Kronach
Tradition

Schüsse auf der Festung Rosenberg

Die Historische Bürgerwehr hat das neue Jahr in Kronach eingeleitet. Allerdings lief nicht alles rund.
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Vor jedem Schuss wurden die Kanonen gereinigt und geladen. Foto: Dominic Buckreus
Vor jedem Schuss wurden die Kanonen gereinigt und geladen. Foto: Dominic Buckreus
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Den Kronachern reicht es nicht, am Silvesterabend Böller und Raketen in die Luft zu sprengen. Auf der Festung Rosenberg begrüßen sie am Nachmittag des 1. Januar erneut das neue Jahr - diesmal mit Kanonen. Die Historische Bürgerwehr Kronach hatte sie zum traditionellen Neujahrsschießen auf die Bastion Marie geschleppt.

Vier Stück standen schussbereit an der Festungsmauer, als die Kameraden der Fürstbischöflich Bambergischen Schützen und Artillerie-Compagnie zu Kronach für die vielen Schaulustigen aufmarschierten. Auch Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein war gekommen, um den Kronachern ein frohes neues Jahr zu wünschen. Schon morgens um 9 Uhr war er mit den St. Georgs Bläsern aus Friesen unterwegs gewesen.

Die Kameraden machten ihre bis zu 300 Kilo schweren Geschütze Schussbereit und feuerten vier Salutschüsse über Kronach. Nach dem ersten Schuss wurde auch die Fahne auf dem Burgfried neu gehisst.

"Wir wollen den Krieg nicht verherrlichen", sagte Hauptmann und Kommandant Karl-Peter Wittig. Vielmehr will die Bürgerwehr "die Tradition aus früheren Zeiten" aufrecht erhalten. Diese geht auf die 1750er Jahre zurück, die Zeit des Siebenjährigen Krieges, bei dem auch Kronach nicht verschont wurde.

Damals sollten die Stadtsoldaten die Festung bewachen und aus dieser Zeit stammen auch ihre Kanonen. Natürlich keine Originale mehr, sondern Nachbauten, nach den Originalplänen aus dieser Zeit. Zwei von ihnen unterbrachen allerdings die Salutschüsse mit Fehlzündungen.
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