Steinwiesen
Fasching

Rodachtal-Bürgermeister bekamen ihr Fett weg

Das Prinzenpaar Yvonne I. und Christian I. übernahm das Regiment im Steinwiesener Rathaus. Bürgermeister Gerhard Wunder ist jetzt Bauhofarbeiter.
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Lachend hat Bürgermeister Gerhard Wunder (links) die Rathausschlüssel an die neuen Regenten Prinzessin Yvonne I. und Prinz Christian I. sowie an das Kinderprinzenpaar Selin I. und Max III. übergeben. Hinten steht FGS-Präsident Wieland "Fritzla" Beierkuhnlein. Foto: Susanne Deuerling
Lachend hat Bürgermeister Gerhard Wunder (links) die Rathausschlüssel an die neuen Regenten Prinzessin Yvonne I. und Prinz Christian I. sowie an das Kinderprinzenpaar Selin I. und Max III. übergeben. Hinten steht FGS-Präsident Wieland "Fritzla" Beierkuhnlein. Foto: Susanne Deuerling
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Die Mädchen der Garde, Elferräte, das Wallenfelser Prinzenpaar, die Garde, die Nurner Kneipenstürmer und seine Bürgermeisterkollegen begrüßte Bürgermeister Gerhard Wunder im Rathaus von Steinwiesen. Die Zeit seiner Amtszeit ist gezählt, denn nun übernahmen das neue Prinzenpaar Yvonne I. aus "Schlechelahaad" und Prinz Christian I. von Krems die Regentschaft in der Faschingssession 2014/2015.

Unterstützt vom Kinderprinzenpaar Prinzessin Selin I. und Prinz Max III. werden sie die Finanzen des Marktes Steinwiesen sicher in der richtigen Weise verwalten.

Die Rathausschlüssel überreichte Bürgermeister Wunder ohne Murren, denn die Übermacht der Narren im Rathaus war einfach zu groß. "Auch wenn es dem Bürgermeister nicht gefällt, regieren wir nun seine Welt", tönte Prinz Christian I. und nahm kurzerhand die Bauarbeiterjacke, die Jens Korn, Bürgermeister der Stadt Wallenfels trug, und degradierte Gerhard Wunder zum Bauhofarbeiter.

Doch nicht nur Gerhard Wunder bekam "sein Fett weg". Der Präsident der Faschingsgesellschaft Wieland "Fritzla" Beierkuhnlein, hatte für jeden der Rodachtalbürgermeister ein kleines Geschenk mitgebracht. So bekam Norbert Gräbner (Marktrodach) eine "ökologische Ausgleichsfläche", Jens Korn (Wallenfels) eine große Flasche "Freiwasser" für die Flößerei und Gerhard Wunder noch zusätzlich ein "mobiles Vollsperrschild", damit er immer und jederzeit absperren kann wo er will.

Nur der Bürgermeister aus Nordhalben konnte sein Geschenk nicht entgegen nehmen, er war nicht da. Und so blieb das kleine Regenüberlaufbecken (RÜB) eben in Steinwiesen - Pech gehabt.

All das war Anlass dafür, dass der Bürgermeister der Stadt Wallenfels im Bauarbeiter-Outfit bekannt gab, dass er und Gerhard Wunder sich nun aktiv an den Straßenbauarbeiten beteiligen werden, denn bei so einer Vollsperrung besteht ja die Gefahr, dass Steinwiesen ausstirbt.

"Und wenn wir fertig sind, bauen wir das RÜB in Nordhalben, das kostet die da oben nichts, bringt allerdings auch nichts", bekräftigte Korn und meinte, dass man das Wasser aus Nordhalben dann zum Floßfahren in Wallenfels verwenden und somit wieder eine "Lebensqualität durch Nähe" im Rodachtal aufbauen kann.

Angst, dass Steinwiesen ausstirbt, hatte Carmen Förtsch von den "Nurner Kneipenstürmern" jedoch nicht, denn der Gehweg auf der Neuen Brücke wurde so breit ausgelegt, dass sogar Zwillingskinderwagen aneinander vorbei fahren können.

Warum in diesem Jahr der Lügensagerverein (LSV) nicht mit von der Partie war, ließ sich sinnvoll erklären. "Wir haben in Steinwiesen einfach keine Lügen mehr", bekräftigte der abgesetzte Rathauschef Gerhard Wunder in seiner Rede und ein dreifaches "Steinwiesen Helau" schloss die Übernahme des Rathauses durch die Narren ab.

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