Kronach
Straßensperrung

B85 muss komplett gesperrt werden: Fahrbahnerneuerung bei Kronach

Die B85 muss gesperrt werden. Auf etwas mehr als drei Kilometer Länge wird die Fahrbahn erneuert. Alle Infos zur Vollsperrung.
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An der Einmündung des Autohauses Vetter in Richtung Norden wird die Fahrbahnerneuerung an der B 85 durchgeführt. Foto: Veronika Schadeck
An der Einmündung des Autohauses Vetter in Richtung Norden wird die Fahrbahnerneuerung an der B 85 durchgeführt. Foto: Veronika Schadeck

Rund eine Million Euro investiert der Bund in die Sanierung der B 85 in Kronach zwischen dem Autohaus Vetter und dem Kreisel in Gundelsdorf. Die Maßnahme soll am 7. Oktober starten. Das gab am Mittwoch Jens Lausmann vom Staatlichen Bauamt, Servicestelle Kronach, bei einem Pressegespräch mit den betroffenen Gewerbetreibenden im Autohaus Vetter bekannt.

Fahrbahn muss erneuert werden

Wie er erklärte, handele es sich bei dieser 3,3 Kilometer langen Trasse um eine Fahrbahnerneuerung. Die Maßnahme erfolgt in drei beziehungsweise bei den Asphaltierungsarbeiten in vier Bauabschnitten, die in jeweils zwei Blöcken - nämlich mit Abfräsen des Straßenbelags und der Anbringung des Asphalts - durchgeführt werden.

 

Den Worten Lausmanns zufolge soll nach dem Abfräsen eine acht Zentimeter dicke Asphaltbindeschicht und darauf eine zwei Zentimeter dicke lärmhemmende Asphaltschicht aufgetragen werden. Im Zuge der Maßnahme sollen Bankette, Bordkanten, Rinnen und andere Bereiche ausgebessert werden.

Zu Beginn halb, später dann voll gesperrt

Wie Lausmann weiter ausführte, sei in den ersten Tagen des Baubeginns eine halbseitige Sperrung mit Ampelverkehr vorgesehen, da die Vorarbeiten wie beispielsweise die Demontage der Schutzeinrichtungen getätigt werden. Ab dem 21. Oktober sei eine Vollsperrung für den Durchgangsverkehr bei den jeweiligen Bauabschnitten geplant.

Beabsichtigt sei, mit dem Bauabschnitt I von der Mitte der Einfahrt des Autohauses Vetter bis Mitte der Einmündung Blumau zu starten. Der zweite Teil erfolgt von dort aus bis Mitte der Einmündung "Am Zinshof", danach folgt die Ortsdurchfahrt Knellendorf bis in Nähe des Kreisels in Gundelsdorf.

Lausmann wies darauf hin, dass die Anlieger und Gewerbetreibenden ihre Zufahrten nahezu während der gesamten Baumaßnahmen erreichen würden. An den Tagen, an denen der Belag abgefräst werde beziehungsweise Asphaltierungsarbeiten erfolgen, könne keiner die Straße frequentieren. Lausmann geht davon aus, dass diese Arbeiten jeweils einen Tag in Anspruch nehmen werden. Er warb um Verständnis: "Wir machen es uns nicht leicht." Aber Beeinträchtigungen seien bei einem Straßenbau unvermeidlich.

Vollsperrung für mehr Qualität und Sicherheit

Der Projektleiter André Karl betonte, dass die Maßnahme aufgrund der neuen Arbeitsschutz-Richtlinie, die zum Schutz der Beschäftigten der bauausführenden Firmen erstellt wurde, unter Vollsperrung erfolgen müsse. Eine Vollsperrung bringe aber nicht nur eine erhöhte Sicherheit, sondern auch eine höhere Qualität beim Asphalteinbau.

Karl betonte weiter, dass zwei Wochen vor Baubeginn mit Hinweisschildern auf die Fahrbahnerneuerung an der B 85 hingewiesen wird. Jeder Anlieger und Gewerbetreibende werde regelmäßig über den Baufortschritt, beziehungsweise über die genauen Tage, an denen die Straße abgefräst beziehungsweise asphaltiert wird, durch Postwurfsendungen informiert.

Probleme beim Freischießen

Der Sachbearbeiter Verkehr der Polizeiinspektion Kronach, Matthias Stöcker, bat das Staatliche Bauamt, dafür Sorge zu tragen, dass an der Südbrücke die Umleitungsschilder auch wahrgenommen werden. Er erinnerte an das Freischießen. Vor allem die Lkw-Fahrer haben diese Hinweise übersehen. Es sei wegen mangelnder Wendemöglichkeiten zu erheblichen Schwierigkeiten gekommen. Vom Norden her soll der Verkehr über Haig, Mitwitz und Redwitz umgeleitet werden.

Alexander Fischer fragte, ob denn nicht im Zuge dieser Fahrbahnerneuerung ein Radweg mit angebracht werden könnte. "Die Idee nehme ich mit, aber ich brauche den Grunderwerb", so Lausmann.

Täglich fahren 9464 Fahrzeuge auf der B85

Außerdem meinte der Unternehmer, dass man durchaus Verständnis für die Beeinträchtigungen während der Baumaßnahme aufbringe, allerdings habe man keines dafür, wenn ab 15 Uhr die Baustelle leer sei. Der Sachgebietsleiter für Planen und Bauen, Oliver Rühr erklärte, dass die Arbeiten immer in Abschnitten erfolgen. Es komme daher vor, dass manchmal länger und eben auch kürzer gearbeitet werde.

Die B 85 wird in diesem Bereich täglich von 9464 Fahrzeugen frequentiert, davon sind 752 Schwerlastfahrzeuge (Stand: 2015).

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