Laden...
Rothenkirchen
Beruf

Ausbildungsbeginn: Vier Forstwirte für Rothenkirchen

Vier junge Männer haben am Freitagmorgen ihre Ausbildung zum Forstwirt im Forstbetrieb Rothenkirchen begonnen. Sie freuen sich auf die Herausforderungen.
Artikel drucken Artikel einbetten
An ihrem ersten Ausbildungstag lernten die vier angehenden Forstwirte erst einmal ihre Chefs und ihre Kollegen kennen.  Fotos: Veronika Schadeck
An ihrem ersten Ausbildungstag lernten die vier angehenden Forstwirte erst einmal ihre Chefs und ihre Kollegen kennen. Fotos: Veronika Schadeck
+1 Bild
Sie werden es künftig krachen lassen. Gemeint sind Randy Geier, Paul Schröder, Julian Schuberth und Max Mantel. Wenn in einigen Wochen die angehenden Forstwirte schwere Baumriesen umlegen, wird es durch den Wald hallen. Die jungen Männer werden mit heulender Motorsägen 80 bis 100 Jahre alte Fichten fällen und sie in verwertbare Teile zerlegen. In ihrer Ausbildung zum Forstwirt wird die Holzernte eine wichtige Tätigkeit sein.
Aber noch ist es nicht soweit: Am Freitagmorgen starteten sie im Forstbetrieb Rothenkirchen ins Berufsleben. Sie lernten nicht nur den "Chef" des Forstbetriebs Rothenkirchen, Peter Hagemann und ihre Ausbilder Klaus Weiß und Georg Scherbel kennen, sondern kamen auch zum ersten Mal miteinander in Kontakt.

Alle vier Auszubildenden kamen schon in ihrer Kindheit mit dem Wald in Berührung. Sie lernten ihn schätzen und lieben. Entwickelten ein Gespür für die Natur - und mittlerweile liegt ihnen der Schutz des Waldes und dessen nachhaltige Bewirtschaftung am Herzen. Als künftige Forstwirte wollen sie ihren Beitrag dazu leisten.

Den Jugendlichen ist bewusst, dass die Arbeit als Forstwirt auch für kräftige junge Männer anstrengend sein kann. Sie können im Waldgelände leicht stürzen oder sich mit der Motorsäge verletzen. Das schreckt sie aber nicht ab. Sie sind überzeugt, dass sie ihre Arbeit in der Natur und an der frischen Luft gerne ausüben werden.
Wie den Worten des Forstwirtschaftsmeisters, Klaus Weiß, zu entnehmen war, bietet der Beruf des Forstwirts viel Abwechslung. Die Auszubildenden, so erzählt er, werden nicht nur Holz ernten, sie werden auch kleine Baumsetzlinge pflanzen und den jungen Wald vor Wildverbiss schützen. Sie lernen, Wildschutzzäune und Hochsitze für Jäger zu bauen. Sie werden sich mit Baum- und Bodenarten sowie mit dem Naturschutz befassen.
In der Ausbildungswerkstatt auf dem Areal der Staatsforsten in Rothenkirchen, die derzeit errichtet und bereits im November vollendet sein soll, werden die angehenden Forstwirte beispielsweise ihre Ausrüstung pflegen. Dazu gehört unter anderem die Wartung der Motorsägen.

Neben der Blockbeschulung, die während der dreijährigen Ausbildung in Neuenburg (Oberpfalz) stattfindet, wird es auch Besprechungen in der Ausbildungswerkstatt geben, beispielsweise über die Vorschriften. Forstwirte müssen immer Schnittschutzhose, Helm und Sicherheitsschuhe tragen. Sie werden in ihrer Ausbildung auch Tricks lernen, damit die Belastung für ihren Körper nicht zu groß wird.


