Schneckenlohe
Etat

Wohin mit den Schülern aus Schneckenlohe?

Im Mittelpunkt der Gemeinderatssitzung: Haushalt und Kündigung des Vertrags für die Nutzung der Grundschule in Schneckenlohe durch Weidhausen zum Schuljahr 2015/16.
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Noch keine Verwendung hat der Gemeinderat Schneckenlohe für das ab dem Schuljahr 2015/16 leerstehende Schulgebäude.  Foto: Herbert Fischer
Noch keine Verwendung hat der Gemeinderat Schneckenlohe für das ab dem Schuljahr 2015/16 leerstehende Schulgebäude. Foto: Herbert Fischer
Bürgermeister Knut Morgenroth (SPD) sagte bei der Sitzung: "Hier wurde uns von der Gemeinde Weidhausen im wahrsten Sinne des Wortes ein Genickschuss verpasst." Was mit dem leerstehenden Gebäude geschieht, das 2001 mit staatlichen Zuschüssen renoviert wurde, konnte keiner beantworten.

Die Förderung, so der Bürgermeister, binde die Gemeinde, das Gebäude für 25 Jahre nur für schulische oder kommunale Zwecke zu nutzen. Andernfalls müssten 180.000 Euro zurückgezahlt werden. Der Gemeinderat forderte, man solle bei der Regierung anfragen, ob diese auf eine Rückzahlung verzichte.

Diskutiert wurde über die weitere Unterrichtung der Grundschulkinder aus Schneckenlohe und Mödlitz ab dem Schuljahr 2015. Bürgermeister Morgenroth schlug vor, dass die Kinder, die jetzt im Schulverband Weidhausen sind, bis zur 4. Klasse bleiben sollten. Die Neueinschulungen sollten in der Grundschule Mitwitz erfolgen, in der bereits die Kinder aus dem Gemeindeteil Beikheim unterrichtet werden.

Einer Beantragung der Änderung des Schulsprengels bei der Regierung Oberfranken wurde einstimmig beschlossen. Offen bleib die Frage, ob die jetzt dem Schulverband Weidhausen angehörigen Kinder, in Weidhausen bleiben, oder nach Mitwitz wechseln.

Verabschiedung Haushalt

Der Haushaltsplan wurde von Clemens Wicklein, Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft, vorgetragen und einstimmig verabschiedet. Er beläuft sich im Verwaltungshaushalt auf insgesamt 1.328.200 Euro und im Vermögenshaushalt auf 221.600 Euro. Die Ausgaben für die drei freiwilligen Feuerwehren liegen 5000 Euro über dem Vorjahr.

Im schulischen Bereich seien 2014 deutliche Veränderungen entstanden. Insgesamt stellt der Haushalt 138.800 Euro als Zuweisungen bereit. Die Gemeinde Weidhausen erhält davon 58.800 Euro. Für die Schulverbände Sonnefeld und Mitwitz sowie für Gastschulbeiträge sind 80.000 Euro vorgesehen.

Für die Kinderbetreuung ist durch die gesetzlichen Vorgaben eine Betriebskostenförderung in Höhe von 208.000 Euro (September 2013 bis Dezember 2014) an die Einrichtungen zu leisten. Die Gemeinde erhält einen Zuschuss von 115 937 Euro.

Für den Unterhalt der gemeindlichen Straßen und Wege sieht der Haushalt 2014 einen erhöhten Ansatz von 40.000 Euro vor.

Die Betriebskostenumlage für die Abwasserbeseitigung, die an die Gemeinde Redwitz zu zahlen ist, beträgt 37000 Euro. Für den Unterhalt der Wirtschaftswege, die Zuschüsse an die Jagdgenossenschaften Mödlitz und Beikheim sind 1250 Euro eingeplant.

Ein- und Ausgaben der Gemeinde

Momentan wird mit einem Gewerbesteuer-Aufkommen in Höhe von 200.000 Euro gerechnet, von denen 46.000 Euro an Gewerbesteuerumlage abgeführt werden müssen. Die geringe Steuerkraft führe dazu, dass die Gemeinde staatliche Schlüsselzuweisungen bekomme. Für 2014 beträgt der Ansatz 357.250 Euro (Vorjahr 383.300 Euro) und ist damit der größte Einnahmeposten im Haushalt.

Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer ist mit 323.750 Euro geplant. Die größte Einzel-Belastung sei die Kreisumlage (348.950 Euro). Die Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft Mitwitz betrage 150.700 Euro. Die Zuführung an den Vermögenshaushalt beläuft sich auf 54.400 Euro. 122.000 Euro sieht der Vermögenshaushalt 2014 der Gemeinde Schneckenlohe für Investitionen vor.

Für den Bereich der Entwässerungsanlage werden für Sanierungen in der Pumpstation Beikheim und dem Rückhaltebecken Mödlitz insgesamt 12.000 Euro veranschlagt. Der Austausch von drei Schiebekreuzen und Sanierungen in der Drucksteigerungsanlage sind 22 000 Euro vorgesehen. Zum 31. Dezember 2013 liegt die pro Kopf Verschuldung bei 760, 63 Euro. In diesem Jahr betrage der Schuldendienst rund 100.000 Euro. Wie bereits in den Vorjahren kann 2014 der Haushalt ohne Kreditaufnahme ausgeglichen werden.

Für den Breitbandausbau erhält die Gemeinde einen Förderhöchstbetrag von 610.000 Euro. Öffnungszeiten für die Bürgersprechstunden im August: Montag und Donnerstag, 17 Uhr bis 18.30 Uhr.

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