Nordhalben
Marktgemeinderat

Schafft Nordhalben Urnenstelen an?

Der Wunsch nach kleineren Grabstellen mit weniger Pflegeaufwand ist auch in Nordhalben vorhanden. Eine Glocke macht Ärger.
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So oder ähnlich - wie hier in Marktleugast - könnten Urnenstelen demnächst auf dem Nordhalbener Friedhof aussehen. Foto: Archiv
So oder ähnlich - wie hier in Marktleugast - könnten Urnenstelen demnächst auf dem Nordhalbener Friedhof aussehen. Foto: Archiv
Die Reparatur der Glocke in der Marienkapelle am Schlossberg kommt teurer als geplant. Das gab der geschäftsleitende Beamte, Joachim Ranzenberger, bei der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend bekannt.
Ursprünglich habe man einen Servicevertrag abschließen wollen. Dieser sei aber hinfällig, da eine größere Reparatur anstehe. Statt etwa 100 Euro werde man rund 4000 Euro bewegen müssen, um das Läutwerk zu reparieren. Ranzenberger begründete dies damit, dass der "uralte Motor" mittlerweile in einem Ölbad läuft. Eine Brandgefahr sei nicht auszuschließen, deshalb werde das Läutwerk auch außer Betrieb gesetzt. Problem sei, dass die Gemeinde zwar für die Marienkapelle zuständig sei, die Reparatur der Glocke aber keine Pflichtaufgabe der Kommune sei. Ranzenberger befürchtet nun Probleme mit der Rechtsaufsicht bei der Genehmigung des Haushalts.
Deshalb schlug er vor, die Kosten für die Reparatur durch den Nordhalben-Fonds zu finanzieren, beziehungsweise einen Spendenaufruf zu starten.
Ein weiteres Thema war die Anbringung von Urnenfeldern auf dem Friedhof. Das Gremium beauftragte die Verwaltung, Angebote einzuholen.


"Das würde gut passen"

Bernd Daum (FW) führte zuvor aus, dass in der Bevölkerung der Wunsch nach kleineren Grabstellen mit weniger Pflegeaufwand vorhanden sei. Die Verwirklichung eines größeren Urnenfeldes sei an verschiedenen Punkten gescheitert. Im Gespräch mit Steinmetzen kristallisierte sich eine Lösung heraus, die gut geeignet wäre. Er schlug die Lösung über Urnenstelen vor. Nach seinem Vorschlag könnten pro Doppelgrabplatz zwei diagonal versetzte, circa 1,15 Meter hohe Urnenstelen errichten werden und mit Großpflastersteinen eingefasst werden. "Das würde gut zu unserem Friedhof passen", zeigte sich Bernd Daum sicher. Leerstehende Grabfelder könnten je nach Bedarf mit Urnengräbern gefüllt werden. Die Kosten für die Pflege von bepflanzten Urnenfelder durch eine Gärtnerei könnten mit in die Gebühren einkalkuliert werden.
Weiterhin befasste sich der Gemeinderat mit zwei Anträgen des Jugendbeauftragtem Michael Büttner. Zum einen beschloss der Gemeinderat die Kosten in Höhe von 113,96 Euro für Müllsäcke und Verpflegung für die Aktion "Saubere Landschaft" aus dem Nordhalben-Fonds zu übernehmen. Zudem werden 500 Euro aus dem gleichen Fonds für die Sanierung des Allwetterplatzes zur Verfügung gestellt. Viel Lob gab es parteiübergreifend für den Jugendbeauftragten. Horst Wolf (FW) gratulierte dem Markt zu einem solch aktiven Jugendbeauftragten. Es blieb nicht nur bei Worten. Uwe Witurka erklärte, dass die SPD-Fraktion die Kosten für die Verpflegung der Helfer bei der Sanierung des Allwetterplatzes am kommenden Samstag übernehmen werde. Rudolf Ruf kündigte eine Spende des ATSV in Höhe von 500 Euro an.
Michael Büttner hatte zuvor die jüngste Müllsammelaktion mit 51 Teilnehmern, darunter sehr vielen Kinder, als hervorragende Sache bezeichnet. 61 Säcke Müll seien gesammelt worden. Beim Allwetterplatz habe man für den Zaun Richtung MSC-Halle eine kostengünstige Lösung gefunden. Gemeinsam mit der Feuerwehr sei die Anlaufstrecke zum Weitsprungfeld gesäubert worden. Zudem habe man den Platz mit einem Hochdruckreiniger gesäubert. Dies sei zwar aufwendig und zeitintensiv gewesen, doch jetzt sei der Platz wieder standsicher, die Linien deutlich sichtbar und das Wasser könne ablaufen. Letztendlich wies Bürgermeister Michael Pöhnlein darauf hin, dass es bei einem Teil des Rathausdaches einen Wassereinbruch gegeben habe. Da die Zeit drängte, habe man den Auftrag sofort vergeben. Die Firma wird bei der Reparatur vom Bauhof unterstützt, was die Kosten senke.

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