Teuschnitz
Stadtrat

Bad und Pausenhof werden saniert

Auf 3,5 Millionen Euro summieren sich die Kosten für die Modernisierung des Teuschnitzer Schulschwimmbades und die Neugestaltung des Pausenhofes.
Artikel drucken Artikel einbetten
So soll sich das Schulschwimmbad in Teuschnitz nach der Sanierung präsentieren.Architekturbüro Schöttner
So soll sich das Schulschwimmbad in Teuschnitz nach der Sanierung präsentieren.Architekturbüro Schöttner

In der Stadtratssitzung am Montag informierte Architekt Kersten Schöttner über den Sachstand zum Kommunalinvestitionsprogramm "Kip-S". Für seine Entwurfsplanung erhielt er Lob von allen Seiten. Wie berichtet, wurden sowohl die Sanierung des in den 1970er Jahren entstandenen Schulschwimmbades als auch der Stützmauern des Pausenhofs in das Programm mit einer Förderung von 90 Prozent der förderfähigen Kosten aufgenommen. Das Investitionsvolumen beläuft sich - inklusive Neugestaltung Pausenhof - auf 3,5 Millionen Euro.

Die Stützmauern und die Pausenhof-Neugestaltung sollen heuer realisiert werden; die Schwimmbad-Sanierung 2019 und 2020. Das Schwimmbad wird ab 1. Juli 2019 bis voraussichtlich Ende 2020 außer Betrieb genommen.

Gesamtkosten

Die Gesamtkosten für das Schwimmbad betragen circa 2 350 000 Euro, wobei der Technik-Anteil etwa die Hälfte der Kosten verschlingt. Das Schwimmbad wird zwecks Untersuchungen der Decken bereits ab 1. Juli geschlossen. Baubeginn soll am 1. September sein, um im September und Oktober die Abbrucharbeiten und Rückbauten vornehmen zu können.

In der zweiten Oktoberhälfte sollen die Trockenbauer ans Werk gehen, bevor es - nach der Weihnachtspause - im Januar 2020 mit der Installation der Haustechnik weitergehen und der Anbau im April 2020 starten soll. Über den Sommer soll gebaut werden, so dass die Außenanlage hoffentlich Ende 2020/Anfang 2021 fertiggestellt und das Schwimmbad wiedereröffnet werden kann.

Während die Stützmauer ebenfalls in Kip-S aufgenommen wurde, wird die Neugestaltung des Pausenhofs über FAG-Mittel gefördert. Die Höhe steht im Juni/Juli fest. Für die Stützmauern ergibt sich im technischen und gestalterischen Bereich Handlungsbedarf. Geschaffen wird ein sanfter Übergang zum Arnika-Garten. Die Treppenanlage als Verbindung zfür den vier Meter höheren Pausenhof mit dem unteren Bereich bleibt erhalten. Es entstehen kleine bepflanzte und begrünte Terrassen. "Das Ganze soll aufgelockert werden und nicht mehr so wuchtig erscheinen", betonte der Planer.

Der komplett barrierefreie Pausenhof wird mit rund 250 000 Euro zu Buche schlagen, die Stützmauern sowie der untere Bereich mit 720 000 Euro, gesamt 970 000 Euro. Anfang Juli soll die Ausschreibung der Abbrucharbeiten erfolgen. Man hofft auf Baubeginn Mitte Juli 2019 und Fertigstellung der Baumeisterarbeiten Ende 2019.

"Das wird eine große Bereicherung", zeigte sich Bürgermeisterin Gabriele Weber (CSU) voller Vorfreude. Von einer einmaligen Chance sprach Susanne Daum (CSU/FWG), der vor allem das entstehende einheitliche Erscheinungsbild zusagte. Michael Hebentanz (FW) fühlte sich aufgrund der Abstufungen fast schon an Sanssouci erinnert. Er wollte wissen, wie DLRG und Schule die Zeit der Badschließung überbrücken und welche Kosten auf Teuschnitz zukommen. Die Schulkinder werden, so Weber, während dieser Zeit keinen Schwimm-, sondern Sportunterricht haben. Seitens der DLRG sind die Planungen am Laufen.

In Teuschnitz ist zwecks Stromkosten-Einsparung eine schrittweise Umrüstung der Straßenlampen auf LED geplant. LED-Leuchten wurden bisher in Wickendorf, Haßlach Am Roller und im Baugebiet Petrus-Zweidler-Straße aufgestellt. Die Umrüstung erfolgt aufgrund der hohen Umrüstungskosten für die gesamte Stadt mit Stadtgebieten von 44 145 Euro nur schrittweise.

Schon viel Strom gespart

Heuer ist eine Umrüstung in Teuschnitz für die Frankenwald-, Fichten- und Brunnenstraße vorgesehen. Bei 21 Lampen werden die Leuchtenknöpfe mit Kosten von circa 8300 Euro ausgetauscht. Der Lampen-Austausch in der Weidenstraße erfolgt beim Straßenausbau. Die Umrüstung der Reichenbacher Straße mit 15 Leuchten soll 2020 erfolgen. "Laut unserer Kämmerin hat sich die Umstellung sehr positiv ausgewirkt und wir haben bereits viel Geld eingespart", verdeutlichte Weber. Die Umstellung amortisiere sich in knapp sechs Jahren.

Uwe Thoma und Manuel Hirsch stellten seitens der Verwaltung das - mit einem erheblichen Zeitaufwand - umfassend überarbeitete Straßenbestandsverzeichnis für Haßlach und Wickendorf vor. Es handelt sich dabei um eine Art "Urkundensammlung" aller Gemeindeverbindungs- und Ortsstraßen, Feld- und Waldwege und beschränkt öffentlicher Wege im Gemeindegebiet, die für öffentliche Nutzung und Verkehr freigegeben sind. Die Überarbeitung des in den 60er/70er-Jahren angelegten Verzeichnisses in Papierform erfolgt wegen Umstellung auf ein elektronisches Verzeichnis und wird aktualisiert. Die Änderungen waren mit Stadträten, Feldgeschworenen sowie Land- und Forstwirten vorbesprochen worden. Sie werden im Amtsblatt bekannt gemacht und ab diesem Zeitpunkt wirksam.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren