Teuschnitz
Stadtrat

Teuschnitz würdigt besondere Leistungen

Den Mittelpunkt der Teuschnitzer Stadtratsitzung vom Freitagabend bildeten Ehrungen.
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Farblich passend: Die "Rasanten Tanten" der DLRG Teuschnitz nahmen an der Weltmeisterschaft im Rettungsschwimmen teil. Das Bild zeigt (von links) Karin Dressel, Gabriele Grüdl, Silvia Jakob und Barbara Neubauer mit Bürgermeisterin Gabriele Weber (Mitte). Foto: Heike Schülein
Farblich passend: Die "Rasanten Tanten" der DLRG Teuschnitz nahmen an der Weltmeisterschaft im Rettungsschwimmen teil. Das Bild zeigt (von links) Karin Dressel, Gabriele Grüdl, Silvia Jakob und Barbara Neubauer mit Bürgermeisterin Gabriele Weber (Mitte). Foto: Heike Schülein
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Gratuliert wurde Gemeindebürgern, die sich in den verschiedensten Bereichen besonders hervorgetan hatten.
So wurden erfolgreiche Schul- und Studienabsolventen geehrt. Bürgermeisterin Gabriele Weber (CSU) zeichnete sie aus. Pascal Martin schaffte den qualifizierenden Hauptschulabschluss mit einem Notendurchschnitt von 1,77, Nico Martin mit 2,0. Beide stammen aus Haßlach bei Teuschnitz und besuchten die Grund- und Mittelschule Pressig. Annika Hummel aus Teuschnitz schloss an der privaten Wirtschaftsschule Lichtenfels den mittleren Schulabschluss mit 1,9 ab. Lena Jungkunz aus Teuschnitz meisterte 2011 ihr Abitur am Frankenwald-Gymnasium mit einem Notendurchschnitt von 2,1. Im Anschluss machte sie ein Freiwilliges Soziales Jahr im Haus am Knock, bevor sie von 2012 bis 2016 Soziale Arbeit in Würzburg studierte und mit 1,6 abschloss. Pascal und Nico gehen weiter zur Schule und streben ihre Mittlere Reife an.
Annika erlernt Industriekauffrau bei der Woco Kronach, während Lena im Herbst ihr Masterstudium in Münster in Angriff nimmt. Nicht anwesend sein konnte Benedikt Büttner aus Haßlach, der an der BOS Kulmbach sein Fachabitur abgelegt hat.

Die ehemalige Teuschnitzer Stadträtin, Helga Martin, hat ein Zeitungs- und Fotoarchiv über die Stadt Teuschnitz erstellt. Akribisch hat sie die Zeitungsberichte von 1969 bis 2015 aus der Zeitung ausgeschnitten und abgeheftet. "Das war eine Wahnsinnsarbeit", würdigte die Bürgermeisterin diesen Einsatz und bedankte sich für die Überlassung der 13 Leitz-Ordner. Martin konnte beim Ehrungsreigen nicht anwesend sein - im Gegensatz zur jüngsten Botschafterin für Teuschnitz und die Arnika, Sina See. Die Zehnjährige hat die "Hauptrolle" in einem von TV Oberfranken produzierten Werbeclip für die Arnikastadt übernommen. Der dreiminütige Film zeigt die schönen Seiten rund um Teuschnitz, ist auf der Stadt-Homepage zu sehen und soll künftig bei Messen und sonstigen Events eingesetzt werden. Als Dankeschön hatte Sina bereits einen Eis-Gutschein von Netzwerkmanager Oliver Plewa erhalten. "Das Filmen hat Spaß gemacht", meinte Sina, "mit Ausnahme davon, dass ich den ganzen Tag in die Sonne schauen musste."


1000 Spiele für den TSV

Unter den Geehrten war auch Wolfgang Neubauer von der Tischtennis-Abteilung des TSV Teuschnitz. Der langjährige Tischtennissportler wurde für 1000 offizielle Spiele im Trikot des TSV ausgezeichnet. 1968 war er der Jugendmannschaft beigetreten und spielte hier bis 1971, im Anschluss in verschiedenen Klassen der Seniorenmannschaften. Teilweise spielte er in drei Mannschaften parallel nebeneinander. Er führte jahrelang die Abteilung und auch heute noch deren Chronik. Zudem war er lange Zeit für die Jugendteams zuständig.

Die "Rasanten Tanten" - diesen schönen Beinamen haben sich die Teuschnitzer DLRG-Damen gegeben. Und der Name bürgt für Qualität. Barbara Neubauer, Silvia Jakob, Gabriele Grüdl und Karin Dressel nahmen, betreut von Rainer Tautz, kürzlich sehr erfolgreich an den Weltmeisterschaften im Rettungsschwimmen in Eindhoven in den Niederlanden teil. Neben vielen sehr guten Leistungen in verschiedenen Disziplinen holten sie sich bei der Aufgabe "50 Meter Retten einer Puppe"jeweils in ihren Altersklassen Medaillen. Grüdl bekam Bronze, Neubauer Silber. An der Weltmeisterschaft waren 29 Nationen mit 1046 Teilnehmern aus 218 Vereinen und fünf Kontinenten gemeldet.


