Rothenkirchen
Büttenabend

Rothenkirchen läutet die närrischen Tage ein

Mit dem ersten Büttenabend wurden am Samstagabend in der Rothenkirchener Turnhalle die "närrischen" Tage in der Faschingshochburg eingeleitet. "Zauberhafte Routnkernge Fousanocht" lautet das Motto in diesem Jahr.
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Berthold Baier und Pater Helmut Haagen (rechts) Fotos: Veronika Schadeck
Berthold Baier und Pater Helmut Haagen (rechts) Fotos: Veronika Schadeck
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Tolle Lichteffekte, ein farbenfrohes Bühnenbild, beste Stimmung auf der Bühne und im Publikum, begeisternde Lachsalven und nicht enden wollender frenetischer Applaus sind das Fazit dieses Spektakels.

Geboten wurden in einem rund fünfstündigen Programm faszinierende Gardetänze, Parodien, Sketche und Showeinlagen. Schon am Anfang zauberte Sitzungspräsident Christian Haderlein seinen Elferrat auf die Bühne.
Dass es sich lohnt, "Ausländer" reinzulassen, wurde an der Büttenrede von Carl Bäuderle (Kai Baumstark) deutlich. Der in Rothenkirchen verheiratete Schwabe begeisterte das Publikum mit einem Kreuzworträtsel. Zuvor verkündete er, dass er - seitdem in Rothenkirchen die Raiffeisen-Volksbank zugemacht habe - kein Geld mehr bei der Bank habe. Denn nach Pressig könne er nicht. Sein Allgemeinwissen stellte er beim Kreuzworträtsel unter Beweis. So bezeichnete er ein "stillgelegtes Freudenhaus" als Auspuff, ein "Kondom" als "Pippi Langstrumpf".


Wie in einer Schießbude

Für viel Furore sorgten Funkenmariechen Elsbeth (Stefanie Dressel) und der Funkenprinz Alois (Tina Baumstark). Vor ihrem beeindruckenden Gardetanz bemerkte Elsbeth, dass der Elferrat wie "in einer Schießbude dahockt". Alois beklagte die Zellulitis beim Funkenmariechen. "Gießt man zehn Liter Wasser über sie, bleiben acht davon bei ihren Oberschenkeln hängen".

Mit Lachsalven wurde auch der Auftritt der trauernden Witwe (René Wagner) belohnt. Der Unterschied zwischen einer Ehefrau und Witwe sei, dass Letztere immer wisse, wo ihr "Alter" liege. Sie erzählte auch von ihrem Einzug ins neue ASB-Seniorenheim. Sie habe da einen ferrariroten Rollator mit Frontspoiler und Navi geschenkt bekommen. Stolz war sie auf ihren dritten Platz bei der Miss Bayern Wahl.


Der Dorfdepp

Mit dem "Club" hart ins Gericht ging der Greuther Fan (Pater Helmut Haagen). Der Unterschied zwischen ihm und dem Club sei, dass er mehr Punkte in Flensburg habe, als der Club jemals in der Tabelle erreichen werde. Weiterhin verkündete er, dass der FC Bayern demnächst einen neuen Namen, nämlich FC Stadelheim, bekommen werde. Als "Pfaff", so stellte er klar, setzte er sich für die Schwächeren, wie Greuther Fürth und Bielefeld, ein. Anschließend beklagte er, dass unter dem Elferrat keiner sei, der sich als aktiver Fußballer in einer Elf behaupte. Der Präsident, Opa Christian Haderlein, sei zu dick und der Möckl Hans ziehe bald ins ASB-Altenheim.
Dass es nicht einfach sei, ein Dorfdepp zu werden, darüber berichtete Michael Leitz. Er habe den durchschnittlichen Intelligenzquotienten unterbieten müssen. Er erzählte weiter von Problemen mit den "Wildschweinen". Das liege am Jäger, Reinhold Heinlein, der auf dem Hochsitz schnarche und von seiner CSU träume.

Mit Spannung wurde der Auftritt des Faschings-Urgesteins, Annika Kestel, erwartet. Diese bestach in ihrem exotischen Outfit als Suleika. Sie berichtete von ihren Reisestrapazen nach Marokko. Es war das falsche Flugzeug am Flughafen, so dass sie in China landete. Zuvor stellte sie klar, dass sie keinesfalls in Pressig oder Kronich wohnen und auch keine Coburgerin sein möchte. Anschließend ging es von dort aus weiter per Orient-Express. Sie erklärte, wie man in China einen Fisch bestellt, nämlich in dem man ans Aquarium geht und sich einen aussucht. Fünf Minuten später liege der ausgewählte Fisch auf den Teller und blicke einem vorwurfsvoll an.
Abschließend erheiterte Regisseur Wolfgang Romig das Publikum, als er über sein Leiden, seine Krankheit und über die Atmosphäre in Wartezimmern berichtete.


Herausragende Tänze

Es wurden viele herausragende Tänze geboten. Ihren Auftritt hatten die kleine Garde, die Jugend- und Elferratsgarde, die Showtanzgruppe "Freche Früchtchen" sowie die Teenie-Gruppe und das Dream Team. Die "Neue Deutsche Welle"-Freunde begeisterten mit Musik aus den 80-er Jahren. Weiterhin sorgten für Stimmung Mona Krebs und Vanessa Jung mit ihren Tanzpartnern und Gospelsängerin Manuela Welscher-Jung.

Tosenden Applaus erhielten zum Finale auch die "Prinzessinnen" des Männerballets . Wie in jedem Jahr, sorgten die Rainbows für die musikalische Unterhaltung. Präsident Opa Christian Haderlein versäumte es nicht, sich bei allen Helfern vor und hinter der Kulisse zu bedanken. Sein Dank galt zudem den Sponsoren.




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