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Mitwitz
Jubiläum

Supersause beim elften Büttenabend in Mitwitz

In die elfte Runde ging am Rosenmontag der Mitwitzer Krouha-Fasching. Doch von "Verschleißerscheinungen" keine Spur. Im Gegenteil: Das, was die Mitwirkenden bei der vierstündigen Gaudi ablieferten, war taufrisch. Ausrichter waren die "Mimetze Krouha".
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"Zehn Jahre Krouha-Büttenabend - wer hätte das gedacht!", meinte "Oberkrouha" Sabine Sander, die mit "Krouha-Mo" Hans-Peter Laschka durch die Jubiläums-Faschingssause führte. Die Beiden bedankten sich bei der Zeremonienmeisterin Gudrun Kratzert, der schon seit Anfang an das Geleiten der Akteure zu und von der Bühne obliegt. Auch zwei Akteure sind schon zehn Jahre dabei: Gisela Schwemmlein und Gerda Hannweber. Die beiden Faschings-"Urgesteine" wirkten auch heuer mit.

In der Turnhalle tummelten sich auch heuer wieder große und kleine, ausnahmslos maskierte, Faschingsfans. Sie wurden für ihr Kommen mit einem kunterbunten Bühnenprogramm belohnt.

Für den Auftakt des närrischen Spektakels sorgten die "Krouha Mädels", die den Tophit "Atemlos" in leicht veränderter "Helium"-Stimmlage sangen. Mit großer Spannung erwartet wurde der Auftritt der Gallionsfigur Töll (Tobias Gentzsch), der wieder die Geschehnisse in der Marktgemeinde genau unter die Lupe nahm.

Feste nicht untergehen lassen

Dabei wusste er von einem "Brüderkampf" im Armdrücken mit dem Ergebnis, dass der eine von ihnen danach sein Bier wochenlang mit der linken Hand trinken musste, ebenso zu berichten wie vom neuen Slogan einer ortsansässigen Bank "Wenn's um Geld geht ... hat die meistens zu".

Auch heuer prangerte der Gedankenleser wieder an, dass die Feste in Mitwitz meist nur noch etwas für jüngere Gäste seien. "Lasst die Feste nicht untergehen, nur zusammen feiern ist wirklich schön", appellierte er.
Ein "Knaller" war der Auftritt von Gerda Hannweber. In ihrem Rückblick auf ihre Auftritte der vergangenen zehn Jahre blieb kein Auge trocken. Der Saal tobte.

Eine echte Augenweide waren Jackeline (Uwe Fröber) und Chantale (Harry Thurn) in ihren mörderisch hohen roten High Heels. Die beiden Sexbomben wussten einiges über die Tücken des Alltags zu erzählen - unter anderem von "Zucker" und "Zimt" in ihren Schlüpfern.

Wie klingt "Eulisch"?

Eigens aus den USA angereist war die frisch ausgebildete FBI-Agentin "Thea Blond 007" (Thea Hämmerlein). Die Nichte von James Bond hatte sich bei vielen Büttenabenden auf der ganzen Welt Anregungen geholt, wie man den "Krouha-Fasching" verbessern könnte. Dabei kam sie zum Ergebnis, dass er so passt - wie er ist.

Einen kleinen Einführungskurs in "Eulisch" - eine neue europäische Einheitssprache aus Deutsch und Englisch - gaben Jutta Kinninger und Tobias Gentzsch. Das hörte sich dann beispielsweise so an - "Crow haw" für "Krouha", "Donkey" für Danke oder "Clock shy sir" für Klugscheißer beziehungsweise intelligenter Toilettenbenutzer.
Die Moderatoren Klaus Kleister (Hans-Peter Laschka) und Gundula Klause (Janet Januszewski) präsentierten die aktuellsten "Mitwitzer Heute Nachrichten". Sie berichteten über Neuansiedlungen unter anderem von Hugo Boss und Cartier.

Live zur Frankfurter Börse ging es mit Eva Maria Goldberg (Eva Sommer), während Meteorologin Christin Sellsprotte (Christin Sell) die Wettervoraussage sehr plastisch - mit viel Föhn und Regengüssen - darstellte.

"An der Haltestelle" trafen Andrea Braunersreuther und Claudia Schwemmlein aufeinander. Alles begann mit einem Schreibtisch, der angeblich aus dem Nachlass von Schiller sein sollte und beim Antiquitätenhändler Schaller zu erwerben war. Eine recht eigenwillige Version des Märchens "Dofkäppchen" zeigten die "Dofer" (Gisela Schwemmlein, Thea Hämmerlein, Ursula Schreier, Siggi Katholing und Ralf Plack). Schonungslos deckten sie auf, was sich damals im Wald wirklich ereignete.

Liebeserklärung an die Franken

Aus der hessischen Raupe Andrea Gregor-Nowak war mittlerweile der fränkische Schmetterling Erna geworden. Erna wusste nicht nur Vieles über die Eigenarten der Franken zu berichten, sondern sang ihnen gleich noch eine Liebeerklärung: "Frangg'n sin' dodal erodisch" von Willy Astor.

Die Mädels von "Dance4fun" begeisterten mit ihrem Showtanz "Freaky Circus", gespickt mit vielen Hebefiguren. Doch auch die Männer zeigten, was sie tänzerisch so alles draufhaben. Die im ganzen Frankenwald bekannte "Ranzengarde" trat heuer als Bobfahrer in "Cool Runnings" in Erscheinung.

Sie dürfen bei keinem "Krouha-Fasching" fehlen: "Die Glöckchen in Röckchen" sind von Anfang an dabei. Auch heuer waren die "Sexbomben" in ihren knappen weißen Kostümen nicht nur tänzerisch eine echte Augenweide. Ihr Auftritt war der krönende Abschluss der Jubiläums-Megagaudi.

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