Steinwiesen
Bürgerversammlungen

Wie geht's mit dem Wasser weiter?

Bürgermeister Gerhard Wunder informierte in Nurn, Neufang und Birnbaum über die Gemeindeentwicklung und musste zu zahlreichen Fragen Stellung nehmen.
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Eines unter vielen Themen war die Zukunft der Wasserversorgung. Foto: Symbolbild, dpa
Eines unter vielen Themen war die Zukunft der Wasserversorgung. Foto: Symbolbild, dpa
Die Bürgerversammlungen in den Ortsteilen des Marktes Steinwiesen fanden rege Anteilnahme.


Nurn

Informationen von Bürgermeister Gerhard Wunder (CSU): "Im Flurbereinigungsverfahren in Nurn ist die Besitzeinweisung in die neuen Grundstücke vollzogen. Die Restbaumaßnahmen wurden 2015 abgeschlossen. Das Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken sowie der neue örtliche Beauftragte Karlheinz Deuerling können nähere Auskünfte erteilen. Abwasser: Die Einleitung von Mischwasser aus den drei Entlastungseinrichtungen der Abwasseranlage Steinwiesen-Nurn muss die aktuellen wasserrechtlichen Vorgaben erfüllen. Die Regenüberlaufbecken und die Überläufe genügen nicht dem heutigen Standard der Technik. Die Aufträge für Baumaßnahmen wurden zum Teil erteilt. Die Finanzierung wird über die Kanalgebühren erfolgen.
Nachdem im Rahmen des Ausbaues der Ortsdurchfahrt Teile der Leitungen mit einem Kostenvolumen von etwa 800 000 Euro erneuert werden mussten, wurde die Gebühr neu kalkuliert. Die Abwassergebühren steigen zum 1. Januar 2016 von 1,85 auf 2,15 Euro pro Kubikmeter."
Im Auftrag von Hans Kurt Mertens fragte Arthur Bosle nach, was aus dem versprochenen Urnenfeld im Nurner Friedhof geworden sei, das bis 2015 errichtet werden sollte. Wunder erwiderte, dass er diesbezüglich mit dem Sachbearbeiter Roland Zwosta Rücksprache halten werde. Rainer Hader wollte wissen, ob das Konzept des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) bereits in Planung ist bzw. Fortschritte macht. Bürgermeister Wunder erklärte, dass das erstellte Mobilitätskonzept bereits Form annimmt. Gemeinderat Richard Rauh fügte hinzu, dass es sich hierbei regelrecht nur um ein Zusatzprojekt des ÖPNV handele und nichts mit dem Schülerverkehr zu tun habe.
Bernhard Wachter fragte an, ob man nicht die kleine Brücke Richtung Nurn, auf Höhe des "Säugrabens" ins Konzept der Sanierungsmaßnahme der Nurnbachsbrücke mit aufnehmen könne, da diese schon ziemlich kaputt und heruntergekommen wirkt. Bürgermeister Wunder gibt an, dass man dies prüfen werde. Dessen ungeachtet stehe nach wie vor die Sanierung der Nurnbachsbrücke bei der Teichmühle an erster Stelle.


