Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, den Platz und das Kunstwerk zu sanieren. Seine Beseitigung stünde nach Angaben von Peter Maaß, Leiter der zuständigen Stadtwerke, nämlich im Widerspruch zum Urheberrecht. Es wäre die Zustimmung der Künstlerin Meide Büdel notwendig, die sie allerdings nicht gibt. Im Wettbewerb für die Hochwasserfreilegung war Anfang der 90er Jahre laut Maaß ein dauerhafter Erhalt und die eindeutige Beziehung zum Platz an der Kronachallee zugesagt worden. Die Stadt hat nach Angaben des Leiters der Stadtwerke daher auch grundsätzlich die Verpflichtung übernommen, den laufenden Unterhalt der Gesamtfläche und des Kunstwerks sowie die Verkehrssicherung zu gewährleisten.
Die CSU-Fraktion allerdings argumentierte, das Kunstwerk dort habe sich überlebt, außerdem sei fraglich, ob dafür überhaupt die Verkehrssicherungs garantiert werden könne. Ein Teil der CSU-Stadträte schlugen vor, es in den Gartenschau-Park oder zur Festung zu "verbannen", Joachim Doppel plädierte dafür, es abzubauen und im Bauhof zwischenzulagern - es notfalls sogar auf eine Klage der Künstlerin ankommen zu lassen.
Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein (Freie Wähler) argumentierte, die Kritik wegen des Zustands des Platzes und des Kunstwerks sei berechtigt, allerdings könne beides saniert und so wieder ansehnlich werden. Trotz unterschiedlicher Auffassung solle man die Größe haben, das Kunstwerke zu akzeptieren, auch wenn man persönlich ein anderes Kunstverständnis habe.
Für die Sanierung des Platzes und des Kunstwerks stimmten dann allerdings neben dem Bürgermeister nur die SPD-Fraktion und Michael Zwingmann (Freie Wähler) - dagegen die drei anderen Freien Wähler, die CSU-Fraktion und Cilly Volk (Frauenliste).
Der Antrag der CSU-Fraktion, das Kunstwerk abzubauen und den Platz ohne es zu überplanen, fand allerdings ebenfalls keine Mehrheit und wurde mit 12:12 Stimmen abgelehnt. Somit muss für den Stadtrat eine neue Entscheidung vorbereitet werden. Eine Grundlage, die diesmal noch fehlte, werden dann wohl die konkreten Kosten für die Sanierung des Kunstwerks sein. Der Bürgermeister wies abschließend darauf hin, dass ein Abbau und ein Aufbau andernorts ebenfalls Kosten verursachen werde.