Teuschnitz
Sicherheit

Bayern 3-Dorffest: Einsatzkräfte ziehen ihre Bilanz

120 Ehrenamtliche vom Bayerischen Kreuz und 50 Polizeibeamte waren beim Dorffest in Teuschnitz im Einsatz. Wie fällt ihr Fazit aus?
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120 Einsatzkräfte vom BRK waren im Einsatz. Foto: BRK/Taheri-Sohi
120 Einsatzkräfte vom BRK waren im Einsatz. Foto: BRK/Taheri-Sohi
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Während Alvaro Soler, Beth Ditto und Sarah Connor beim Bayern 3-Dorffest in Teuschnitz die Bühne rockten, die Besucher ordentlich feierten und dabei ein Bierchen oder den ersten Glühwein in diesem Jahr genossen, sorgten Feuerwehr, THW, BRK und die Polizei für einen reibungslosen Ablauf. Zwei Tage nach dem Riesen-Event wird Bilanz gezogen: Kam es zu vielen Zwischenfällen oder war es ein ruhiges und friedliches Fest?

"Es war sehr ruhig. Wir hatten relativ wenige Einsätze", erklärt Gerhard Anders, Pressesprecher der Polizeiinspektion Kronach. Ein Grund für die relativ ruhige Einsatzlage sei das schlechte Wetter gewesen.

Über den Tag verteilt, kamen dann doch ein paar Einsätze zusammen. Gleich zu Beginn der Veranstaltung wollten laut Anders zwei Männer, die Cannabis bei sich hatten, auf das Festivalgelände. Die Rechnung haben sie aber ohne den Ordner gemacht. Dieser fand die Drogen bei der Einlasskontrolle und meldete den Vorfall der Polizei. "Die Ordner haben akkurat gearbeitet und ihre Aufgabe wirklich gut gemacht", erklärt Anders.

Neben einer Anzeige bezüglich eines Verstoßes gegen das Jugendschutzgesetz wurde im Laufe des Tages auch eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch gestellt. "Ein Besucher wurde am Einlass abgewiesen und hat sich kurz danach wieder Zutritt zum Gelände verschafft", erklärt Gerhard Anders.

Auch zu zwei Vermisstenfällen kam es während des Dorffests. "Zwei Minderjährige wurden von ihren Eltern gesucht. Doch das konnte sich relativ schnell aufklären", erklärt der Pressesprecher der Polizei.


Parkchaos blieb aus

Neben dem Dienst auf dem Festgelände war die Polizei auch für die Überwachung des Verkehrsraums zuständig. "Streifen waren den ganzen Tag unterwegs und haben nach dem Rechten geschaut", erklärt Anders. Doch das erwartete Parkchaos rund um das Fest-Gelände blieb aus. "Wir hatten keine einzige Abschleppmaßnahme", freut sich der Polizist. Es habe lediglich zwei Beanstandungen gegeben, weil Autofahrer im Halteverbot standen.
Am Ende der Veranstaltung kam es noch zu einem Unfall zwischen zwei Autofahrern.

Doch auch das sei nichts großes gewesen. "Aus Sicht der Polizei können wir eine sehr erfreuliche Bilanz zum Dorffest ziehen", so Anders. Ähnlich fällt auch das Fazit des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) aus. Bereits sechs Stunden vor Beginn der Veranstaltungen standen die Einsatzkräfte an den beiden Hilfsstellen auf dem Gelände bereit. "Erfahrungsgemäß reisen bei Open-Air-Veranstaltungen dieser Größe Fans frühzeitig an, um sich Stehplätze in den vorderen Reihen zu sichern", erklärt Sohrab Taheri-Sohi, Pressesprecher der Bezirksbereitschaftsleitung Ober- und Mittelfranken.

Auch beim BRK habe sich das Einsatzaufkommen wetterbedingt in einem sehr überschaubaren Rahmen gehalten. "Insgesamt wurden 33 Behandlungen durchgeführt, wovon fünf Patienten mit einem Krankentransport- oder Rettungswagen zur Weiterbehandlung in eine Klinik transportiert wurden", erklärt der Pressesprecher. Es kam lediglich zu einem schwereren "internistischen Notfall".


Einsatzort machte Probleme

Insgesamt waren rund um das Bayern 3-Dorffest 120 Einsatzkräfte aus Coburg, Hof, Lichtenfels, Kulmbach, Bamberg, Bayreuth und Kronach im Einsatz. Probleme bereitete dem Sanitätsdienst der Einsatzort in Kombination mit dem regnerischen Wetter.

Durch den aufgeweichten Boden war das Befahren laut des Pressesprechers mit den normalen Rettungswägen unmöglich. "Ein festgefahrener Rettungswagen musste durch den ADAC befreit werden", erklärt Sohrab Taheri-Sohi. Ein Patient sei zu diesem Zeitpunkt nicht im Rettungswagen gewesen.

Vier Stunden nach dem Feuerwerk, als der Platz menschenleer war und alle auf dem Nachhauseweg waren, konnten auch die Einsatzkräfte des BRK gegen früh um 2.30 Uhr Feierabend machen.
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