Neufang

Bürgermeister Gerhard Wunder gibt einen umfangreichen Bericht über das aktuelle Geschehen und die Zukunftsaufgaben in der Großgemeinde Steinwiesen sowie auch über speziell den Gemeindeteil Neufang betreffende Angelegenheiten. Hierbei informiert er ausführlich über den Stand und die Entwicklungen zum Thema "Wasserversorgung Frankenwaldgruppe - Finanzierung der anstehenden Investitionen". Der Verbandsvorsitzende MdL Jürgen Baumgärtner hatte alle Mitgliedsgemeinden sowie auch deren Gemeinde- und Stadträte zu einer Info-Versammlung eingeladen.
Wasserversorgung: Ewald Bätz trägt vor, dass man eventuell erst nur die größeren und wichtigeren Sanierungsarbeiten durchführen sollte. Bürgermeister Wunder erläutert hierzu, dass Schritt für Schritt die Schwierigkeiten aus dem Weg geräumt werden müssten. Es müsse versucht werden, die Frankenwaldgruppe so zu organisieren, dass die Belastungen für alle Beteiligten vertretbar seien.
Michael Angles erkündigte sich nach der Situation bezüglich des Abrisses Alte Schule in Neufang. Der Bürgermeister teilte mit, dass in der Etatberatung 2016 eine Festlegung der Vorgehensweise getroffen werden soll, zumal nun auch die Mieter ausgezogen seien. Ein Teil des Grundstücks gehe an die Kirche, die weitere Beplanung, eventuell mit Bauplätzen, wobei der Löschwasserbehälter der Feuerwehr berücksichtigt werden müsse, liege in der Entscheidung des Marktgemeinderates. Hauptproblem sei hier die Finanzierung. Fest steht, dass wegen des schlechten Zustands des Gebäudes eine Flüchtlingsunterkunft nicht in Frage komme.
Thomas Föhrweiser fragte nach, wann die Zufahrt zum Feststadel ausgebaut wird, zumal die Vermessung bereits durchgeführt wurde. Außerdem kritisierte er, dass nur in den zwei Gemeindeteilen mit "N" immer "Eigenleistungen" vorausgesetzt und auch entsprechend durchgeführt würden. Anderweitig werde vieles über die Gemeinde abgewickelt und erledigt. Wunder sagte, dass laut Eugen Bätz die Vereinsgemeinschaft die Arbeiten an der Zufahrt in Eigenleistung vornehme und bedankte sich bei den Anliegern Marko Kotschenreuther und Jens Müller für das Entgegenkommen bei den Grundstücksverhandlungen. Zum Vorwurf wegen der Eigenleistungen entgegnete er, dass dies nicht grundsätzlich der Fall sei.
Auf die wilden Müllablagerungen zwischen Neufang und Steinwiesen wies Werner Beetz hin. Der Bürgermeister antwortete, dass eine Anzeige möglich sei und die Sache aufgegriffen werde. Eine Aufklärung sei jedoch stets schwierig. Gemeinderat Günter Partheymüller schlug vor, eine Durchsuchung der Ablagerungen vorzunehmen, um vielleicht einen Hinweis auf den Verursacher zu finden.
Rudi Kotschenreuther fragt an, ob nicht ein gemeinsames Firmenschild am Ortseingang aufgestellt werden könnte, um so zu vermeiden, dass Zulieferer zu den Firmen Kotschenreuther sich immer wieder einmal verfahren. Wunder meinte, dass ihm dies bekannt sei. Eventuell sollten sich erst einmal die Firmen Kotschenreuther mit diesem Vorschlag befassen.
Die Attraktivität des Freibades in Steinwiesen mit geringen Mittel wieder zu steigern, regte Jürgen Förtschbeck an. Dann könnten auch die Familien wieder zu einem Besuch motiviert werden. Der Bürgermeister sagte die Erledigung zu. Er wies auch darauf hin, dass noch immer ein Pächter für die Saftbar gesucht werde.
 


Birnbaum



Bürgermeister Gerhard Wunder gab verschiedene Infos zur Dorferneuerung Birnbaum: "Der Ringweg Birnbaum wurde fertiggestellt und somit der Grundstein für die Gestaltung der Langen Seite gelegt. Kosten laut Vereinbarung 396 133 Euro, Eigenmittel des Marktes Steinwiesen 96 030 Euro. Beim Ausbau der Langen Seite mit Kirchenvorplatz haben die Arbeiten begonnen. Aufgrund der Ausschreibung im August 2015 waren Kostensteigerungen zu verkraften. Kosten laut Vereinbarung 744 050 Euro, hier wäre der Eigenanteil des Marktes Steinwiesen 291 812 Euro. Neu mit Kostensteigerung belaufen sich die Kosten auf 955 650 Euro, Eigenanteil 376 050 Euro."

