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Weißenbrunn
Weichenstellung

Schwimmbadfreunde Weißenbrunn übernehmen das Bad

Für die Schwimmbadfreunde, für die Gemeinde und letztlich für die gesamte Bevölkerung des Bierdorfes Weißenbrunn war der Dienstag ein denkwürdiger Tag. Das bisher gemeindliche Freibad Weißenbrunn wird vom Verein der Schwimmbadfreunde für einen Euro gekauft. Dies beschlossen die Mitglieder.
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Im Sommer eine tut eine Erfrischung im Schwimmbad gut. Die Schwimmbadfreunde Weißenbrunn kaufen der Gemeinde das Freibad ab, damit dessen Bestand gesichert werden kann.
Im Sommer eine tut eine Erfrischung im Schwimmbad gut. Die Schwimmbadfreunde Weißenbrunn kaufen der Gemeinde das Freibad ab, damit dessen Bestand gesichert werden kann.
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Außerdem wurde in der Hauptversammlung im Gasthaus "Frankenwald" ein neuer Vorstand gewählt. An der Spitze des Vereins stehen nun Bürgermeister Egon Herrmann (SPD) und Axel Witthauer. Die Versammlung verabschiedete ferner eine neue Satzung für den gemeinnützigen Verein. Wie der Bürgermeister erläuterte, wurden der Verkauf des Schwimmbades und die Defizitübernahme durch die Gemeinde im Vorfeld mit der Aufsichtsbehörde abgestimmt.


Mitgliederzahl explodiert

Schon zu Beginn der Versammlung zeigte sich der bisherige Vorsitzende Ernst Roth überwältigt von der Besucherzahl. An der Versammlung nahmen 70 Mitglieder, 27 Gäste und einige weitere Interessierte teil. Die Versammlung begann bei einem Mitgliederstand von 70 und endete mit einer Mitgliederzahl von 159. Im Minutentakt gab es Neuanmeldungen.

Roth ließ die jüngsten Ereignisse um das Freibad Revue passieren. "Ursprünglich haben wir den Verein Schwimmbadfreunde vor drei Jahren zur Unterstützung der Gemeinde bei den vielfältigen Aufgaben rund um unser Schwimmbad gegründet. Politische Entscheidungen und Auflagen der Gesundheitsbehörden, die von Jahr zu Jahr umfangreicher werden, führen dazu, dass unser Verein nun selbst der Betreiber des Schwimmbades werden muss", erklärte der Vorsitzende. "Wenn wir unser Freibad im Ort erhalten und weiter nutzen wollen, bleibt dazu keine Alternative."

Roth räumte ein, dass er für einen Verein mit einer solchen Verantwortung als Vorsitzender nicht mehr zur Verfügung stehen werde. Bürgermeister Egon Herrmann erklärte eingehend, warum es seitens der Gemeinde zum Verkauf des Bades kommen muss. Der Rat befasste sich seinen Ausführungen nach in mehreren Sitzungen mit der Problematik, dass die Gemeinde das Freibad auf Grund von Sicherheitsbestimmungen nicht mehr betreiben kann. Der Verkaufspreis kam durch ein Gutachten zu Stande; er hat symbolischen Charakter, weil die Kommune laut Gesetz kein gemeindliches Eigentum verschenken darf.


Neue Satzung zeigt Ziele auf


Die neue Vereinssatzung wurde angenommen. Die Zwecke des Vereins sind demnach der Betrieb, der Erhalt und die Pflege des Freibades in Weißenbrunn für die Erholung der Bevölkerung sowie zur Förderung des Sports. Diese Ziele sollen insbesondere verwirklicht werden durch die Verschönerung und Pflege der Außenanlagen, die Ergänzung der Einrichtung (beispielsweise durch Sand-Spielplätze) und die Bereitstellung von Spielgeräten für Kinder und Jugendliche. Die jungen Leute sollen durch Trainingsangebote dazu angeregt werden, das Schwimmen zu erlernen und ihre Fähigkeiten zu verbessern mit dem Ziel, aus den Reihen der Mitglieder den benötigten Rettungsschwimmer-Nachwuchs heranzubilden.

Auf Grundlage der aktuellen Entwicklung sei der Fortbestand des Schwimmbades gesichert und Weißenbrunn behalte ein Stück seiner Lebensqualität, sagte der Bürgermeister.


Das neue Führungsteam


Die Neuwahlen erbrachten folgende Ergebnisse: Vorsitzender Egon Herrmann, Zweiter Vorsitzender Axel Witthauer, Kassiererin Ruth Tölg, Schriftführer Bernd Schneider, Ausschussmitglieder Andrea Ballhaus, Michael Bohl, Claus Häublein, Christa Katholing, Ralf Knöchel, Ulrich Müller, Hans Preinl, Katja Richter, Ernst Roth und Herbert Spindler, Kassenprüfer Alfred Herold und Werner Kraus.