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Neukenroth
Botschaft

Sturm auf das Adonia-Musical in Neukenroth

Schon eine halbe Stunde vor der Aufführung war jeder Sitzplatz in der Zecherhalle besetzt. Wer später kam, musste mit Stehplätzen vorliebnehmen.
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Der Adonia-Chor brachte mit tiefsinnigen Liedtexten, aber auch mit schwungvollen Rhythmen tolle Stimmung in die Zecherhalle und animierte das Publikum zum rhythmischen Mitklatschen. Foto: Karl-Heinz Hofmann
Der Adonia-Chor brachte mit tiefsinnigen Liedtexten, aber auch mit schwungvollen Rhythmen tolle Stimmung in die Zecherhalle und animierte das Publikum zum rhythmischen Mitklatschen. Foto: Karl-Heinz Hofmann
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Das Adonia-Musical "Nehemia - gemeinsam schaffen wir's", wurde nach der Aufführung in der Zecherhalle in Neukenroth umjubelt. Minutenlang anhaltende stehende Ovationen und tosender Applaus waren der Lohn für ein beeindruckendes Musical mit klarer biblischer Botschaft, das rund 70 Jugendliche mit großem Erfolg aufführten.

Schon 30 Minuten vor Beginn der Vorstellung war die Zecherhalle bis auf den letzten Platz mit über 600 Besuchern proppenvoll. Aber immer noch stand eine Menschenschlange von über 100 Interessierten vor der Eingangstür.

Eine außergewöhnliche Situation für die Hauptorganisatoren Oliver Kraus (katholisch) und Angelika Rosenbauer (evangelisch-lutherisch), von der Ökumene "Unteres Haßlachtal" sie waren zunächst einmal ratlos. Sie waren überwältigt von der Resonanz.
Kurz vor Beginn entschloss man sich doch zum Einlass, allerdings mussten die, die jetzt noch Einlass erhielten, stehend das fast zweistündige biblische Musical anschauen.

Berührend und unterhaltsam

Die 70 Mitwirkenden und eine siebenköpfige Live-Band begeisterten die Zuschauer. Am Schluss gab es minutenlang stehende Ovationen für die Darsteller für ihre biblische Geschichte von Nehemia. Er gibt sein sicheres Leben am persischen Königshof auf, um seinem bedrängten Volk in Jerusalem beizustehen.

Sein Traum ist es, die zerstörten Mauern Jerusalems wieder zu erbauen und das Volk von Armut und Gefahr in der zerstörten Stadt zu befreien. Er glaubt daran, mit Gottes Hilfe und gemeinsamer Stärke dies alles schaffen zu können. Und er überzeugte das Volk.

Das abwechslungsreiche und kurzweilige Musical berührte die Herzen und lockte kurzzeitig auch Tränen hervor, doch insgesamt überwiegen am Schluss Spaß und Freude. Mit Hingabe füllten die Jugendlichen ihre Rollen aus, trugen die Gesangsstücke mit tiefsinnigen Texten in Harmonie vor und tanzten in einer stimmigen Choreografie.

Immer wieder wechselten sich kurzweilige, spannende Dialoge mit Gesängen, Musik und Tänzen ab. "Eine rundum gelungene Veranstaltung", schwärmten die Besucher, die mehrere Zugaben einforderten. Die jugendlichen Akteure hatten ein großes Programm mit großer Anstrengung gemeistert. Aus ganz Franken waren sie angereist. Das Wochenende vor dem Auftritt wurde in einer Art Trainingscamp für die Einstudierung der Inszenierung genutzt. Die Texte konnte jeder zu Hause erlernen.

Jugendliche in ihren kreativen Fähigkeiten, Talenten und in ihren Glauben und ihrer Persönlichkeit zu fördern und zu fordern sind die Hauptziele von Adonia, erklärt die Hauptleiterin des Musicals, Corinna Kock. Mit nur 13 hauptamtlichen Mitarbeitern, aber vielen hundert ehrenamtlichen Idealisten, gastiert Adonia in ganz Deutschland mit biblischen Musicals.

Adonia ist eine christliche Jugendorganisation, die Musicalcamps für Kinder, Teenager und Familien und Sportcamps organisiert. Und die Teamleiterin macht auch den Organisatoren vor Ort ein Kompliment für die gute Vorbereitung und den Gasteltern für die freundliche Aufnahme der Jugendlichen.

Aus dem Landkreis Kronach wirkten mit: Christian Detsch, Robin Deuerling, Corinna Reinhold, Tamara Reinhold, Jonas Schröppel, Ina Schultheiß (alle Stockheim), Miriam Krumm, Felix Lindig, Anna- Lena Lipfert, Jakob Zwosta (alle Ludwigsstadt), Noah Fiedler, Silas Fiedler (beide Tettau), Tobias Paschold (Steinbach am Wald), Doris Schuster (Küps).

Oliver Kraus hatte noch eine erfreuliche Nachricht: 2016 ist die Grundschule Reitsch als Campstandort für Adonia ausgewählt. Dank der Initiative von Bürgermeister Rainer Detsch und Rektorin Astrid Kestel werden sich dann die Kinder und Jugendlichen mit der Band ab Samstag vor Ostern in der Schule in Reitsch treffen, um die Auftritte für ihre Tournee zu proben.

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