Steinberg
Bauarbeiten

Verkehr in Steinberg soll noch dieses Jahr rollen

Die Kreisstraße KC 28 ist für die Steinberger eine wichtige Verkehrsader. Seit August 2014 wird an, neben und unter ihr gebaut. Das Ende der Maßnahme ist in Sicht. Im Dezember soll diese Ortsdurchfahrt wieder befahrbar sein.
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Die Ufermauer am Tiefenbach wird ebenfalls in Stand gesetzt. Foto: Marco Meißner
Die Ufermauer am Tiefenbach wird ebenfalls in Stand gesetzt. Foto: Marco Meißner
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Ein Bagger rollt Meter um Meter langsam vom Rathaus hinab. Er drückt mit seiner Schaufel immer wieder den losen Belag auf dem Straßenbett fest. Nur ein paar Schritte weiter hämmert es am Straßenrand. Dort sind Bauarbeiter mit der Mauer am Ufer des Tiefenbachs beschäftigt. Es geht sichtlich voran. So soll noch Ende des Jahres die Verkehrsfreigabe für die KC 28 erreicht werden.


Anspruchsvolle Maßnahme

Dass dieses Ziel realistisch ist, davon ist Gunther Dressel, Tiefbau-Sachgebietsleiter am Landratsamt, überzeugt. Der Landkreis tritt bei dieser monatelangen Baumaßnahme als Träger auf. Auch gemeindliche Arbeiten und das Verlegen von Wasserleitungen wurden in diesem Zuge vorgenommen. "Die Baukosten belaufen sich auf circa 1,54 Millionen Euro, mit Nebenkosten sind es etwa 1,8 Millionen", berichtet Dressel. Auf die Gemeinde Wilhelmsthal entfalle ein Anteil von rund 270.000 Euro. Bereits im August 2014 begann das Projekt mit Arbeiten am Wasserleitungsnetz der Frankenwaldgruppe. Das laufende Jahr stand ganz im Zeichen der Straßen- und Ingenieurbauwerke.

"Es ist eine außergewöhnliche Baumaßnahme", hält Dressel fest. "Es war die anspruchsvollste derartige Maßnahme der letzten Jahre oder gar Jahrzehnte im Landkreis." Auf Grund des Umfangs und der Dauer sei die Situation für die Anwohner, aber auch für die Menschen, welche diese Verbindung normalerweise tagtäglich nutzen, nicht einfach gewesen. Anfangs hätten zudem viele Entscheidungen kurzfristig getroffen werden müssen, was den Informationsfluss zu den Bürgern erschwert habe. "Ohne das Mitwirken der Anwohner hätten wir keine Chance gehabt. Sie waren ja die Leidtragenden, und ihnen gebührt ein großes Dankeschön", unterstreicht Dressel. Auch die Geschäftswelt habe die Maßnahme trotz Einbußen mitgetragen. "Jeder hat die Notwendigkeit gesehen." Der Sachgebietsleiter freut sich daher, dass die Straße heuer noch freigegeben werden kann und "gebaut wie geplant" werden konnte.


Maroder Durchlass

Auslöser für das Projekt war der marode Durchlass des Tiefenbachs. Zum Teil sei dieser auf alten Hölzern gegründet gewesen und schon eingebrochen. "Deshalb musste etwas unternommen werden", sagt Dressel, "sonst wäre irgendwann der Durchlass oder die Ufermauer eingebrochen." Hätte man dann erst die Ausschreibung vorgenommen, wäre ein weiteres Jahr verloren gegangen.

Zwei Durchlässe wurden inzwischen erneuert und drei Stützmauern gebaut. Auch ein Stück gemeindlicher Kanal wurde ausgetauscht. Den Rest der Zeit verschlang der Straßenbau.

Die Herausforderung ist laut Dressel weniger, dass die Maßnahme an einem Hang durchgeführt werden muss, sondern vielmehr die räumliche Enge. Das Bauen im Bestand, die Häuser im Umfeld und die Stützmauern - all das war problematisch. "Zum Glück hat das Wetter gehalten, so dass wir die Umfahrungen nutzen konnten", fügt Dressel an.


Wichtig für den Winterdienst

Zwar habe es während der Bauzeit einige Unwägbarkeiten gegeben, doch derzeit lägen die Arbeiten im Plan, führt er aus. Vor allem die Stützmauer bei der Feuerwehr und die alte Mauer gegenüber dem Rathaus seien Herausforderungen gewesen.

Jetzt sieht die Planung vor, die Straße bis zur zweiten Dezemberwoche zu asphaltieren und sie dann, noch vor Weihnachten, für den Verkehr freizugeben. "Das ist wichtig für den Winterdienst", betont Dressel. Anschließend wird die Geschwindigkeit auf der KC 28 im Baustellenbereich vorerst aber auf 30 Stundenkilometer beschränkt werden. Auch ein bisschen Schnee dürfte nach Dressels Meinung nicht für Verzögerungen sorgen. Und sollte es einen massiven Wintereinbruch geben, der die Bauarbeiten unmöglich macht, dann würde die Straße zumindest provisorisch nutzbar gemacht werden.
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