mittelpunkt.
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Das Parkdeck ist nur zwei Gehminuten vom Stadtzentrum entfernt und ganzjährig rund um die Uhr geöffnet. Die erste halbe Stunde ist kostenlos, Dauerparkplätze können kostengünstig gebucht werden. K.- H. Hofmann
Das Parkdeck ist nur zwei Gehminuten vom Stadtzentrum entfernt und ganzjährig rund um die Uhr geöffnet. Die erste halbe Stunde ist kostenlos, Dauerparkplätze können kostengünstig gebucht werden. K.- H. Hofmann
Vor circa vier Wochen verstarb der langjährige Werksleiter der Stadtwerke, Peter Maaß, deshalb begann Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein die Sitzung mit einer Gedenkminute an Peter Maaß. Es werde schwer, die Stelle neu zu besetzen. Es laufen bereits Ausschreibungen zur Bewerbung. Zum Glück habe sich aber stellvertretender Werkleiter Jochen Löffler in der Vergangenheit gut eingearbeitet, so dass das Zahlenwerk für den Halbjahresbericht 2017 vollständig vorlag und von Löffler auch erörtert werden konnte.
Er konnte den Mitgliedern im Werkausschuss ganz ordentliche Zahlen präsentieren, wenngleich sich diese wohl bis Jahresende in manchen Bereichen gegenüber dem Vorjahr verschlechtern könnten. Zu dem Eigenbetrieb der Stadtwerke zählen der Bauhof, die Friedhöfe, Wasserversorgung, Entwässerung/Abwasserreinigung, Erlebnisbad Crana Mare, das Parkdeck und Energie. Zur Rohwasserabgabe informierte Löffler, dass diese zum 30. Juni mit 543 127 Kubikmeter genau auf dem Niveau des Vorjahres liege.

Aufgrund der aktuellen Werte und dem Vergleich zum Vorjahr, wird 2017 erwartet, dass der in der Kalkulation der Gebühren zugrunde gelegte Wert von 840 000 Kubikmeter/Jahr für den Wasserverkauf voraussichtlich erreicht wird. Die Differenz zwischen Rohwasserförderung und Wasserverkauf zeigt andererseits die Problematik der Wasserverluste, die in einer Größenordnung zwischen 17 bis 21 Prozent liegen.

Beim Ertrag in Höhe von 748 571 Euro ist zum 30. Juni eine Unterschreitung der Kennzahl aus dem Wirtschaftplan um circa 114 000 Euro zu verzeichnen, die sich zu 95 Prozent aus den Gebühren für die Wasserabgabe generiert. Das Risiko für den Wirtschaftsplan 2017 wird derzeit unter Einschätzung der unterschiedlichsten Unwägbarkeiten in der Größenordnung von 60 000 Euro angenommen.

Die Stadtwerke haben ein Leitungsnetz von circa 200 Kilometer Wasserversorgung und 132 Kilometer Abwasserleitungen zu unterhalten.


Entwässerung/Abwasserreinigung


Aanalog zu der Entwicklung Wasserversorgung wird im Bereich Abwasser erwartet, dass die als Grundlage angenommenen Werte von 880 000 Kubikmeter/Jahr erreicht werden. Die Einnahmen aus Gebühren und Dienstleistungen belaufen sich für das erste Halbjahr 2017 auf 668 051 Euro und liegen somit rund 159 000 Euro unter dem Kontrollwert des Wirtschaftplanes. In Summe wurde im ersten Halbjahr ein positives Ergebnis von 48 342 Euro erreicht. Damit ist absehbar, dass ein Jahresabschluss innerhalb des Wirtschaftsplanes kaum einzuhalten sein wird. Das Risiko für den Wirtschaftsplan wird mit 300 000 Euro eingeschätzt.
Das Parkdeck verzeichnet einen Rückgang der Besucherzahlen um 1322 Nutzer. Insgesamt hat sich die Nutzerzahl bei 61 000 pro Jahr stabilisiert. Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein bat um mehr Werbung für Dauerparker. "Es sind genug Reserven vorhanden." Die Einnahmen sind im 1. Halbjahr mit 31 418 Euro um 1891 Euro geringer ausgefallen als im 1. Halbjahr des Vorjahres.
Das Erlebnisbad Crana Mare hatte im Hallenbad mit 50 945 Besuchern rund 2 000 Besucher weniger als im Vorjahr im Vergleichszeitraum. Dagegen lagen die Besucherzahlen im Freibad mit 19 966 Besuchern deutlich über den Zahlen der Vorjahre. In Summe wurden Einnahmen in Höhe von 202 857 Euro im 1. Halbjahr erzielt. Dem stehen Aufwendungen in Höhe von 547 058 Euro gegenüber.

Beim Friedhof lagen die Einnahmen mit 65 732 Euro geringfügig über denen des Vorjahres. Der Aufwand lag mit Kosten von circa 102 366 Euro circa zwölf Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres. Der Aufwand für den Bauhof lag im 1. Halbjahr 2017 bei 1,565 Millionen Euro, damit um 29 000 Euro höher als im Vergleichsraum 2016. Der Kontrollwert des Wirtschaftsplanes wurde um 115 000 Euro überschritten. Hauptgrund sind deutlich höhere Personalkosten. Den Aufwendungen des Bauhofs stehen Erträge von 268 000 Euro gegenüber.

Das Zwischenergebnis für den Bauhof weist insgesamt einen Bedarf von 1,296 Millionen Euro auf. Der Ertrag aus Photovoltaikanlage ist mit 11 391 Euro geringfügig niedriger als im Vorjahreszeitraum. Als Fazit der Eigenbetriebe sieht Löffler, dass der von der Stadt zu leistende Verlustausgleich sich leicht erhöhen wird. Im Ausblick sieht der stellvertretende Werkleiter dass sich nach derzeitigem Stand die Rahmendaten des Wirtschaftsplanes nicht in vollem Umfang einhalten lassen. Durch einen mit EcoConTec abgeschlossenen Vertrag zur Energieeffizienz konnten Einsparungen in Höhe von 150 601 Euro erzielt werden die damit um 41 948 Euro höher als die garantierte Einsparung liegen. Dies ist ein sehr erfreulich positives Ergebnis, kommentierte Löffler.

Unter Sonstiges sprach Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein nochmals die Nutzungsmöglichkeiten des Parkdecks an. Insgesamt 236 Stellplätze für Pkw stehen im modernen, hellen Parkdeck in der Rodacher Straße zur Verfügung. Im gut einsehbaren Erdgeschoss sorgen barrierefrei erreichbare Behinderten- und Frauenparkplätze mit zusätzlicher Beleuchtung für mehr Komfort. Videoüberwachung biete mehr Sicherheit. Besonders Dauerparker könnten hier Sommer wie Winter einen guten Schutz für ihr Fahrzeug finden, meinte Bürgermeister Beiergrößlein.
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