Kronach
Technologie

Auto-Zukunft wird in Kronach erprobt

Für die Entwicklung des autonomen Fahrens spielt der Landkreis eine tragende Rolle. Ein Innovationsprojekt wird mit einer Million Euro gefördert.
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Autonomes Fahren: Der Autonutzer hat in Zukunft die Hände frei. Foto: Archiv/Hamacher
Autonomes Fahren: Der Autonutzer hat in Zukunft die Hände frei. Foto: Archiv/Hamacher

Kronach Mit dem Auto ohne Fahrer zum Einkaufen, zum Arzt? Man setzt sich ins Auto, sagt, wo man hin will, und arbeitet auf der Rückbank am Laptop weiter - das Auto fährt derweil ganz allein und man kommt entspannt zum Ziel. Das soll in naher Zukunft möglich sein. In Kürze soll an der Südbrücke in Kronach die autonome Fahrzeugtechnik erprobt werden.

Jetzt fiel für dieses Pilotprojekt der Startschuss. Mit einer Million Euro fördert das Bundesverkehrsministerium das Innovationsprojekt im autonomen Fahren im Landkreis Kronach. Die Fördermittel erhalten Valeo Auto-Electric Wischer und Motoren GmbH in Kronach. Das Unternehmen gilt als Vorreiter in Forschung und Entwicklung autonomer Fahrzeugtechnik. Der Automobilzulieferer ist Weltmarktführer bei den für automatisiertes Fahren benötigten Sensoren und der Standort Kronach entwickelt sich gerade zu einem bedeutenden Forschungszentrum dieser Zukunftstechnologie.

"Das Projekt ist erfolgsversprechend" und "es ist der Einstieg in die Zukunftstechnik für die ländliche Region", freut sich der CSU-Landtagskandidat Jürgen Baumgärtner bei einem Pressegespräch am Donnerstag. Er hat sich dafür stark gemacht, dass der Landkreis bei diesem Innovationsprojekt zum Zuge kommt. Denn, so meint er: "Versprochen ist versprochen!" Autonomes Fahren wird ein großes Thema werden, ist er überzeugt.

Er spricht davon, dass durch das autonome Fahren alle Mobilitätsherausforderungen für den Landkreis bewältigt werden können, da man keine Fahrer mehr benötigt und somit Kosten eingespart werden können.

China will den Weltmarkt aufrollen

Der Geschäftsführer des CIK (Campus Innovations Kultur), Thomas Kneitz, wies darauf hin, dass der Landkreis Kronach in Deutschland und Europa führend sei, was die Forschung bezüglich des autonomen Fahrens betrifft. Mit China und den USA befinde man sich dagegen auf Augenhöhe. Er wies darauf hin, dass die Chinesen mit den autonom fahrenden Autos von morgen den Weltmarkt aufrollen wollen. "Auch die Russen haben eine hohe Akzeptanz für autonomes Fahren und sind auf diesem Gebiet den Europäern voraus." Für ihn und auch für Baumgärtner bedeutet die Entwicklung von Technologien für autonomes Fahren auch Zukunft für den Landkreis.

Zuversichtlich ist der Landtagsabgeordnete auch, dass bezüglich des Konzepts "Bavaria One" (hier geht es darum Satelliten künftig kleiner, billiger und spezialisierter zu machen) eine Zusammenarbeit mit der TU München und heimischen Firmen zustande kommen könnte.

Was das autonome Fahren betrifft, so räumte Baumgärtner ein, dass man in Deutschland abwarten müsse, wie sich der Markt entwickelt. Klar sei, dass das Verhalten der Bevölkerung auch mit der Frage der Sicherheit zusammen hänge, also wann autonomes Fahren dauerhaft ein deutliches Plus an Sicherheit und Komfort biete.



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