Kronach
Schulbeginn

Was erwarten Kronacher Kinder von ihren neuen Schulen?

Gymnasium, Realschule, Grundschule - wir haben zum Auftakt des Schuljahres mit drei Kindern gesprochen, was sie sich von ihrer neuen Schule erwarten.
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Keine Angst vor der neuen Schule: Der zehnjährige Alexander Ivascenko freut sich schon auf den Start am Frankenwald-Gymnasium (im Hintergrund) am heutigen Dienstag. Foto: Marco Meißner
Keine Angst vor der neuen Schule: Der zehnjährige Alexander Ivascenko freut sich schon auf den Start am Frankenwald-Gymnasium (im Hintergrund) am heutigen Dienstag. Foto: Marco Meißner
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Der zehnjährige Alexander Ivascenko sitzt lässig im Innenhof des Kronacher Schulzentrums. Ab heute wird sich das vermutlich ändern. Er weiß, dass der Schulalltag am Frankenwald-Gymnasium (FWG) bestimmt stressiger wird, als bisher an der Lucas-Cranach-Grundschule. Dennoch ist der Junge gespannt auf die neue Erfahrung. "Ich habe mir das gut überlegt und freue mich schon", sagt er vor dem großen Schritt.

Er findet es schade, dass er künftig einige seiner bisherigen Kameraden in der Schule gar nicht mehr oder bloß noch auf dem Pausenhof treffen wird, da sie auf andere Schulen gehen. Aber er sieht das ganz pragmatisch: "Ich kann ja nach der Schule was mit ihnen ausmachen. Und vielleicht finde ich neue Freunde." Außerdem wechselt ein immer noch großer Teil seiner Kumpel mit ihm ans FWG. Fest vorgenommen hat sich der neue Fünftklässler, sich neben seinen Freund Dominic zu setzen, der auch aus seiner alten Klasse mit ans FWG geht.

Vermissen wird der Zehnjährige nicht nur Schüler, sondern auch seine bisherigen Lehrerinnen, besonders Susanne Raab, seine Klassenlehrerin aus dem vergangenen Schuljahr. Nun wird er zum ersten Mal einen Mann als Lehrer bekommen. "Mir ist nur wichtig, dass er nett ist", meint Alexander. "Er soll aber auch was sagen, wenn einer bloß Quatsch macht."

Alexander selbst ist froh, den Sprung ans Gymnasium geschafft zu haben. Jetzt muss er nicht mal mehr mit dem Bus fahren, liegt das Schulzentrum doch vor seiner Haustür. Der Hauptgrund für den Wechsel ans FWG war das natürlich nicht. "Ich wollte schon immer ans Gymnasium. Und ich finde es auch toll, dass sich mein Papa so darüber gefreut hat", erklärt er. Dabei ist ihm klar, dass er jetzt am Ball bleiben muss. Schließlich warten viele Fächer auf ihn. "Ich freue mich besonders auf Englisch. Das will ich gut können. Etwas Schiss habe ich aber schon, weil es heißt, dass Englisch am Gymnasium schwer ist." Doch die Fremdsprache ist nicht der einzige Unterricht, auf den er hinfiebert. Auch Sport steht bei ihm hoch im Kurs.


Wechsel an die Realschule

Für die Rothenkirchenerin Hannah Madewitz beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Ab heute besucht die Zehnjährige die Maximilian-von-Welsch-Schule in Kronach. "Ich will dahin, weil mein Vater schon diese Schule besucht hat", begründet sie den Übertritt von der Grundschule Pressig an die Realschule. Ihr jüngerer Bruder Jakob ergänzt, dass er das gleiche Ziel habe.

Für Hannah bedeutet der Wechsel an die Realschule, am Morgen etwa 45 Minuten eher aufzustehen. Der Schulweg nach Kronach ist länger als nach Pressig, aber das sieht das Mädchen gelassen. Von Rothenkirchen aus wird sie mit dem Bus direkt den Kronacher Bahnhof ansteuern, von dort geht es weiter mit dem Stadtbus oder zu Fuß. Der Rückweg erfolgt mit der Bahn oder dem Bus.

Ihrem ersten Schultag sieht Hannah mit Gelassenheit entgegen. Sie ist überzeugt, dass sie neue Freundinnen finden und nette Lehrerinnen haben wird. "Es wird spannend werden", ist sie sicher. Sie will viel lernen und später eine gute Ausbildung absolvieren. Ihr ist auch bewusst, dass sie sich mit neuen Schulfächern, wie Biologie, auseinandersetzen muss. Und sie weiß, dass sie freiwillig an Kursen teilnehmen kann, beispielsweise im musischen Bereich. "Das finde ich schön." Als gut empfindet sie, dass sie ihre an der Grundschule Pressig erworbenen Englischkenntnisse vertiefen kann. Es sei schön, eine fremde Sprache verstehen zu können. Außerdem: "Erdkunde interessiert mich auch."

Was den neuen Schulweg betrifft, dafür hat sie in den ersten Wochen eine Tutorin aus ihrer Heimatgemeinde gefunden, die in Kronach ortskundig ist und sich auch innerhalb des großen Schulgebäudes auskennt.
Die Zehnjährige ist auch zuversichtlich, ihre Hobbys trotz weiterführender Schule weiterhin ausüben zu können. Dazu zählt neben dem Klavierunterricht auch das Einstudieren von Gardetänzen für die Rothenkirchener Büttenabende.


Der erste Schultag

Ob Ben Fischer sich schon freut, ab heute in die Lucas-Cranach-Schule in Kronach zu gehen? "Ja!", ist für den Sechsjährigen klar. Er weiß auch, wovon er redet. "Mit dem Kindergarten war ich schon mal da", erinnert er sich an eine Stippvisite in die Schule. Er gesteht, dass er das Klassenzimmer dort sogar etwas schöner fand als die Räume im Kindergarten. "Das kann man so sagen", bestätigt er in einem smarten Ton. Auch Lehrer hat er bei seinem Besuch an der Schule getroffen, allerdings noch nicht seine künftige Klassenlehrerin.

An der Cranach-Schule wird er die Ganztagsklasse besuchen. Dafür sieht er sich gut gerüstet. "Meinen Namen kann ich schon schreiben", stellt er fest. "Und Mama, Papa, Oma und Opa auch." Überhaupt macht ihm das Schreiben Spaß, aber auch Rechnen kann er schon. Zu unserem Gespräch hat der Sechsjährige gleich Schultüte und -tasche mitgebracht. Hefte, Schere, Farbkasten und Pinsel - er hat mit Mama Katrin Spindler und Oma Bärbel Spindler schon alles Notwendige zum Befüllen des Rucksacks eingekauft. Die Tüte mit dem roten Flitzer darauf ist ein Unikat. "Die hat die Oma gebastelt. Das hat sie gut gemacht", meint Ben.
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