Seibelsdorf
Bundesstraße 303

Seit Mittwoch rollt der Verkehr auf der B 303

Der Abschnitt der Bundesstraße 303 zwischen Rugendorf und Seibelsdorf wurde freigegeben. Die drei Kilometer lange Ausbaustrecke kostet fünf Millionen Euro. Der Kulmbacher Landrat Söllner meldete bei Staatssekretär Gerhard Eck weitere Wünsche an.
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Nach der offiziellen Freigabe rollt seit gestern Mittag der Verkehr auf dem ausgebauten Abschnitt der Bundesstraße 303 bei Losau. Fotos: Klaus-Peter Wulf
Nach der offiziellen Freigabe rollt seit gestern Mittag der Verkehr auf dem ausgebauten Abschnitt der Bundesstraße 303 bei Losau. Fotos: Klaus-Peter Wulf
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Im April 2012 hatte die Firma WTU aus Weischlitz mit dem Brückenbauwerk bei Losau und die Firma Rädlinger aus Selbitz im September 2012 mit den Bauarbeiten begonnen. Jetzt ist das drei Kilometer lange Ausbaustück zwischen Rugendorf und dem Marktrodacher Ortsteil Seibelsdorf fertig und wurde gestern Mittag im Beisein einer illustren Gästeschar offiziell für den Verkehr freigegeben. In diesen Abschnitt der B 303 wurden fünf Millionen Euro aus Bundesmitteln investiert.

"Das trockene Wetter in diesem Sommer hat ein gutes Stück dazu beigetragen", freute sich der Leiter des Staatlichen Bauamts Bayreuth, Kurt Schnabel, und war zufrieden mit dem Bauablauf. Die Defizite des alten Streckenverlaufs hätten in der nicht ausreichenden Breite und der schwierigen S-Kurvenkombination mit fehlenden Sichtweiten gelegen.

"Die Teilnahme von Staatssekretär Gerhard Eck an der Übergabe unterstreicht die Bedeutung dieses Bauprojekts in Oberfranken", sagte Schnabel.

"Wesentlich höhere Sicherheit"

Der Gast aus dem bayerischen Innenministerium stellte fest, dass die alte B 303 den Anforderungen nicht mehr gewachsen war. "Es war deshalb unumgänglich, Veränderungen vorzunehmen. Durch die neue Linienführung ergibt sich nun auch eine wesentlich höhere Verkehrssicherheit. Die Landwirte, Radfahrer und Fußgänger können gefahrlos den parallel beibehalten alten Straßenverlauf nutzen", betonte Eck. Die Einfahrt nach Losau werde durch die Linksabbiegespur verbessert, zudem sei eine neue Bushaltestelle und Überquerungshilfe am Ortseingang von Seibelsdorf eingerichtet worden.

Der Kulmbacher Landrat Klaus Peter Söllner sah in der Baumaßnahme ein mustergültiges Vorzeigeprojekt, das geräuschlos ins Werk gesetzt worden sei.

Verkehr rollt langsamer

Marktrodachs Bürgermeister Norbert Gräbner (SPD) freute sich, dass seine Gemeinde und der Landkreis Kronach durch die Fertigstellung dieses Abschnitts der B 303 wieder näher an die Autobahn herangerückt sind. Durch die Verschwenkung und Überquerungshilfe vor Seibelsdorf werde der Verkehr abgebremst und rolle langsamer in die Ortschaft. Allerdings werde die B 303 mit diesem Ausbau attraktiver, was eine Erhöhung der Fahrzeugzahl zur Folge haben werde. Damit werde auch die Notwendigkeit einer Umgehung für Seibelsdorf immer größer. Der Markt habe bereits reagiert und die beiden möglichen Umgehungsstraßen in den 2003 neu erstellten Flächennutzungsplan aufgenommen sowie den Antrag auf Aufnahme in den vordringlichen Bedarf bei der nächsten Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans gestellt. "Ich bin sicher, Herr Staatssekretär, Sie werden uns dabei wieder helfen", sagte Gräbner in Richtung von Gerhard Eck.

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