Teuschnitz
Förderung

Teuschnitz will das schnelle Netz

Seit Juli gibt es ein neues Breitbandprogramm des Freistaates Bayern. Die Stadt Teuschnitz will davon profitieren.
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Teuschnitz hofft auf schnelles Internet. Foto: Alexander Löffler
Teuschnitz hofft auf schnelles Internet. Foto: Alexander Löffler
Der Breitband-Ausbau war zuletzt Thema in den Jahren 2008/2009 mit der Aufrüstung im Raum Teuschnitz auf 16 Mbit/sec. Seit 2012 waren weitere Maßnahmen und Aufrüstungen geplant. Inzwischen gab es mehrere Änderungen der Breitbandrichtlinien und der Förderung. Seit Juli 2014 gibt es ein neues Breitbandprogramm des Freistaates Bayern mit einer Investitionssumme von 1,5 Milliarden Euro. "Insbesondere für den ländlichen Raum gibt es höhere Zuschüsse für die Gemeinden", freute sich Bürgermeisterin Gabriele Weber (CSU).

Für Teuschnitz ergeben sich ein Höchstfördersatz von 90 Prozent und ein Höchstförderbetrag von 780 000 Euro für den Ausbau der Technik einschließlich der Verteilerkästen, jedoch nicht für Glasfasertechnik bis in Haus. Das Regensburger Planungsbüro IK-T war vom Landkreis Kronach als Beratungsfirma mit der Untersuchung beauftragt worden.
IK-T macht die Grundlagenermittlung und arbeitet mit den Gemeinden die neun Verfahrensschritte ab, wofür den Gemeinden keine Kosten entstehen.

IKT-Mitarbeiter Manfred Gebhardt referierte allgemein über das Thema Breitband und die speziellen Verhältnisse in Teuschnitz. Das Förderziel sei eine Versorgung mit 50 Mbit/sec (mindestens jedoch 30 Mbit/s) beim Download und ein wesentlich höherer Upload als in der Grundversorgung. Die Programmlaufzeit geht bis 31. dezember 2018. "Bis dahin muss der Förderbescheid ergangen sein. Dann hat man noch ein bis eineinhalb Jahre Zeit mit der Umsetzung", informierte der Experte.

Im Stadtgebiet von Teuschnitz sei die neue Kabelverzweiger-Technik bereits vorhanden. In Rappoltengrün gebe es ebenfalls Kabelverzweiger. Wickendorf sei mit Breitbandkabel fast zu 100 Prozent erschlossen. Aufgrund dieses bereits vorhandenen Netzes sei es nicht mehr förderfähig.

Kabel Deutschland rüste aber selbst auf. Ein Kabelverzweiger koste einschließlich Glasfaserzuführung zwischen 100 000 und 130 000 Euro. "Das rentiert sich nur, wenn eine bestimmte Anzahl von Kunden dahintersteht", so Gebhardt weiter. Pro Hausanschluss müsse man in Teuschnitz mit zwischen 2500 und 3000 Euro rechnen.

Das Ziel, so Gebhardt, müsse eine belastbare Gesamtplanung für ein FTTB-Netz (Fibre-to-the-Building - "Glasfaser bis zum Gebäude") beziehungsweise FTTH-Netz (Fibre-to-the-Home, sprich "Glasfaser bis in die Wohnung") für die gesamte Kommune Teuschnitz sein , unter Berücksichtigung des vorhandenen FTTC-Ausbaues (Fibre-to-the-Curb - "Glasfaser bis zum Bordstein/Straßenrand"). Er empfahl, möglichst bei jeder Bau- und Tiefbaumaßnahme jetzt schon die dafür erforderlichen Mikroröhrchen mitzuverlegen, um später nicht erneut aufgraben zu müssen.

Höchstfördersatz für Teuschnitz
"Wir können den Glasfaserausbau angehen. Die Gemeinde bekommt den Höchstfördersatz von 780 000 Euro. Auf den Rest bleiben wir sitzen", resümierte die Bürgermeisterin. Die erforderlichen 400 000 Euro könne man für den Ausbau der Verteilerkästen ausgeben. Über die Verteilung des Rests müsse man noch beraten, wofür aber noch bis 2018 Zeit sei. Einstimmig erfolgte der Beschluss, dass sich Teuschnitz am neuen Breitband-Förderprogramm des Freistaates Bayern beteiligt.

Das Planungsbüro IK-T übernimmt die Vorplanung des Breitband-Ausbaus in Teuschnitz mit Stadtteilen. Der Baudurchführungbeschluss für den Breitband-Ausbau wird nach dem Planungsschritt Markterkundung vorgenommen.

 
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