Seibelsdorf
Konzert

Bachs Weihnachts-Oratorium erklingt

Der Dekanats-Chor Kronach führt am 28. Dezember in Seibelsdorf das berühmte Werk auf. Seit Monaten wird dafür geprobt.
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Dekanatskantor Marius Popp sorgt bei der Probe für Bachs Weihnachts-Oratorium für die letzten feinen Akzente.Heike Schülein
Dekanatskantor Marius Popp sorgt bei der Probe für Bachs Weihnachts-Oratorium für die letzten feinen Akzente.Heike Schülein
"Jauchzet, frohlocket! Auf, preiset die Tage. Rühmet, was heute der Höchste getan!" Der so strahlend jubelnde Eingangschor des Weihnachts-Oratoriums klingt wie in Töne gesetzte Gefühle: Zuversicht und Hoffnung, Freude und Liebe! Bachs Meisterwerk für Soli, Chor und Orchester zählt zu den beliebtesten und am häufigsten aufgeführten Stücken der Musikgeschichte. Ursprünglich wurden die sechs Kantaten in sechs Gottesdiensten aufgeführt - nämlich in zeitlicher Anlehnung an die Chronologie der biblischen Ereignisse: Die Kantaten I bis III an den damals noch üblichen drei Weihnachtsfeiertagen, die verbleibenden drei für Silvester und den Neujahrs- sowie Dreikönigstag.


Hochkarätige Solisten

Heute wird das Weihnachts-Oratorium meist nur in Teilen aufgeführt - so auch am 28.Dezember, wenn der Dekanats-Chor Kronach - zusammen mit hochkarätigen Gesangssolisten, den Ansbacher Hoftrompetern sowie dem Ensemble "Prattica Di Musica" Suhl - mit großer Hingabe die Kantaten 1, 3, 5 und 6 zu Gehörbringen wird. "Alle sind fleißig und üben auch privat, oftmals mittels einer CD", lobt Dekanatskantor Marius Popp seine Sängerinnen und Sänger, die sich schon seit Monaten unter seiner Leitung sehr intensiv auf die Aufführung vorbereiten.

Die Probe an diesem Mittwochabend im evangelischen Gemeindehaus gibt schon einmal einen kleinen Vorgeschmack darauf, wie herrlich das einzigartige Werk am 28. Dezember in der ausgezeichneten Akustik der Markgrafenkirche Seibelsdorf klingen mag. "Es geht um jeden Akzent", appelliert Popp an seinen Chor, von dem er volle Konzentration und Präsenz erwartet. "Denkt daran, uns begleiten lediglich fünf Streicher - ein Quintett", verdeutlicht Popp den Chormitgliedern, an die er zugleich den dringenden Appell richtet: "Ihr dürft nicht umblättern, bevor die Instrumente einsetzen. Bach mit Rascheln klingt überhaupt nicht gut."


Mit Profi-Musikern

Für die Aufführung gelang es Popp wieder, hoch angesehene Solisten - darunter dieses Mal auch eine Reihe "neuer Gesichter" - zu gewinnen, was auch für ihn immer wieder spannend sei. Musikalisch begleitet wird der Dekanats-Chor von Lisa Rothländer (Sopran), Manja Raschka (Mezzosopran),Sebastian Köchig (Tenor) sowie Jörg Hempel (Bass), den Ansbacher Hoftrompetern sowie vom Ensemble "Prattica Di Musica" Suhl. Sämtliche Instrumente sind solistisch mit Profi-Musikern besetzt.

Karten zu 15 Euro für Erwachsene und 8 Euro für Schüler sind in allen Pfarrämtern im Dekanat Kronach-Ludwigsstadt im Vorverkauf zu den üblichen Bürozeiten erhältlich sowie Restkarten an der Abendkasse. Wer eine Fahrgelegenheit zum Konzert in der Markgrafenkirche wünscht, kann sich gerne im Pfarramt melden.


15 Jahre Dekanats-Chor Kronach

Der ökumenische und landkreisübergreifende Chor wurde 2003 von Popp gegründet, so dass 2018 bereits das 15-jährige Jubiläum ansteht. Die Gründung erfolgte ursprünglich in der Absicht, dass Pfarrer und Pfarrerinnen darin singen sollen; also mit gutem Beispiel vorangehen. Gefeiert wird natürlich mit Musik. So wird der Chor am Karfreitag, 30. März, Bachs Johannes-Passion erklingen lassen sowie am Samstag, den 13. Oktober, Mozarts Krönungsmesse in Verbindung mit dem Klarinetten-Konzert A-Dur sowie die "Messa da Gloria" von Giacomo Puccini.


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