Kronach
Gespräche

Anwohner des Freischießens sollen dauerhaft entlastet werden

Damit es das Freischießen in Kronach in dieser Form auch in vielen Jahren noch gibt, machen sich die Verantwortlichen derzeit intensiv Gedanken. Nun gibt es erste Ergebnisse. Doch damit soll noch nicht Schluss sein.
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Alle Beteiligten aus Politik und Schützengesellschaft Kronach setzen aktuell alles daran, um das Freischießen zukunftsfähig zu gestalten. Im Zuge dessen hat man sich verschiedenen Hausaufgaben gestellt, die nun größtenteils gelöst werden konnten.

Wie MdL Jürgen Baumgärtner auf Anfrage mitteilt, wolle man die Anwohner dauerhaft entlasten. Das hat nun dazu geführt, dass in der Alten Ludwigsstädter Straße ab 20 Uhr Parkverbot herrscht. Zudem wird am letzten Festtag ein Fahrverbot für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen ausgesprochen. Dies richtet sich in erster Linie gegen die Schausteller, die bislang immer noch in der Nacht zum Montag mit Abbauarbeiten begonnen haben. Die Einhaltung dieser Vorgaben sollen gezielt kontrolliert werden.

Nach Gesprächen mit der Bahn konnte laut Baumgärtner sichergestellt werden, dass die Fußgängerunterführung in der Nähe des Festplatzes bis Freischießenbeginn wieder begehbar ist. Dennoch wird es auf der B 85 zu Verkehrsbehinderungen kommen. "Da war leider nichts machbar", betont Baumgärtner nach Gesprächen mit der Bahn. Weil diese dort weitere Arbeiten durchführt, wird es während des Freischießens aller Wahrscheinlichkeit nach zu einer Einbahnstraßenregelung kommen. Angedacht ist derzeit, den aus Süden kommenden Verkehr über Friesen umzuleiten.

Zu den Hausaufgaben zählt auch die Bereitstellung zusätzlicher Behindertenparkplätze. Wie Schützenmeister Jörg Schnitzler erklärt, habe man dafür im nördlichen Bereich des Schützenplatzes neue Stellplätze geschaffen. "Wir haben die Anzahl mehr als verdoppelt" , freut sich Schnitzler, der von fast 20 Behindertenparkplätzen mit direktem Zugang zum Festplatz spricht.

Der Schützenmeister ist dankbar, dass sich die Politik intensiv fürs Freischießen einsetzt. Auch selbst sei man bemüht, die Belastung für die Anwohner so gering wie möglich zu halten. Deshalb habe man die Betriebszeiten reduziert. Unter der Woche sei bis 0 Uhr Betrieb. Um 0.30 Uhr soll der Festplatz im Idealfall geräumt sein. Ausschankstopp ist um 23.45 Uhr. Letztes Essen wird es um 0.15 Uhr geben. An den vier verlängerten Festbetriebstagen an den Frei- und Samstagen verschieben sich die Zeiten um jeweils eine Stunde nach hinten.

Schnitzler zeigte sich auch gegenüber des Anwohners dankbar, der gegen das Freischießen geklagt hat. Die Klage sei zwar noch nicht endgültig vom Tisch. Nach Klärung letzter Formulierungsdetails durch die Anwälte sollte das Thema aber beendet sein. Verschärfen wird sich heuer nicht zuletzt durch die Baustelle am Landratsamt die Parkplatzsituation. Hier konnte laut Baumgärtner zumindest erreicht werden, dass die Bahn den Parkplatz unter der Nordbrücke sowie am ehemaligen Stellwerk freiräumen wird. Die Stadt setzt zusätzlich Busse zu den größeren Parkplätzen im Stadtgebiet ein. Baumgärtner sieht in den Ergebnissen ebenso einen Erfolg wie Landrat Klaus Löffler. "Wir sind auf einem richtigen Weg. Im nächsten Jahr muss es aber noch weiter gehen", so der Landrat. Dann will man sich schwerpunktmäßig auch um die Belange der Bewohner am Seelacher Berg kümmern.

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