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Teuschnitz
Infrastruktur

Teuschnitz will schnelles Internet

Der Stadtrat Teuschnitz beschäftigte sich mit dem schnellen Internet. Manfred Gebhardt vom Regensburger Planungsbüro IK-T stellte das Ergebnis eines Markterkundungsverfahrens vor.
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Die Stadt Teuschnitz will den Breitbandausbau vorantreiben. Foto: Archiv/Löffler
Die Stadt Teuschnitz will den Breitbandausbau vorantreiben. Foto: Archiv/Löffler
Seit Juli 2014 gibt es ein neues Breitbandförderprogramm des Freistaates, woran sich auch Teuschnitz beteiligt. Manfred Gebhardt vom Planungsbüro IK-T informierte mit dem für die Breitband-Beratung zuständigen Direktor des Vermessungsamtes Kulmbach-Kronach, Detlef Arnold, über die Situation in Teuschnitz und mögliche Förderungen.

Das Förderziel sei idealerweise eine Versorgung mit 50, mindestens aber mit 30 Mbit pro Sekunde im Download. Die Programmlaufzeit geht bis 31. Dezember 2018. Wickendorf sei von Kabel Deutschland mit Breitbandkabel fast zu 100 Prozent erschlossen. Wolle man Glasfaser mit 100 Mbit pro Sekunde für Teuschnitz, liege die Investitionssumme des Netzbetreibers bei 1,8 Millionen Euro. Abzüglich der Förderung ergäbe sich ein Eigenanteil für Teuschnitz von rund einer Million Euro. Alle Straßen müssten dafür wieder aufgerissen werden.


Ziel 100 Mbit pro Sekunde

Bürgermeisterin Gabriele Weber (CSU) sprach die 2017 vorgesehene Straßenbaumaßnahme Reichenbacher Straße an. Für den Straßenzug mit etwa 500 Metern Länge strebe man 100 Mbit pro Sekunde an. Laut Gebhardt müsste die Maßnahme wegen der Förderung 2016 erfolgen. Auch am Ortseingang möchte man 100 Mbit pro Sekunde erreichen. Der Abschluss eines Ingenieurvertrags mit IK-T über 4212,60 Euro zuzüglich Nebenkosten erfolgte ebenso einstimmig wie der Beschluss über die interkommunale Zusammenarbeit mit dem Markt Pressig, der an die Stadt mit der entsprechenden Bitte herangetreten war.

Antrag verärgert Bürgermeisterin

Der Stadtrat beschäftigte sich außerdem mit zwei Anträgen von Stadtrat Michael Hebentanz (FW) auf Nutzung des Jugendbildungshauses "Am Knock" für heimische Jugendliche sowie Barrierefreiheit in Teuschnitz. Laut Hebentanz hätten Jugendliche in Teuschnitz keine "Anlaufstelle", wo sie sich treffen könnten. Deshalb regte er einen festen Tag in der Woche an, an dem sie sich "Am Knock" treffen könnten. Laut den Jugendbeauftragten Tina Löffler und Lukas Neubauer gebe es keine Resonanz dafür. Eine Abstimmung erfolgte daraufhin nicht. In Sachen Barrierefreiheit sah Michael Hebentanz Handlungsbedarf in Bibliothek, Schule und im Rathaus. Er schlug vor, dass der Stadtrat ein Zeichen setze und einen Treppenlift für das Rathaus beschließe. "Ein solcher Lift in einem öffentlichen Gebäude ist nicht zulässig", erklärte Weber. Im Rathaus wäre lediglich ein Glasbau mit einem Aufzug möglichm der 100 000 Euro kosten würde - und das für eine Ausgabe, für die laut Gabriele Weber noch nie Bedarf geherrscht habe. "Solche Anträge machen der Stadt viel Arbeit", ärgerte sie sich und verwies auch auf die laufende Haushaltskonsolidierung." Wenn die Barrierefreiheit nur technisch mit Aufzug möglich sei, sehe ich langfristig schon die Notwendigkeit", beharrte Hebentanz und sprach eine Rathaus-Sanierung an.
"Wir haben wichtigere Dinge als eine Rathaus-Sanierung zu tun, zumal wir jeden Euro dreimal umdrehen müssen", echauffierte sich die Bürgermeisterin. Der Antrag wurde daraufhin von Michael Hebentanz zurückgezogen.

Kommandant bestätigt

Einstimmig bestätigte der Stadtrat die Neuwahl von Ralf Seliger zum Kommandanten der Haßlacher Feuerwehr sowie von Stefan Hertel zum stellvertretenden Kommandanten.



Sanierung Das Gremium beschloss bei einer Gegenstimme von Zweitem Bürgermeister Stephanus Neubauer (CSU/FWG) die Sanierung der Brücke Finkenmühle, deren Holzträger angefault und nicht mehr tragfähig sind. Das Gremium entschied sich für den Neubau eines Überbaues mit Holzbohlen mit Kosten von circa 2700 Euro.
Zusage Grünes Licht erhielt der Antrag von Helmut Stingl auf Pflasterung der städtischen Grundstücksfläche entlang seines Anwesens.

Aufträge Die Errichtung des Kräutergartens wurde vergeben an die Firma Reso in Stadtsteinach für rund 231 000 Euro. Die Bauüberwachung ging an die Landschaftsarchitekten Droll-Lauenstein in Coburg.

Kreisel Hedwig Schnappauf (FL) fragte wegen der Gestaltung des Kreisels. Darum kümmert sich Netzwerkmanager Oliver Plewa.

DSL Harald Martin (CSU/FWG) aus Haßlach ärgerte sich über den schlechten Informationsfluss der Telekom.
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