Preis für die Bibliothek im Alten Torhaus

Mit dem begehrten Kinderbibliothekspreis der Bayernwerk AG wurde die Bibliothek im Alten Torhaus ausgezeichnet. Mit rund 20 ehrenamtlichen Mitarbeitern ist sie Anlaufstelle für alle Leseratten aus dem nördlichen Landkreis Kronach. Die Preisverleihung fand bei einem feierlichen Festakt im Kloster Andechs statt. Überreicht wurde die Auszeichnung von Staatssekretär Bernd Sibler, zugleich Vorsitzender des Bayerischen Bibliotheksverbands. Das Preisgeld von 5000 Euro erhielt die Bibliothek als Mediengutschein zur Anschaffung neuer Bücher, Hörbücher und kindgerechter Medien. Die Bürgermeisterin dankte dem Team rund um die Leiterin Mathilde Grüdl sowie Birgit Böhm, das jährlich rund 2500 ehrenamtliche Stunden leistet. "Ihr bereichert unser städtisches Leben mit vielen Ideen", sagte sie. Dem offiziellen Teil schloss sich ein gemeinsames Essen an.


Informationen und Bekanntgaben

Eingangs der Stadtrat-Sitzung informierte die Bürgermeisterin über Inhalt und Beschlüsse der letzten nichtöffentlichen Sitzung. Dabei hatte man mit dem Geschäftsführer Thomas Kleylein vom Ingenieur-Büro HTS verschiedene geplante Baumaßnahmen behandelt - so unter anderem einen Ausbau des Weges zur Bastelsmühle und der Reichenbacher Straße wie auch die weitere Vorgehensweise bezüglich der im Sommer aufgetretenen Überschwemmungen in Wickendorf. Bereits vor sechs Jahren hatte der Steinweg circa 30 Zentimeter unter Wasser gestanden. Damals hatte man eine Berechnung für Schutzmaßnahmen in Auftrag gegeben. Aufgrund der ermittelten horrenden Kosten, die man auf die Anlieger hätte umlegen müssen, hatte man davon abgesehen. Nun wurde die Sachlage noch einmal erörtert. Die Vergabe für das Kommunale Investitionsförderprogramm (KPI) erfolgte an das Architekturbüro Grimme aus Burgkunstadt. Dabei wird die Sanierung am Rathaus - Fenster sowie eine neue Eingangstüre - gefördert. Der Architekt Jürgen Grimme war bereits vor Ort, wobei man sich insbesondere Gedanken über die neue Fenstergestaltung machte. Die Farbe der Fenster steht noch nicht fest, eventuell Grau. Der entsprechende Förderantrag muss am 15. November eingereicht sein. Erfreulicherweise haben drei Eigentümer Zuschussanträge für die Sanierung ihrer Anwesen im Sanierungsgebiet der Stadt Teuschnitz gestellt. "Das wird eine sehr gute Sache", freute sich Weber, die auf weitere Interessenten für private Baumaßnahmen hofft.

Angegangen wurden die Pflegemaßnahmen des Teuschnitzer Teiches, der entschlammt wurde. Es stehen noch weitere Arbeiten an. Die in Richtung der Confiserie Lauenstein anstehenden Baumschneide-Maßnahmen dürfen aufgrund des Vorgelschutzes erst im Oktober angegangen werden. Besonders eingebracht habe sich, so die Bürgermeisterin, Bauhofleiter Georg Eidelloth, durch dessen Einsatz die im Haushaltsplan weit höher angesetzten Kosten sehr reduziert werden konnten. Mittlerweile liegt man bei Kosten um 6.500 Euro, insgesamt geht man von 10.000 Euro aus. Damit liegt man weit unter den ursprünglich geplanten Kosten. Besorgte Bürger hatten anonym bei entsprechenden Naturschutz-Behörden Bedenken bezüglich der Fische im Teich gezeigt. Dies sei völlig unbegründet gewesen. Der Fischereiverein Teuschnitz habe, so Weber, die Fische eingefangen, versorgt und umgesetzt.

Voll im Zeitplan liegt der Ausbau Lange Straße und Lolesgasse. Die Maßnahme - zumindest der Unterbau - soll bis Dezember abgeschlossen sein.

Gute Nachricht gibt es auch in Sachen Breitbandausbau. Der Förderbescheid wird demnächst ausgehändigt. Sehr erfolgreich verliefen das Altstadtfest sowie der Open-Air-Kinosommer vom 14. bis 16. Juli mit vielen begeisterten Gästen.

Ein großer Dank der Bürgermeisterin galt der Sparkassenstiftung Ludwigsstadt, die mit einer Spende von 5.000 Euro den Kinosommer ermöglichte, sowie den Teuschnitzer Vereinen für die Bewirtung. Ihnen - der Stadtkapelle, der FFW, der DLRG und der Bibliothek Teuschnitz - konnte sie aus dem Überschuss jeweils 330 Euro aushändigen.


Bauanträge

Grünes Licht gab es für die Bauanträge von Christian Geyer, Obere Straße 18 auf Aufstockung der bestehenden Garage sowie Karin Sesselmann, Hintere Straße 37 auf Neubau eines Einfamilienhauses in der Wiesenstraße.
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