26 Bewerber in diesem Jahr

Es ist schon etwas Stolz aus der Stimme des Servicestellenleiters, Stefan Wittenberg, zu entnehmen, als er von 26 Bewerbungen für das Ausbildungsjahr 2017/2018 spricht. Auch für nächstes Jahr liegen schon Anfragen vor. Aber woher kommt nun die große Nachfrage nach der Ausbildung zum Forstwirt? Die Leute kommen aus einer ländlich geprägt Region, so Peter Hagemann. Und immerhin hat der Landkreis eine Waldfläche von 60 Prozent zu verzeichnen. Eventuell trägt aber auch die Auszeichnung des Frankenwaldes zum "Waldgebiet des Jahres" bei.

Überzeugt ist Hagemann, dass der Wald und die Bedeutung des Waldes mehr ins Bewusstsein der Bevölkerung gerückt ist. Und er meint: "Wir sind stolz, dass wir nun ausbilden dürfen." Und: "Wir wollen aus der Region und für die Region ausbilden." In diesem Zusammenhang spricht er von Vertrauen, das die Bayerische Staatsforsten in seinen Forstbetrieb setzen. Außerdem: "Junge Leute tun uns gut." Er spricht auch davon, dass in den kommenden Jahren einige seiner rund 40 Forstwirte in den Ruhestand gehen wird.

Die beiden Forstbetriebe im Landkreis Kronach, nämlich Rothenkirchen und Nordhalben, brauchen qualifizierte Fachkräfte für die Bewirtschaftung des Waldes. Allein der Forstbetrieb Rothenkirchen hat eine Fläche von 14 500 Hektar in den Landkreisen Kronach und Lichtenfels zu pflegen. Dass der Forstwirt in der Region ein zukunftssicherer Beruf ist, steht für Hagemann fest. Denn Erntemaschinen können nicht alle Bäume im Wald erreichen.
Wie Klaus Weiß erklärte, sind für Forstwirte auch gute Perspektiven vorhanden. Beispielsweise kann eine Weiterbildung zum Maschinenführer oder zum Forstwirtschaftsmeister nach der Ausbildung und nach einer gewissen Berufserfahrung in Angriff genommen werden. Eine Alternative ist erst vor kurzer Zeit hinzugekommen: Denn wer den Meisterbrief als Forstwirt in der Tasche hat, kann nun auch Forstwirtschaft an einer Fachhochschule studieren.


Azubis freuen sich auf den Wald

Jetzt aber geht es erst einmal für die vier jungen Männer drei Wochen lang zum Einführungslehrgang ins Forstliche Bildungszentrum nach Buchenbühl. Und danach geht es mit den Forstwirtschaftsmeistern in den Wald. Und darauf freuen sich die Auszubildenden bereits jetzt.




Tipps für den ersten Tag: So klappt der Berufsstart

Für die neuen Auszubildenden sind die ersten Tage im Berufsleben oft schwer. Wir haben die fünf wichtigsten Tipps für den Start in den neuen Job gesammelt.

1. Pünktlich sein
Das ist eine Tugend, auf die die Ausbilder nach wie vor Wert legen. Am besten kommt man schon ein paar Minuten früher in die Firma.

2. Umgangsformen beherrschen
Der Umgang miteinander, unter den Kollegen und vor allem mit den Vorgesetzten ist im Arbeitsalltag sehr wichtig. Dabei gibt es auch einen gewissen Verhaltenskodex.
Dazu gehört zum Beispiel Kleinigkeiten, wie dass man die Kollegen mit "Guten Morgen" begrüßt oder ihnen am Mittag "Mahlzeit" wünscht.

3. Den Mund aufmachen
Wenn der Ausbilder etwas erklärt, versteht man manches nicht auf Anhieb. Besser als einfach nur nicken und es später falsch machen, ist es einfach nachzufragen.

4. Integrieren
Am wohlsten fühlt man sich immer, wenn man mit den Kollegen gut auskommt. Deshalb raten Ausbildungs-Experten dazu, sich in der Gruppe zu integrieren und sich nicht ins Abseits zu stellen.

5. Auf die körperliche Belastung einstellen
Ob Maurer, Mechatroniker oder Metzger - in vielen Berufen ist Körpereinsatz gefragt.
Die Azubis müssen ihre Arbeit meist im Stehen verrichten - darauf sollte man
Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren