Wallenfels
Großübung

Wallenfelser Wehren arbeiten gut zusammen

Bei einer Großübung zeigten die Feuerwehren aus dem Stadtbereich von Wallenfels ihre Einsatzbereitschaft. Angenommen worden war ein Dachstuhlbrand im städtischen Bauhof. Dabei musste Wasser über lang Schlauchstrecken und mit mehreren Pumpen herangeschafft werden.
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Die Mitglieder der Sanitätsgruppe der Wasserwacht kümmern sich um den vermeintlich Verletzten. Fotos: Manfred Ziereis
Die Mitglieder der Sanitätsgruppe der Wasserwacht kümmern sich um den vermeintlich Verletzten. Fotos: Manfred Ziereis
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Wir sind dabei. Wo bleibst Du? So lautet das Motto der Feuerwehr-Aktionswoche 2012. Die Aktionswoche - früher unter dem Namen "Brandschutzwoche" bekannt - wird jedes Jahr im September durchgeführt. Die Feuerwehren der Stadt Wallenfels beteiligten sich an der Großübung.
Angenommen war ein Dachstuhlbrand im städtischen Bauhof in der Ge userstraße. Innerhalb weniger Minuten nach der Alarmierung eilten die Wehrfrauen und -männer aus allen Stadtteilen zum vermeintlichen Brandort, wo sie nach kurzer Einweisung durch ihre Kommandanten ohne Verzögerung ihre Arbeit aufnahmen. Da die Löschwasserversorgung in diesem Bereich aus Hydranten nicht gesichert war, musste mit insgesamt sechs Pumpen das Wasser aus der "Wilden Rodach" zum Brandort befördert werden, wobei die einzelnen Schlauchleitungen sehr professionell verlegt wurden, so dass es keinen "Schlauchsalat" gab.
Während bereits kurz nach dem Eintreffen des Tanklöschfahrzeugs der Stützpunktwehr das erste C-Rohr Wasser auf das Brandobjekt spritzte und zwei Atemschutzgeräteträger sich mit einem C-Schlauch in das Innere des Objekts vorkämpften, hatten die Stadtteilwehren die Aufgabe, das Wasser aus der Wilden Rodach an das Brandobjekt mit insgesamt 35 B-Schläuchen heranzuführen, so dass wenige Minuten nach Übungsbeginn der "Brand" aus insgesamt zehn C-Rohren bekämpft werden konnte. Eine Sonderaufgabe hatte Markus Haderdauer. Er musste vom HLF 20/16 aus mit der am Dach installierten Löschkanone den hinter dem Brandobjekt beginnenden Hochwald feucht halten, damit Funkenflug keine Chance zum Zünden hatte. Die Besatzung des Wallenfelser Rüstwagens hatte mittlerweile im Floßhafen der "Wilden Rodach" eine Ölsperre eingebracht, um die vermutete Ölverunreinigung durch das Einfließen des ablaufenden Löschwassers zu binden und abzusaugen.
Für die Versorgung der eingesetzten Wehrleute und eventuell Verletzter stand - wie immer bei solchen Einsätzen und Übungen - die Sanitätsgruppe der Wasserwacht Wallenfels zur Verfügung und demonstrierte ihr Können auch gleich, nachdem Dominik Schrepfer, einer der Atemschutzgeräteträger, eine Verletzung vorgab und deshalb die Befreiung aus dem Schutzanzug und der Abtransport vorgenommen werden mussten.
Bei der abschließenden Besprechung lobte Kreisbrandmeister Hans Stumpf, Kommandant der Wallenfelser Stützpunktwehr, die fehlerfrei verlaufene Großübung, bei der er insbesondere die gute Harmonie und das problemlose Zusammenwirken der Stadtteilwehren aus Geuser, Neuengrün, Schnaid und Wolfersgrün mit der Stützpunktwehr hervorhob. Sein Dank galt aber auch der Wasserwachtgruppe unter Leitung von Armin Bandorf, die immer für die Sicherheit und die Versorgung der eingesetzten Kräfte zur Verfügung stehe. Dieses Lob und den Dank der Stadt Wallenfels sprach auch zweiter Bürgermeister Jens Korn (CSU) den Frauen und Männern aus. Erfreulich sei auch, dass viele Ortsbewohner und vor allem neben dem Dritten Bürgermeister Jochen Vandrey (SPD) weitere sechs Stadträte ihr Interesse an der Arbeit ihrer Feuerwehren zeigten.
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