Bauarbeiten Siegfried Pfadenhauer fragte bezüglich der langen Seite nach, wie lange diese noch andauern und bzw. ob hier dann auch der Winterdienst durchgeführt werde, da er vom Milchauto angefahren wird und dieses in seinen Hof fahren müsse. Bürgermeister Wunder erklärt hierzu, dass man dies bei der nächsten Baubesprechung mit anspreche, und der Winterdienst auf jeden Fall auch auf der langen Seite durchgeführt werden soll. Heinz Kolb gab in seiner Ausführung einen kurzen Überblick über die Bauarbeiten und lobte die Baufirma. Der Bauleiter habe gesagt, dass die Firma bis 17. Dezember arbeiten werde, und auch Frost hier kein Problem sei. Die Baustelle werde mit Frostschutz ausgekoffert und dann beendet, da ansonsten der Winterdienst nicht funktionieren würde. Heinz Kolb appellierte an die Gemeinde bzw. den Gemeinderat, Zuschüsse für weitere Baumaßnahmen und die weitere Planung zu beschaffen. Der Bürgermeister Wunder erklärte, dass auch für die Dorferneuerung Birnbaum alles Mögliche veranlasst werde und man versuche, alle möglichen Zuschüsse zu bekommen. Günter Partheymüller erklärt, dass der Winterdienst über den neuen Ringweg keinen Sinn mache, da dieser sofort wieder zugeweht werde, im Winter müsse das Dorf befahrbar sein. Wunder sagte, man werde sich darum kümmern. Robert Deuerling bemängelte einen Oberflächenkanal, bei dem das Rost bereits durchgebrochen sei und Schächte des Schmutzwasserkanals, bei denen die Schachtringe klappern. Der Bürgermeister kündigte eine Mälgelbehebung Mängel an.

Ortsbeleuchtung Robert Deuerling berichtete, dass nahe seinem Anwesen die Ortsbeleuchtung schon seit längerem abgeklemmt worden sei. Wunder erklärte, dass hier eine Störung gemeldet wurde, und die Bayernwerk AG bereits den Auftrag für die neue LED-Beleuchtung vorliegen habe. Leider wurden diese Beleuchtungen schon abgeschaltet, als noch keine neue LED-Lampen vorhanden seien.
Siegfried Kolb machte noch auf weitere Ortsbeleuchtungen, die ebenfalls nicht funktionieren, aufmerksam, wie z. B. beim alten Konsum. Laut Wunder sind die Aufträge bereits vergeben; notfalls werde eine provisorische Ortsbeleuchtung aufgestellt.

Parken auf Gehwegen Manfred Kolb entnahm dem letzten Mitteilungsblatt, das man auf den Gehwegen in Steinwiesen nach der StVO nicht parken darf, hierzu möchte er wissen, ob dies nur in Steinwiesen gelte. Hierzu erklärte Bürgermeister Wunder, dass das Parkverbot überall gelte.
Karola Grebner möchte wissen, ob man dann in Birnbaum auch nicht mehr auf der Straße bzw. Gehwegen parken dürfe. Wunder meinte, dass man in Birnbaum - außer entlang der KC 21 beim Ortseingang von Neufang kommend - keine Gehwege ausweisen werde und es sich entlang der Straße vor ihrem Anwesen um eine Randbefestigung und nicht um einen Gehweg handle. Daraufhin stellte Grebner die Frage, warum sie vor ihrem Anwesen im Winter eine Gehbahn freihalten müsse, wenn sie doch keinen Gehweg habe? Der Bürgermeister erklärte, dass innerhalb geschlossener Ortslage für den Fußgängerverkehr die Gehwege bzw. Gehbahnen am Rand öffentlicher Straßen (beim Fehlen von Gehwegen) in der für den Fußgängerverkehr notwendigen Breite zu räumen und zu streuen seien, auch wenn kein offizieller Gehweg vorhanden sei. sd



 
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