Steinwiesen
Politik

Alte Steinwiesener Turnhalle soll umgebaut werden

Der Gemeinderat Steinwiesen setzte sich mit einer Machbarkeitsstudie auseinander. Die Sanierung der Halle soll drei Millionen Euro kosten.
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Die alte Turnhalle in Steinwiesen soll in eine Kulturhalle umgebaut werden. Foto: Susanne Deuerling
Die alte Turnhalle in Steinwiesen soll in eine Kulturhalle umgebaut werden. Foto: Susanne Deuerling

Miriam Lebok vom Architektenbüro Lauer und Lebok stellte die Machbarkeitsstudie für den Umbau der Turn- zur Kulturhalle vor. Die größte Anforderung ist dabei der Brandschutz.

Favorisiert wird ein Umbau mit einem großen Foyer. Dort würden neue Sanitäranlagen, eine Garderobe, Lagerräume usw. Miriam Lebok erklärte, dass dadurch der Schulbetrieb nicht beeinträchtigt werde. An Kosten stehen drei Millionen Euro im Raum - bei derzeit 60 Prozent Zuschuss. Wie Lebok informierte, würde ein Neubau an anderer Stelle, ohne Grundstück und Außenanlagen, mit 4,2 Millionen Euro zu Buche schlagen.

Auf Belüftung achten

Bruno Beierlorzer (CSU) bat darum, die bisherige Küche nicht außer Acht zu lassen. "Vor allen Dingen muss im neuen Toilettentrakt auf eine gute Belüftung, am besten durch Fenster, geachtet werden", bekräftigte er zudem. Auf Kostensteigerung en angesprochen, stellte Miriam Lebok 2,5 bis drei Prozent jährlich in den Raum. Das Gremium befürwortete einstimmig diese Variante. Demnach soll diese Grundlage für die weiteren Verhandlungen sein.

Polizeihauptkommissar Gerhard Anders ging auf die Sicherheitswacht im Landkreis Kronach ein. Bereits neun der 18 Kommunen sind der Sicherheitswacht beigetreten. So auch Steinwiesen. Gerade im Bereich Alkohol, Sachbeschädigung oder auch verschmutzte Treffpunkte habe sich gezeigt, dass sich mit guten Worten nicht viel erreichen lasse. Durch den Einsatz der ehrenamtlichen Sicherheitsleute soll das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung wieder erhöht und die Straßenkriminalität reduziert werden. Leider stünden im Landkreis zurzeit nur fünf Personen zur Verfügung, die sich die Kreisstadt und die acht anderen Kommunen aufteilen müssen. Gerhard Anders ging deshalb darauf ein, dass sich jeder zwischen 18 und 62 Jahren bewerben kann, der laut dem Grundgesetz Deutscher ist. Die Vergütung erfolgt nach der Ehrenamtspauschale mit acht Euro pro Stunde. Die Sicherheitswacht ist der Polizei unterstellt, die auch die Dienst- und Einsatzplanung vornimmt. Die Ausbildung umfasst vier Unterrichtseinheiten zu je 45 Minuten. Die Sicherheitswacht ist in Uniform und in Zweierteams unterwegs, um vor allem an den bekannten Schwerpunkten nach dem Rechten zu schauen.

Brennpunkte

Michael Schmittdorsch (CSU) und Brigitte Geiger (SPD) begrüßten die Vorgehensweise mit der Sicherheitswacht. Richard Rauh (SPD) sah das Ganze kritischer. Für ihn wäre es sinnvoll, mehr Polizei einzusetzen. Er fragte nach, welche Befugnisse die Sicherheitswacht habe. Anders erklärte, dass allein die Uniform schon viel bewirke.Bürgermeister Gerhard Wunder (CSU) schloss die Diskussion mit den Worten, dass man auch in Steinwiesen Brennpunkte habe und sich Ehrenamtliche finden sollten, die für ihre Gemeinde etwas zu tun bereit sind. "Die Leute können sich ja gerne treffen, aber den Ort auch anständig wieder verlassen", sagte Wunder.

Bauanträge und verschiedene Initiativen

Landschaftspflege Für den Raum Steinwiesen fallen 2019 für die Maßnahmen im Landschaftspflegeverband Kosten in Höhe von 6720 Euro an. Für den Markt Steinwiesen bedeutet dies einen Eigenanteil plus Verwaltungskostenpauschale von 1250 Euro. Das Gremium segnete dies einstimmig ab.

Förderprogramm Bürgermeister Wunder wies darauf hin, dass in 2018/19 im Rahmen des kommunalen Förderprogramms bereits sechs Projekte mit 35 000 Euro gefördert werden konnten. Der Eigenanteil der Gemeinde betrug 13 900 Euro Er dankte in diesem Zuge Frank Jakob und der Stadt Wallenfels für die Abwicklung.

Feuerwehr Einstimmig bestätigt wurden die zwei neu gewählten Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Neufang, Dirk Göppner und sein Stellvertreter Nico Reißig.

Schulverband Einstimmig beschloss der Gemeinderat, den Schulverband Oberes Rodachtal zum Schuljahr 2020/21 aufzulösen. Die Sprengelbildung ist neu zu regeln.

Initiative Bürgermeister Wunder und der Gemeinderat sprachen sich dafür aus, die Initiative "1000 Schulen für unsere Welt - Bildung heißt Zukunft. Weltweit" der kommunalen Spitzenverbände zu unterstützen. Hier soll Kindern in Asien, Afrika oder Südamerika eine bessere Zukunft ermöglicht werden. Mit gutem Beispiel gingen die Marktgemeinderäte voran und spendeten ihr Sitzungsgeld.

Friedhof Die Friedhofsatzung wird überarbeitet und vor allem die Abdeckung der Gräber geändert. Bisher musste 50 Prozent von Abdeckplatten frei bleiben.

Eintritt Robert Unglaub (SPD) regte an, nach dem Vorbild Ludwigsstadts den Jugendlichen der Feuerwehr und des Jugendrotkreuzes sowie der DLRG freien Eintritt ins Schwimmbad zu ermöglichen. Der Bürgermeister will das prüfen lassen.

Bauanträge Bereits weitergeleitet wurden folgende Bauanträge:

Mario Renk (Steinwiesen, Errichtung einer KFZ-Werkstatt); Markt Steinwiesen (Neubau eines Kleingerätehauses an das Feuerwehrhaus in Neufang); Firma Kober (Steinwiesen, Umbau Gerberhaus zum Seniorenwohnen und Quartierstreff). Einstimmig genehmigt wurde der Antrag von Sebastian Kotschenreuther (Neufang) auf Abbruch und Neuerrichtung des Dachgeschosses im Wohnhausanbau.

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