Falkenstein
Geo-Tour

Auf den Spuren des großen Naturforschers

In Falkenstein wurde die Geo-Tour Alexander von Humboldt eröffnet. 18 Schautafeln erinnern an seinen Aufenthalt im Frankenwald.
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Marcus Leclaire verstand es hervorragend, einen Einblick in das Leben des Natuforschers Alexander von Humboldt zu geben.Veronika Schadeck
Marcus Leclaire verstand es hervorragend, einen Einblick in das Leben des Natuforschers Alexander von Humboldt zu geben.Veronika Schadeck
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Es ist 227 Jahre her, als Alexander von Humboldt am 12. Juli 1792 im Rang eines Bergassessors in Falkenstein sein künftiges Arbeitsgebiet betritt. Der 23-Jährige absolviert bereits an diesem Tag ein umfangreiches Besichtigungs- und Arbeitspensum, um über den Zustand Bergbaus und des Hüttenwesens im Amt Lauenstein zu berichten. Auf den Tag genau wurde am Freitagmittag in Falkenstein die Geo-Tour Alexander von Humboldt mit dem bayerischen Umweltminister Thorsten Glauber eröffnet.

18 Schautafeln sind in verschiedenen Ortschaften, wie in Bad Steben, Lichtenberg, Geroldsgrün, Tettau, Ludwigsstadt, Schauberg, angebracht, um die Erinnerungen von Humboldts Aufenthalt wachzuhalten. Es sind Orte, die ihre Wurzeln im Bergbau, Montanwesen oder der Porzellan- und Glasindustrie haben. Zu der Eröffnung kam eigens der prominente Naturforscher (alias Marcus Leclaire) zum Falkenstein. Er berichtete aus seinem Leben und seiner Studienzeit, die er unter anderem in Freiberg, Göttingen und Frankfurt/Oder absolvierte. Der Bergbau und die Botanik hätten ihn schon immer interessiert, meinte er. Zudem räumte er ein, sich für die Werte der französischen Revolution Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit zu begeistern.

Wie der Wunsiedler Landrat und Vorsitzende des Projekts, Karl Döhla, erläuterte, soll mit dieser Geo-Tour die Erinnerung an den Aufenthalt und das Wirken Humboldts in der Region wachgehalten werden. Weiterhin sollen die "Humboldt-Orte" und die beiden Geoparks Schieferland und Bayern-Böhmen miteinander vernetzt werden.

Döhla erinnerte, dass Humboldt mit seinen Büchern und vor allen mit seinen Kosmos-Vorlesungen die Menschen seiner Zeit gefesselt habe und die physische Geographie populär gemacht habe. Die Geographie und Geologie seien oftmals _Schätze im Verborgenen, so der Hofer Landrat und Vorsitzender des Geoparks Schieferland, Oliver Bär. Mit der Geo-Tour Alexander von Humboldt sollen diese Schätze nun freigelegt und der Bevölkerung zugänglich gemacht werden.

Minister Thorsten Glauber, der eine Stunde Verspätung hatte und sich daher kurzfasste, fragte: "Was wäre, wenn Alexander von Humboldt heute vor uns stehen würde? Würde er fragen, ob die Menschen mit dem Schatz ,Umwelt' bewusst umgehen?"

Der Ludwigsstädter Bürgermeister Timo Ehrhardt ging eingangs auf die Bedeutung des Falkensteins ein, der bis zum Zweiten Weltkrieg ein beliebtes Ausflugslokal war. Er bezeichnete es als Glücksfall, dass das Ehepaar Lenk vor rund 15 Jahren die Ruine erwarb und renovierte. Mittlerweile finden dort hochkarätige Konzerte statt. Erhhardt sprach bezüglich der Geo-Tour Alexander von Humboldt von einem Projekt mit überregionaler Bedeutung.

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