Ludwigsstadt
Osterschmuck

Schätze in historischer Umgebung

Der Frühlingsmarkt in der Marienkappelle Ludwigsstadt öffnet am Wochenende zum letzten Mal seine Pforten. Von 13 bis 17 Uhr wird Selbstgemachtes zum Schmücken und Naschen angeboten.
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Die Marienkapelle bietet am Wochenende von 13 bis 17 Uhr Osterschmuck, Deko-Ideen und leckeren Köstlichkeiten wie Eierlikör, Honigprodukten und Osterkörbchen ein wunderschönes Ambiente.  Fotos: Heike Schülein
Die Marienkapelle bietet am Wochenende von 13 bis 17 Uhr Osterschmuck, Deko-Ideen und leckeren Köstlichkeiten wie Eierlikör, Honigprodukten und Osterkörbchen ein wunderschönes Ambiente. Fotos: Heike Schülein
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von unserer Mitarbeiterin Heike Schülein

Ludwigsstadt — Es ist schon ein besonderes Ambiente: Die geschichtsträchtige Marienkapelle in Ludwigsstadt, zu finden an der Abzweigung der Kreisstraße nach Steinbach an der Haide. Schon lange erinnert in dem Rundbau nichts mehr an seine jahrelange Nutzung als Schmiede der Familie Meinhardt. Im Untergeschoss ordnen Karin Weber, Helmtrud Wagner, Carmen Fischer und Anneliese Harnisch an diesem strahlenden schönen Freitagnachmittag gerade die unterschiedlichsten Verkaufsartikel an. In jeder Ecke und Nische des Gewölbes finden sich Deko- und Geschenkideen.
So außergewöhnlich wie die Atmosphäre ist auch das bunte Angebot des Frühlingsmarkts, der seit 2011 alljährlich hier stattfindet. "Auch Adventsmärkte veranstalten wir hier Jahr für Jahr", erzählt Karin Weber, während sie ein Verkaufsschildchen beschriftet.
Die Mitglieder der "Marienkapelle Arbeitsgemeinschaft" geben sich jedes Mal viel Mühe, um ihren Gästen ein breites Angebot bieten zu können. Vieles davon wurde in zeitaufwändiger Handarbeit selbst hergestellt. Um die an drei Wochenenden stattfindenden Frühlingsmärkte kümmere sich ein harter Kern von etwa zehn Leuten. "Jeder hat seine Talente, jeder kann etwas anderes gut und jeder leistet gerne seinen Beitrag. Wir stellen die Basteleien, Handarbeiten oder Leckereien zuhause her und dann bringen wir in der Kapelle alles zusammen.
So entsteht die kunterbunte und außergewöhnliche Mischung", lacht Weber. Sie und die anderen Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft haben es sich zur Aufgabe gemacht, das 1986 von der Stadt Ludwigsstadt erworbene und 1993/94 grundlegend sanierte Gebäude mit neuem Leben zu erfüllen.

Archäologisches im Keller

So werden in die Advents- und Frühlingsmärkte besondere Aktionen oder Vorführungen eingebunden, auch traditionelle Musik wird gern in der Rosa- Meinhardt-Stube im 1. Obergeschoss gemacht. Betreut wird das - 1995 an die Hermann Söllner Stiftung übergegangene - Gebäude von der Geologisch-Heimatkundlichen Arbeitsgemeinschaft. Im Untergeschoss, wo die engagierten Damen gerade ihre Schätze aufbauen, findet sich eine interessante Ausstellung zur Geschichte und zur archäologischen Grabung. "Die Erlöse des Frühlingsmarkts sind wieder für soziale Zwecke, wie beispielsweise Kinderwaisenhäuser in Westafrika bestimmt", verraten die rührigen Damen, deren Angebot sich sehen lassen kann - von selbstgemachten Eierlikör und Köstlichkeiten aus frischen Kräutern sowie Honigerzeugnissen über handgestickte Wäscheteile und schicke Schürzen bis hin zu Dekorationen für Innen und Außen ist alles dabei.
Die Nachfrage war an den beiden letzten Wochenenden bereits groß und auch die Sonderaktionen - beispielsweise das Spinnen von Wolle, Frühlingsbasteln für Kinder, der Besuch der Kräuterpädagogin Silke Wittmann aus Steinbach an der Haide, der Workshop "Eier gestalten mit Pflanzenmotiven", Osterbasteln mit Hannelore Großmann, der Frühjahrscheck durch die Diakonie mit Blutzucker- und Blutdruck-Messen, Tipps von der Kochbuchautorin Kerstin Rentsch für Leckereien-Ostergebäcke sowie das Hacken von Schieferteilen fanden sehr guten Anklang. Natürlich ist auch am kommenden Wochenende noch einmal Allerhand geboten, wenn an den beiden Tagen wieder der "Frühling" in die Kapelle einziehen wird.
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