Seit 2012 lockt das Afrikafest Besucher aus dem In- und Umkreis auf das Festivalgelände des "Struwwelpeters". Das Fest ist Begegnungsort für Menschen aller Nationen - ein idealer Ort, um Kontakte zu knüpfen oder alte Freundschaften zu pflegen. Gleich an zwei Tagen haben Besucher die Gelegenheit, afrikanische Musik zu hören, zu tanzen, sich vom großen Basar verzaubern zu lassen, Essen aus anderen Kulturen zu genießen oder einfach zu entspannen.

Krönender Höhepunkt sind erneut die Musikdarbietungen. Ein Highlight ist die Band "Joe Rain" aus Konstanz. Gespannt ist man auch auf die Bühnenshow von "Afrobatic Entertainment", deren Mitglieder sowohl mit Tänzen und Rhythmen aus Afrika als auch mit Akrobatik für Unterhaltung sorgen. Neben den internationalen Musik- und Tanzgruppen erfolgen Auftritte der "Herald Voices" aus Bamberg sowie des Musikers "Hamza Hasan" aus Bad Staffelstein.

Auch das weitere Rahmenprogramm kann sich sehen lassen. Überall auf dem Gelände erwartet die Besucher Musik, beeindruckende Tanzdarbietungen, Workshops und vieles mehr.
Die Tanz- und Trommelworkshops für Besucher laden dazu ein, in die Rhythmen des afrikanischen Kontinents einzutauchen. Neu ist das "Zelt der Kulturen", in dem Menschen verschiedener Kulturen ehrenamtlich über zwei Tage verschiedene Programmpunkte gestalten werden - beispielsweise
einen Tanzworkshop für Kinder bis zu zehn Jahren sowie Vorträge aus der Entwicklungshilfe, eine Diaschau mit Lars Hofmann, Gedichte aus Eritrea und Süßigkeiten nach afghanischem Rezept.
Auf dem großen Afrika-Basar wird ein reichhaltiges Angebot landestypischer Produkte ebenso feilgeboten wie kulinarische Spezialitäten. Für die Unterhaltung der jüngsten Besucher hat sich das "Struwwel"-Team einiges einfallen lassen - so beispielsweise das Basteln von Afrika-Masken. Bei einer großen Tombola können schöne Preise gewonnen werden. Am Sonntag findet um 11 Uhr wieder ein ökumenischer Gottesdienst statt.

Aus kleinen Anfängen heraus, hat sich das vom "Struwwelpeter" veranstaltete Afrikafest zum Riesen-Event entwickelt mit nunmehr alljährlich über 2000 Besuchern. Organisiert wird das Fest von Mitarbeitern des "Struwwels", der Migrationsberatung des Diakonischen Werkes sowie zahlreichen Ehrenamtlichen. "In diesem Zeiten möchte man uns glauben machen, es gäbe ein ,wir' gegen ,die'. Man möchte Angst schüren vor dem Fremden, statt Begegnung zu schaffen und Neugier auf das Unbekannte zu erzeugen", prangert "Struwwelpeter"- Leiter Samuel Rauch an. Der "Struwwelpeter" stehe für das Gegenteil dieses Ansatzes. "Wo Menschen sich begegnen, verlieren sie Vorurteile und Ängste. Wo man einander respektiert, zusammen Spaß hat und etwas zusammen auf die Beine stellt, gibt es keine Grenzen in den Köpfen mehr", zeigt er sich sicher.


Besonderer Stellenwert

So sieht es auch Landrat Klaus Löffler. Das Afrikafest bekomme seinen besonderen Stellenwert vor allem dadurch, dass es auch gesellschaftsrelevante Anliegen verfolge, die uns allen am Herzen lägen. "Das Projekt soll das friedvolle und von gegenseitiger Achtung getragene Zusammenleben der Einheimischen und der hier lebenden Flüchtlinge beflügeln. Es soll zum Abbau von Vorurteilen und zur Abwehr menschenverachtender Phänomene beitragen sowie ein gewaltfreies und demokratische Miteinander in unserer Gesellschaft fördern", appelliert er.

Das Afrikafestival wird am Samstag um 12 Uhr eröffnet. Geöffnet hat das Gelände am Samstag von 12 bis 22 Uhr und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist an beiden Tagen frei, auch beim großen Konzert am Samstagabend. .

Programm:
Samstag: in der Struwwel-Scheune, 12 Uhr: offizielle Eröffnung, 13 Uhr: Trommelworkshop für alle mit Adam Michnik, 15 Uhr: Auftritt Tanz- und Akrobatikworkshops, 16 Uhr: Auftritt Hamza Hasan, 19 Uhr: Auftritt "Afrobatic Entertainment", circa 20 Uhr: Abendkonzert mit Joe Rain; auf dem Festival: ab 12 Uhr: Äthiopische Kaffee-Zeremonie (für alle Besucher, mit ostafrikanischem Kaffee), im "Zelt der Kulturen": 14 Uhr: Tanzworkshop für Kinder bis 12 Jahre, 17 Uhr: Gedichte aus Eritrea, 18 Uhr: Diavortrag Äthiopien von Lars Hofmann, durchgehend: Ausstellungen

Sonntag: in der Struwwel-Scheune, 11 Uhr - 12 Uhr: Gottesdienst, 12 Uhr: Auftritt Tanz- und Akrobatikworkshops, 13 Uhr: Auftritt "Herald Voices", 15 Uhr: Aufritt "Afrobatic Entertainment", 16 Uhr: Trommelworkshop für alle mit Adam Michnik, 17 Uhr: Auftritt Hamza Hasan, circa 18 Uhr: Ende des Festes; auf dem Festival: ab 12 Uhr: Äthiopische Kaffee-Zeremonie, im "Zelt der Kulturen": 13 Uhr: Gedichte aus Eritrea, 14 Uhr: Tanzworkshop für Kinder bis 12 Jahre, 16 Uhr: Evi und Günther Scheler, Hilfsprojekte Benin, 17 Uhr: Aufführung Tanzworkshop, durchgehend: Instrumentenbau-Workshop.