Kronach
Schulbeginn

Auch Lehrerin Karina Rüger ist aufgeregt

Karina Rüger aus Steinwiesen hat am Donnerstag einen besonderen Tag: Zum ersten Mal übernimmt die Lehrerin in Kronach die Leitung einer 1. Klasse.
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Karina Rüger. Foto: Vanessa Schneider
Karina Rüger. Foto: Vanessa Schneider
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Karina Rüger geht es ein bisschen so wie den Erstklässlern. Sie ist neu an der Schule und gespannt auf das, was kommen wird - genau wie die 27 Kinder der Klasse 1c, die sie heute mit großen Augen von den Schulbänken aus anblicken werden.

"Vermutlich werde ich noch ein Stück nervöser sein als sie", sagt die 26-Jährige und lächelt. Karina Rüger ist ein fröhlicher Mensch und wusste schon immer, dass sie genau das werden möchte: Lehrerin an einer Grundschule - und seit heute ist sie das auch.

Karina Rüger studierte in Bamberg Grundschullehramt mit den Schwerpunkten Sport und katholische Religion. Anschließend absolvierte sie ihr Referendariat in Marktrodach und Wallenfels. Jetzt hat sie alle Prüfungen bestanden, und die Universität liegt hinter ihr. Die junge Frau ist nun eine "richtige" Lehrerin.


Es war eine Überraschung

Die vergangenen Wochen waren für Karina Rüger schwierig. Sie wusste nicht, an welche Grundschule in Bayern sie kommen wird. Karina Rüger ist sehr heimatverbunden. Deshalb konnte sie ihr Glück kaum fassen, als sie erfuhr, dass sie künftig in Kronach unterrichten wird. "Es ist einfach perfekt", sagt Karina Rüger, die zusammen mit ihrem Freund in Steinwiesen wohnt.

Vor zwei Wochen bekam sie dann noch Bescheid, dass sie die Leitung einer ersten Klasse übernehmen wird. "Das ist viel Verantwortung", sagt Karina Rüger und, von der Aufregung abgesehen, freut sie sich, die Klasse zu leiten. Sie wird es schließlich sein, die den Kindern das Lesen, Schreiben und Rechnen beibringt. "Das ist ein schönes Gefühl, die Grundsteine zu legen." Die erste Lehrerin prägt die Kinder - das ist Karina Rüger bewusst. Sie wird den jungen Schülern auch Werte und Verhaltensregeln vermitteln.

Ihr Verhalten spielt dabei eine große Rolle. Wenn es sein muss, wird Karina Rüger streng sein. Sie möchte natürlich auch, dass die Kinder sie mögen und Spaß an der Schule haben. "Man muss den Mittelweg finden."
Der Umgang mit Kindern ist für Karina Rüger nichts Neues. Sie engagiert sich im Sportverein und trainierte Kinder aller Altersstufen. Damals merkte sie, dass sie unbedingt Lehrerin werden möchte.

Anfangs dachte Karina Rüger, dass es ein seltsames Gefühl sein könnte, plötzlich die Seiten zu wechseln: vom Schüler zum Lehrer. Es ist ihr aber nicht schwer gefallen, schließlich hat sie beim Sportverein viele Erfahrungen gesammelt, und ihre eigene Grundschulzeit ist auch schon fast 20 Jahre her. In die Rolle wachse man hinein.


Zur Abwechslung ein Lied

Auch wenn Karina Rüger die Verantwortung für die Klasse trägt, hat sie Unterstützung im Kollegium. Bei Fragen und Problemen helfen sich die Lehrer gegenseitig. Am Anfang hat die 26-Jährige sehr viel geplant, mittlerweile hat Karina Rüger schon Routine. In den ersten Klassen bestimmt sie, wann die Kinder zum Beispiel Mathe oder Deutsch haben. Wenn sie merkt, dass es an einem Tag besonders gut läuft, verlängert sie die Lernsequenz auch mal. Kommt etwas schlechter an, verkürzt sie sie, wendet sich einem anderen Fach zu, singt ein Lied oder macht ein Spiel.

"Ich freue mich sehr auf die Kinder. Sie geben einem viel zurück. Es wird toll sein, ihre Fortschritte zu beobachten", stellt sie fest. Karina Rüger ist wichtig, dass sie sich als Lehrerin nicht verstellt oder anders gibt als sie ist. "Die Kinder sind sensibel dafür, die merken das gleich."


Ein Wiesel namens Piri

Für den ersten Schultag hat sie sich ein Namen-Spiel überlegt. Außerdem lernen die Kinder eine gelbe Handpuppe kennen: Piri - das Wiesel. Das lustige Stofftier wird die Schüler durch das Jahr begleiten - genau wie Karina Rüger, die Lehrerin der Klasse 1c.
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