Johannisthal
Pausenbrot-Aktion

Auch Gesundes kann den Tag versüßen

An der Volksschule Johannisthal-Schmölz fand eine Gesundheits- und Ernährungswoche statt. Dabei lernten die Schüler, was für sie gesund ist und in welchen Nahrungsmitteln viel Zucker versteckt ist. Den Kindern machte das gesunde Essen richtig Spaß.
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Lukas Häfner, Fabian Höfner und Enja Wiesmann  (von links)  greifen bei der Pausenbrot-Aktion tüchtig zu. Mit im Bild ist (links) Rektorin Barbara Fößel. Foto: Heike Schülein
Lukas Häfner, Fabian Höfner und Enja Wiesmann (von links) greifen bei der Pausenbrot-Aktion tüchtig zu. Mit im Bild ist (links) Rektorin Barbara Fößel. Foto: Heike Schülein
"Hände waschen", ruft Rektorin Barbara Fößel. Schließlich steht in der nächsten Stunde echte "Handarbeit" an: Gurken und Tomaten aufladen, Brotgesichter kreieren und Brote schmieren.

Es ist 8.30 Uhr in der Volksschule Johannisthal-Schmölz. Einträchtig stehen auch Enja, Fabian und Lukas in einer langen Schlange, "bewaffnet" jeweils mit einem Teller. Gemurmel ist zu hören, hin und wieder auch lautes Lachen, vor allem aber immer wieder der eine Satz: "Hab ich einen Hunger!" Dass die Kinder einen solchen "Kohldampf" haben, ist allzu verständlich. Schließlich erwartet die Feinschmecker in ihrer etwas anderen Frühstückspause ein liebevoll angerichtetes Büfett "allerster Sahne": Käse und magere Wurst, jede Menge frisches Obst und Gemüse sowie verschiedene Arten von Vollkornbrot, dazu Mineralwasser und selbst gepresster Apfelsaft lassen einem schon beim Hinschauen das Wasser im Mund zusammenlaufen. Manch seltsame Konstellationen und mehrere Zentimeter hohe Türme aus Brot-, Wurst- und Gemüseschichten entstehen. Auch Fabian Höfner greift beherzt zu: Käse und Salami landen auf seinem Teller. "Mmh, das schmeckt lecker", ist sich der Neunjährige sicher, während er noch einen Apfel auflädt. Noch schnell ein Schwarzbrot mit leckerer Butter bestreichen. "Fertig ist meine erste Ladung", sagt er lachend.

Der Theisenorter ist nicht nur begeistert von seiner "Kreation", sondern von der gesamten vergangenen Schulwoche.
"Wir haben viel über gesunde Ernährung gelernt. Eigentlich weiß ja jeder, dass Frühstücken wichtig ist und dass man am Morgen Kraftreserven für den Tag aufbauen muss. Trotzdem gehen noch immer viele Kinder und Erwachsene ohne Frühstück aus dem Haus", wundert sich der Schüler.


"Fit und in Form"


Rektorin Barbara Fößel pflichtet ihm bei. "Einige Kinder bringen ein ausgewogenes Pausenbrot mit, manche aber auch ungesunde Snacks und Süßigkeiten, die sie dann in den Pausen essen", bedauert sie. Aus diesem Grund veranstalte ihre Schule in jedem Schuljahr eine Gesundheits- und Ernährungswoche. "Ernährung und Bewegung sind bei uns aber immer Dauerthemen. Deswegen lautet ja auch ,Fit und in Form‘ eines unserer Schulmottos. Wir leisten während des ganzen Jahres Aufklärung, um damit beispielsweise auch Diabetes oder Bewegungsmangel vorbeugen", betont die Rektorin.

Das Frühstück sei die Grundlage für jeden Tag und gebe Kraft dafür. Ohne Frühstück komme es häufig zu Konzentrationsstörungen und die Leistungsfähigkeit im Schulalltag vermindere sich. "Man merkt zum Beispiel auch, wenn die Jungen und Mädchen am Morgen nichts getrunken haben. Ausreichendes Trinken ist ebenso wichtig wie eine gesunde Ernährung", erklärt sie. Mit der Pausenbrot-Aktion wolle man ein erhöhtes Bewusstsein für die Notwendigkeit eines ausgewogenen Frühstücks schaffen. Leider verpufften solche Aktionen oft wieder nach wenigen Tagen.


Frühstück schafft eine gute Basis


Dass Frühstück eine gute Basis schafft, um in der Schule lern- und konzentrationsfähig zu sein, wissen auch Enja Wiesmann und Lukas Häfner, die beide aus Schmölz kommen und beide acht Jahre alt sind. "Die Woche hat ganz viel Spaß gemacht. Wir haben ein Gesundheitsquiz gemacht und Rückenübungen gelernt. Außerdem haben wir zusammen eine Gemüsesuppe gekocht", verrät die Drittklässlerin. "Ich habe sogar fünf Portionen von dieser Gemüsesuppe verdrückt, weil die so lecker war", schließt sich ihr Lukas an.

In der Woche habe man gelernt, warum Vitamine so wichtig für den Köper sind, was es für gesunde und weniger gesunde Lebensmittel gibt, wo am meisten Zucker oder Kalorien versteckt sind und welchen Energiebedarf man habe. "Das war sehr interessant", sagt der Schmölzer. Jetzt aber hat der Achtjährige keine Zeit mehr für weitere Auskünfte. Sein Teller ist leer und Nachschubholen ist angesagt. Gut, dass auf dem Büfett noch viele weitere gesunde Leckereien nur darauf warten, von ihm und den anderen kleinen Feinschmeckern "verputzt" zu werden.

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