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Kronach
Planung

Beamtenfachhochschule: zwei Standorte sind möglich

Dass die Beamtenfachhochschule nach Kronach kommt, ist klar. Auf der Suche nach der Platzwahl sind nun zwei Areale übrig geblieben. Aus Kronacher Sicht macht jedoch nur eines Sinn.
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Diese Fläche auf dem ehemaligen Landesgartenschau-Gelände wird von der Stadt favorisiert. Fotos: Alexander Löffler
Diese Fläche auf dem ehemaligen Landesgartenschau-Gelände wird von der Stadt favorisiert. Fotos: Alexander Löffler
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Eigentlich hätte die Beamtenfachhochschule in Kronach schon zum kommenden Schuljahr ihren Betrieb aufnehmen sollen. Daraus wird jedoch nichts, weil die Entscheidung um einen Standort nach wie vor noch nicht gefallen ist. "Wir dürfen auf keinen Fall hudeln. Es geht darum, das Ganze solide zu machen. Die Zeit spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Wir werden aber am Ende eine gute Lösung für die Stadt finden", betont Landtagsabgeordneter Jürgen Baumgärtner (CSU). Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein (FW) schlägt in die gleiche Kerbe: "Wichtig ist, dass die Schule kommt, weil damit ein Zeichen für unsere strukturschwache Region gesetzt wird."

Rund 20.000 Quadratmeter

Der Bürgermeister erklärt, warum die Entscheidung um einen Standort noch nicht gefallen ist. "Es ist eine Riesen-Aufgabe, die richtige Lage zu finden." Demnach wird eine Fläche von 15.000 bis 20.000 Quadratmeter benötigt. Seit Bekanntgabe der Teilverlagerung der Beamtenfachhochschule von Herrsching nach Kronach stehe man in ständigem Kontakt mit den zuständigen Stellen. Zu denen gehören nicht zuletzt das Staatliche Bauamt sowie die Immobilienverwaltung des Freistaates Bayern.

Laut Beiergrößlein standen anfangs vier Standorte in der Diskussion. Mittlerweile seien jedoch nur zwei übrig. Dabei handelt es sich um ein Areal in der Nähe des Crana Mare sowie um eine Fläche am/auf dem ehemaligen Landesgartenschau-Gelände. Während offenbar die Regierung Gefallen am Standort am Kreuzberg gefunden hat, weil dort auf freier Fläche ein Bau einfach zu bewerkstelligen wäre, bevorzugen der Kronacher Bürgermeister und auch Baumgärtner die Variante auf dem ehemaligen Landesgartenschau-Gelände. "Das ist innenstadtnah. Und das hat oberste Priorität", betont der Bürgermeister und stößt dabei auf zustimmendes Kopfnicken von Baumgärtner, der ergänzt: "Die Stadt muss nachhaltig gestärkt werden. Gastronomie und Einzelhandel müssen profitieren, die gesamt Innenstadt muss belebt werden. Das geht aber nicht, wenn die Schule beim Schwimmbad gebaut wird."

Während der Aufwand am Schwimmbad mit Änderung des Flächennutzungs- und Bebauungsplan vergleichsweise gering wäre, müssten am Landesgartenschau-Gelände bestehende Gebäude weichen und Hochwasser- und Lärmschutz berücksichtigt werden. Dennoch ist diese Variante für die beiden Politiker alternativlos.

Zunächst besteht jedoch noch die Herausforderung, Finanzminister Markus Söder, der sich die Sache vor Ort anschauen will, zu überzeugen und auch die Grundstückseigentümer vom Vorhaben zu begeistern. Dabei soll es sich um zwei handeln, die ursprünglich ihre Zustimmung verweigert haben. Nach Gesprächen habe sich deren Haltung jedoch bereits geändert, beteuert der Kronacher Bürgermeister. Und dies stimmt ihn natürlich zuversichtlich.

Sicherlich wird es am Ende auch ums Geld gehen. Baumgärtner glaubt jedoch, dass sich die Eigentümer ihrer gesamtstädtischen Verantwortung durchaus bewusst sind.

Bis Herbst abschließen

Wenn es nach Beiergrößlein und Baumgärtner geht, sollen die Gespräche in diesem Herbst abgeschlossen sein. Dann wäre es denkbar, dass die Schule 2017 ihren Betrieb aufnehmen kann. "Das streben wir an", so Baumgärtner, der noch einmal betont, dass der zeitliche Aspekt eher zweitrangig sei: "Das muss alles genau durchdacht sein. Aktionismus ist das fehl am Platz."
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