Kronach
Ostern

So feiert das Oblatenkloster in Kronach Ostern

Ostern bedeutet für die Patres im Kronacher Kloster arbeitsreiche Tage. Doch die Geistlichen freuen sich auf das höchste christliche Fest im Jahr.
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Pater Werner Pieper vom Oblatenkloster Kronach wechselt die Osterkerze des vergangenen Jahres aus. Am kommenden Sonntag wird die Osterkerze 2017 in der Klosterkirche angezündet.  Fotos: Ronald Heck
Pater Werner Pieper vom Oblatenkloster Kronach wechselt die Osterkerze des vergangenen Jahres aus. Am kommenden Sonntag wird die Osterkerze 2017 in der Klosterkirche angezündet. Fotos: Ronald Heck
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Pater Werner Pieper ist voller Vorfreude auf die kommenden Tage. "Für uns Klosterleute ist Ostern natürlich ganz, ganz wichtig", betont er. Der Rektor des Oblatenklosters in Kronach zeigt die Osterkerze des vergangenen Jahres, die noch in der Klosterkirche steht. Am kommenden Sonntag wird die neue Kerze zum christlichen Hochfest angezündet.


Frohe Botschaft verkünden

Im Kronacher Oblatenkloster St. Heinrich leben sechs Ordensmitglieder. Pater Pieper erklärt, dass die Oblaten nicht monastisch leben - also nicht abgeschieden in der Klausur - sondern apostolisch tätige Geistliche sind. Der Orden wurde 1816 vom heiligen Eugen von Mazenod in Aix-en-Provence in Frankreich gegründet. "Unsere Aufgabe ist es, die frohe Botschaft des Glaubens zu verkünden", erläutert Pieper.

Die Kronacher Oblatenmissionare sind im Kreis Kronach als katholische Seelsorger tätig. Sie arbeiten als Priester in den Pfarreien in Pressig, Posseck, Rothenkirchen, Steinberg, Glosberg, Haig, Gundelsdorf, Birndbaum, Neufang und an der Helios-Frankenwaldklinik in Kronach.

Während der Osterzeit sind sie deswegen hauptsächlich vor Ort in den Pfarrgemeinden und Kirchenhäusern unterwegs. "Ostern nimmt uns natürlich sehr in Anspruch und es ist auch eine anstrengende Zeit", gibt Pieper zu. Auch in der Klosterkirche in Kronach werden an den Feiertagen Gottesdienste gefeiert (siehe Infobox).


Magnet für die Gläubigen

Das Kloster sei in der Region ein wichtiger Standort für die Katholiken im Landkreis. "Das Oblatenkloster ist im Frankenwald eine Art Magnet für die Gläubigen", stellt Pieper fest. Der gebürtige Westfale aus Münster leitet das Kronacher Ordenshaus seit vier Jahren.

Die Anziehungskraft des Klosters merken die Geistlichen jetzt in der Karwoche und zu Ostern besonders. "Zu uns kann jeder herkommen und ohne Anmeldung das Gespräch suchen, oder die Beichte ablegen", so Pieper. Während der christlichen Hochfeste suchen Menschen aus dem Landkreis häufiger das Gespräch mit den Oblatenpatres, deswegen hat das Kloster seine Angebote zur Beichte erweitert: Normalerweise stehen die Priester 17 Stunden in der Woche für eine Beichte bereit, in der Karwoche und bis Ostermontag sind es 30 Stunden.


Wenig Zeit in der Gemeinschaft

"Die gemeinsame Zeit im Kloster kommt natürlich etwas zu kurz", sagt Pieper. Dem Rektor ist es wichtig, dass die Ordensleute zusammen in der Gemeinschaft leben. An den Feiertagen sehen sie sich meist nur zum gemeinsamen Essen. "Dafür freuen wir uns, dass sich die Menschen intensiv mit ihrem Glauben beschäftigen", sagt er.


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