Teuschnitz
Ergebnisse

Teuschnitz treibt Arnikastadt voran

Teuschnitz macht einen weiteren großen Schritt auf dem Weg in Richtung Arnikastadt. In der Stadtratssitzung vom Freitagabend wurden die Auswertung der Bürgerbefragung und der Zwischenstand der städtebaulichen Untersuchung vorgestellt.
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Die Arnikapflanze ist in Teuschnitz weit verbreitet. Foto: Archiv/Schadeck
Die Arnikapflanze ist in Teuschnitz weit verbreitet. Foto: Archiv/Schadeck
Als Grundlage für eine mögliche Förderung des Projekts über das Städtebauförderungsprogramm hatten die Behörden eine sogenannte "Vorbereitende Untersuchung" verlangt. Mitglieder des Stadtrats hatten 960 Fragebögen an die Haushalte verteilt, um die Teuschnitzer Bürger aktiv in die Überlegungen und in die Prioritätensetzung mit einzubeziehen. 260 ausgefüllte Fragebögen erhielt man zurück.

"Die Bevölkerung hat ein gutes Gespür dafür, wo Handlungsbedarf besteht", zeigte sich Bürgermeisterin Gabi Weber (SPD) sicher. Die Fragebögen, in denen es sowohl um die Arnikastadt als auch um die Stadtgestaltung ging, seien sehr sorgfältig ausgefüllt worden - mit vielen eigenen Bemerkungen.

Karlo Hujber stellte die Ergebnisse vor. Die Beteiligung von rund 30 Prozent sei hoch.
Nun gelte es, Klarheit zu schaffen und zu zeigen, was in den nächsten Monaten getan werden kann. "Manche warten darauf, dass sie gebraucht werden und mit der Schaufel kommen und mithelfen können", verdeutlichte er. 65 Personen hatten sich in dem Fragebogen dazu bereit erklärt, sich eventuell selbst beim Projekt einzubringen, insbesondere weil ihnen Teuschnitz an Herzen liegt. "Diese 65 Leute sollte man ernst nehmen. Wenn davon 15 bis 20 als Kern mit einer Dauerhaftigkeit übrig blieben, wäre das viel", betonte Hujber, der ähnliche Projekte bereits in Österreich und Südtirol initiiert oder begleitet hat.

Der beauftragte Städteplaner für die Vorbereitende Untersuchung, Hans-Peter Dürsch aus München, legte seine Sicht der Dinge aus städtebaulicher Sicht dar. "Trotz allem Idealismus am Anfang, hat vom Hobby allein noch keiner gelebt. Wenn Ihr etwas macht, dann muss das Hand und Fuß haben", sagte er deutlich.

Gebäude ist vorhanden

Erforderlich sei eine Arbeitsteilung. Imagebildung und Marketing könnten durch die öffentliche Hand, Produktion und Dienstleistung durch private Personen und Betriebe geleistet werden. Wünschenswert sei ein Impulszentrum als Lehrwerkstatt, Naturmanufaktur beziehungsweise als Aus- und Weiterbildungsstätte. Hierfür eigne sich der leer stehende Teil des Schulgebäudes. Es könne ein naturmedizinisches Zentrum für Seminare, Ausstellungen oder Tagungen entstehen, gefolgt von weiteren privaten Projekten. Es brauche eine stabile strategische Achse, bei der sich alle im Ort eingebunden fühlen.

"Das Gebäude zum Anfangen ist vorhanden. Die strategische Achse seitens der Gemeinde wäre machbar", zeigte sich die Bürgermeisterin sicher. Kopfschmerzen bereite ihr eher die Frage, ob man für den operativen Raum genug Leute zusammen bekommt, die das Projekt vorantreiben. Natürlich wünsche man sich auch die Ansiedlung einer Firma. Realistisch sei dies aber nicht. Das Vorhaben müsse professionell durchgeführt werden und man müsse dafür Geld in die Hand nehmen.

So sah es auch Franz Tautz (CSU): "Ohne anständige Motoren mit Fachwissen kann man es vergessen." "Die Leute wollen sehen, dass etwas passiert", meinte Peter Bayer (CSU). Bezüglich des gewünschten Gastronomie-Angebots dachte er eine Genossenschaft an, in der sich alle einbringen könnten.

Schilder aufstellen

Einig war sich das Gremium darin, dass es zur Umsetzung des Vorhabens eines Projektmanagers bedürfe. Stephanus Neubauer (FW) und Werner Neubauer (CSU) sprachen sich klar für die Entwicklung zur Arnikastadt aus. Die Umfrage zeige, dass die Leute dabei sind, deswegen wäre jetzt der richtige Zeitpunkt.
Mario Stingl (SPD) erachtete es als wichtig, bei den Ortseingängen Schilder oder Symbole aufzustellen, die Teuschnitz als Arnikastadt kennzeichnen. Der Vorschlag wurde auch von den anderen Gremiumsmitgliedern begrüßt.

Im Mai sollen die Umfrage-Ergebnisse an die Haushalte in Teuschnitz verteilt werden, Anfang Juni soll dann eine Bürgerinformationsveranstaltung folgen. Spätestens im Herbst diesen Jahres will man bereits erste Maßnahmen zur Arnikastadt angehen.
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