Wallenfels
Erhebung

Wallenfels peilt 7000 Floßgäste an

Die Stadt hat sich bei den Teilnehmern der Floßfahrten erkundigt was gut und was besser zu machen ist. Mit den Ergebnissen der Umfrage hat sich der Stadtrat beschäftigt.
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Der Stadtrat Wallenfels zog nach Abschluss der Floßsaison eine Bilanz, erstmals anhand einer Umfrage. Damit will das Angebot weiter verbessern und die Gäste rundum zufrieden stellen.  Foto: Michael Wunder
Der Stadtrat Wallenfels zog nach Abschluss der Floßsaison eine Bilanz, erstmals anhand einer Umfrage. Damit will das Angebot weiter verbessern und die Gäste rundum zufrieden stellen. Foto: Michael Wunder
Wolferssgrün — Großes Potenzial und deutlich "Luft nach oben" sieht Bürgermeister Jens Korn bei der Flößerei auf der Wilden Rodach. In der jüngsten Stadtratssitzung, die in Wolfersgrün stattfand, informierte er zusammen mit der zuständigen Mitarbeiterin Barbara Kolb-Kremer über die Ergebnisse einer Umfrage auf.
"Wir hatten in diesem Jahr 6548 Buchungen, mussten allerdings wegen Niedrigwasser eine Floßfahrt mit rund 500 Gästen absagen", meinte der Bürgermeister. Trotz des trockenen Winters und Frühjahrs konnten alle anderen Termine durchgeführt werden. "Wir sind derart vom Pegelstand abhängig, so dass es immer wieder zu Zitterpartien kommt. Unser Ziel sollte es sein die 7000-Gäste-Marke anzupeilen", so das Stadtoberhaupt.


Nur "befriedigend"

Um dorthin zu gelangen beziehungsweise die Wünsche der Gäste aus Nah und Fern besser kennenzulernen, habe die Sachbearbeiterin bei den Floßgästen eine Umfrage durchgeführt. Demnach sollte die Werbung weiter verstärkt werden und auch zielgruppenorientiert sein. Auch wünschte man sich ein einfacheres Buchungssystem, unter anderen direkt per Internet.
Das angebotene Rahmenprogramm sei für die Gäste gut, in der Qualität und dem Service einiger Gaststätten sah man noch Handlungsbedarf. Sehr gute Noten erhielten die Floßfahren. Im Bereich der Ablegestelle und nach der Floßfahrt beim Umziehen sahen die Befragten noch Verbesserungsmöglichkeiten.
Auch die Stadt selbst als Ausflugs- und Urlaubsziel wurde von den auswärtigen Gästen nur mit einem "befriedigend" benotet. Allgemein wurde die touristische Attraktivität vermisst.
Dessen ist sich auch der Stadtrat bewusst und arbeitet seit längeren an einer Umgestaltung im Stadtinnern. "Die vorbereitenden Untersuchungen sind abgeschlossen und die Ergebnisse werden in einer der nächsten Sitzung gebilligt", meinte der Bürgermeister.

Mit dem Planen beginnen

Um keine Zeit bezüglich der Umgestaltung des Kirchenumfelds zu verlieren - dies soll bereits im kommenden Jahr in Angriff genommen werden - wurde die Verwaltung beauftragt, Ausschreibungen durchzuführen. Es sei nicht förderschädlich, schon vor der Verabschiedung der Sanierungssatzung mit der Planung zu beginnen, informierte Jens Korn.

Aufs Tempo drücken

CSU-Fraktionssprecher Bernd Stöcker unterstützte die Forderung und mahnte, aufs Tempo zu drücken, denn schließlich sei dort auch ein "Sicherheitsaspekt" im Spiel. Deshalb folgte der Stadtrat der Empfehlung auch einstimmig.
Weiterhin kam man überein, das Gemeinschaftshaus (Feuerwehrhaus) in Neuengrün aus den Dorferneuerungsmaßnahmen wieder herauszunehmen. Nach Rücksprache mit der Teilnehmergemeinschaft sollen die bereits vor sieben Jahren gebilligten Mittel nunmehr in die Umgestaltung des Kirchenvorplatzes fließen. Dort wird zunächst durch die Kirche das Gotteshaus saniert, anschließend will die Stadt ihren Beitrag über die Dorferneuerung am Kirchenvorplatz leisten. Gleichzeitig, auch wenn keine Gesamtkonzept für das Feuerwehrhaus in Betracht kommt, muss dort unbedingt das Dach saniert werden. Dies erachtete der Stadtrat als dringend notwendig, deshalb will man im kommenden Jahr, spätestens im Jahr 2016 die Mittel in den Haushalt vorsehen.



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