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Neuses
Laienspieler

Schallendes Gelächter über "Die gepfändt Gaaß"

Die deftigen, fränkischen Mundart-Dialoge der Flößerkomödie lassen das Publikum in Neuses immer wieder in lautes Lachen ausbrechen.
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Axel Schrepfer (links) und Hans Richter wurden von Rosi Popp in eine fatale Falle geführt, die beide Mannsbilder mit Schmerzen bezahlten. Foto: Karl-Heinz Hofmann
Axel Schrepfer (links) und Hans Richter wurden von Rosi Popp in eine fatale Falle geführt, die beide Mannsbilder mit Schmerzen bezahlten. Foto: Karl-Heinz Hofmann
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Liebe, Eifersucht, Träume, Wünsche, Intrigen und Neid, das alles gehörte schon vor über 100 Jahren zum dörflichen Leben im Frankenwald. Die Theatergruppe Neuses begeisterte mit ihrer Inszenierung "Die gepfändt Gaaß" ihr Publikum in der Turnhalle in Neuses.

Die gelungene Premiere der Flößerkomödie in drei Akten aus der Feder von Hans Schrepfer forderte nicht nur Lachsalven während der Aufführung, sondern auch immer wieder gab es spontanen Szenenapplaus für die überzeugenden schauspielerischen Darstellungen und die witzigen Mundart-Dialoge.

Sehr viel Freizeit geopfert

Der Schrepfers Hans versetzt die Zuschauer mit seinem Flößerstück wieder einmal in die Zeit um 1900.
Langanhaltender Beifall war der verdiente Lohn für die Laienspieler, die viele Wochen und vor allem an Wochenenden ihre Freizeit opferten.

Zwar weist der Autor und Regisseur Hans Schrepfer immer wieder darauf hin, dass die Handlung des Stückes frei erfunden sei, doch fügt er auch hinzu, dass Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen rein zufällig und ungewollt wären.

Doch die Idee zu dem Stück stammt aus einem Beitrag des Dorfchronisten und Heimatforschers, Georg Gäßlein, der mit seiner Sammlung "Neusiche Gschichtla" über die Schilderung einer wahren Begebenheit um 1900 im Flößerdorf den Impuls für den Autor gab, diese amüsante Geschichte den Nachfahren in der heutigen Zeit näher zu bringen.

Dabei lassen die deftigen fränkischen Mundart-Dialoge das Publikum immer wieder in lautes Lachen ausbrechen - mit Schmunzeln ist es da nicht mehr getan. Das Stück führt in eine Zeit, wo die Gaaß (Ziege), die Kuh des kleinen Mannes war. Für ganz arme Leute war sie sogar überlebenswichtig.

Bei dieser Inszenierung ist es der Theatergruppe gelungen, auch einige junge Schauspieler zu integrieren. Jüngster Mitwirkender ist der 16-jährige Julius Kraus.

Holzhändler, Sägewerksbesitzer, Flößer und Bauern waren damals tragende Säulen im Dorfleben und spielen auch im Stück "Die gepfändt Gaaß" tragende Rollen. Auffallend dabei die Souveränität, Ruhe und Gelassenheit der "alten Schauspielhasen", wie beispielsweise Hans Richter, Rosi Popp, Alex und Christine Böhm und natürlich Hans Schrepfer die mit ihrer Gelassenheit die jüngeren Schauspieler gut an ihre Rollen heranführen.

Mitwirkende sind Alex Böhm (Georg Schedel, Veitngörch), Christine Böhm (seine Frau Kunigunde), Sarah Ferner (Mari, Tochter), Alexandra Kempf (Kuni, kleine Tochter), Julius Kraus (Schoschla jüngster Sohn), Hans Richter (Christoph Erhardt, Sägewerksbesitzer), Axel Schrepfer (Heinrich Erhardt, sein Sohn), Rosi Popp (Barbara Weber, genannt Bärb), Martin Rademacher (Gerichtsvollzieher), Florian Böhm (Michael Geiger, ein Flößer aus Friesen), Hans Schrepfer (Venanz Geiger, ein Bauer aus Friesen). Regie: Hans Schrepfer, Souffleuse: Gertraud Richter. Bühnenbild: Alex Böhm, Axel Schrepfer und Helfer, Technik: Hans Richter, Frisuren und Makeup: Evelyn Feustel verantwortlich. Kostüme: Christine Böhm, Renate Grune und Veronika Ullmannn. Weiter wirken hinter den Kulissen Gertraud Schrepfer, Peter Stiborsky und Jörn Stiborsky mit.

Weitere Aufführungen in der Turnhalle in Neuses: Jeweils am Samstag, 14. März, 21. März und 28. März, Beginn um 19.30 Uhr.

Karten im Vorverkauf bei der Firma Grune, Neuses, Kronacher Straße 10, Telefon 09261/3641 und 5063930 jeweils Montag, Mittwoch und Freitag von 16 Uhr bis 18 Uhr und

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