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LKR Kronach
Fahrtraining

So klappt das Einparken

Auch als erfahrener Autofahrer kann man bei den Kursen der Kreisverkehrswacht etwas dazulernen.
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Das hat gut geklappt, der Wagen hält beim Rückwärtsfahren fünf Zentimeter vor einem Hindernis. Hinter dem Fahrzeug Roland Pyka, Vorsitzender der Kreisverkehrswacht Kronach, die das Fahrsicherheitstraining anbietet. Foto: Karl-Heinz Hofmann
Das hat gut geklappt, der Wagen hält beim Rückwärtsfahren fünf Zentimeter vor einem Hindernis. Hinter dem Fahrzeug Roland Pyka, Vorsitzender der Kreisverkehrswacht Kronach, die das Fahrsicherheitstraining anbietet. Foto: Karl-Heinz Hofmann
Die Kreisverkehrswacht im Landkreis Kronach bietet seit zwölf Jahren ein Pkw-Fahrsicherheitstraining für Senioren an. Dies wird immer wieder gut angenommen, freut sich der Vorsitzende der Kreisverkehrswacht im Landkreis Kronach, Roland Pyka.

Der pensionierte Polizeibeamte ist seit vielen Jahren unermüdlicher ehrenamtlicher Streiter für mehr Sicherheit im Straßenverkehr und hält dafür zahlreiche praktische Fahrkurse ab. Aber auch sonst ist er für die Kreisverkehrswacht an vielen Tagen mit dem Informationsstand und den Prüf- und Testgeräten unterwegs.

Sein oberstes Ziel sei es, die Verkehrssicherheit zu fördern und Verkehrsunfälle zu verhüten, sagt Pyka. Wieder hat er ein Quartett an Senioren zu einem Kurs auf dem Schützenplatz zu Gast. Nach der Unterweisung über Rückspielgel-, Sitz- und Kopfstützeneinstellung geht es zu den praktischen Fahrübungen.
Es geht los mit einer kombinierten Übung aus Einparken und Antippen. Hierzu hat Pyka Lichtkegel als Parkplatzmarkierungen aufgestellt, damit man aber ein Gefühl für die Fahrzeuglänge vorne und hinten bekommt, sind in der Mitte Stangen aufgestellt, die man leicht berühren darf, so erhält man eine Einschätzung der Fahrzeuggröße und wird noch sicherer beim Einparken. Dies vor allem auch unter Einbeziehung der Rückspiegel.

Der Moderator fährt den Parcours erst vor, dann kommen die Teilnehmer. Schon bei den ersten Versuchen wird klar, dass es so einfach nicht wird, wie es beim Routinier Pyka ausah - obwohl es sich bei den Prüflingen durchwegs um alte Hasen handelt. Aber es passiert ja nichts - außer, dass man sich wieder ein Stück sicherer im eigenen Auto fühlt, wenn man den Kurs hinter sich hat. Denn es bekommt hier keiner den Führerschein gezwickt, schmunzelt Pyka und erwähnt auch noch, dass diese Fahrsicherheitstrainings völlig kostenfrei sind und die Teilnahme freiwillig sei.


Mit voller Kraft auf die Bremse

Es folgt der Slalom vorwärts, hier wird das Stabilisieren des Fahrzeugs geübt. Ein wichtiger Bestandteil des Kurses ist die Gefahrenbremsung. Um in Gefahrenmomenten einen möglichst kurzen Bremsweg zu erreichen, wird das Bremspedal schlagartig mit voller Kraft durchgetreten.

Es ist immer wieder beeindruckend und erfreulich, dass sich Autofahrer solchen Übungen stellen und dabei selbst erkennen, dass nicht alles so rund läuft, wie man es beim Erlangen der Fahrerlaubnis erlernt hat. Und wenn man drei-, vier- oder gar fünf Jahrzehnte Fahrpraxis hinter sich hat, gewöhnt man sich an einen eigenen Fahrstil, der aber nicht unbedingt der sicherste sein muss.

Dazu kommt, dass man, je älter man wird, an Sehstärke, Konzentration und Reaktionsschnelligkeit verliert. Daher ist es gut, sich einem Training zu unterziehen, erklärt Pyka. Man lernt daraus und fühlt sich wieder sicherer.

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