Nordhalben
Jubiläum

"Reservistenarbeit ist Engagement und Idealismus"

Die Soldaten- und Reservisten- kameradschaft Nordhalben feierte ihr 140-jähriges Bestehen. Zum Festprogramm gehörten die BKV-Kreis-Militärpatrouille, Ehrungen und ein Rückblick.
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Reservisten beim Handgranaten-Zielwurf.  Fotos: Michael Wunder
Reservisten beim Handgranaten-Zielwurf. Fotos: Michael Wunder
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Vorsitzender Bernd Radlo erinnerte an die Unterstützung der in Not geratenen Kameraden, die durch die Vereine geleistet wurde. Kriegsheimkehrer aus den beiden Weltkriegen fanden sich zusammen und bauten das Vereinsleben neu auf. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden die drei bis dahin geführten Vereine zur Soldantenkameradschaft zusammengeschlossen. Seit 1979 führen die Reservisten diesen Traditionsverein weiter.

Freiwillige Reservistenarbeit bedeute Engagement, Idealismus und für den Erhalt des Leistungsstandes viel Freizeit einzubringen, um sich den ständig wechselnden Anforderungen zu stellen, sagte Radlo.

CSU-Landtagsabgeordneter Jürgen Baumgärtner, ehemals selbst Berufssoldat, bezeichnete es als falsch, dass Oberfranken zur "Bundeswehrfreien Zone" gemacht wurde.
Sein Dank galt vor allem den aktiven Reservisten, die durch Wettkämpfe wie die Militärpatrouille ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellten.

Auf der Strecke konnte sich der Schirmherr vom Engagement der Reservisten beim militärischen Wettkampf überzeugen. Als Dank für ihren Einsatz lud der Abgeordnete die Soldaten und Reservisten wie auch die Nordhalbener Musikkapelle zu einem Besuch in den Landtag nach München ein.

Stellvertretender Landrat Gerhard Wunder, der auch für die Rodachtalbürgermeister sprach, meinte, man müsse das Selbstwertgefühl stärken. Zusammenarbeit sei auch in der Zukunft in verschiedenen Bereichen gefragt. Im Namen des Landkreises überreichte er ein Geldgeschenk.

Zwölf Teams auf der Strecke

Michael Ries sprach als Organisationsleiter vor allem dem Vorsitzenden Bernd Radlo Dank aus. Im Namen des Kreisverbandes gratulierte Matthias Engel sowie im Namen des Patenvereins, des Bürgervereins Nordhalben, Josef Gareis.

Vor dem Festkommers gedachte man in bei der Totenehrung der Menschen, die durch Kriege, Gewaltherrschaft und in den Friedenseinsätzen ihr Leben verloren haben.

Am Vortag hatten sich zwölf Mannschaften mit jeweils drei Teilnehmern zu Fuß auf die Strecke begeben. Dabei mussten an den verschiedenen Stationen Wettkampfaufgaben gelöst werden. Neben allgemeinen militärischen Fragen galt es Entfernungen zu schätzen, die Erstversorgung von Verletzten sicherzustellen. Auch das Schießen gehörte dazu. Am Ende siegte bei dem Wettkampf die Mannschaft der BKV Gifting-Posseck-Grössau vor den beiden Mannschaften aus Marienroth.

Beim Jubiläumsschießen, das die SRK bereits im Vorfeld des Festes mit den Nordhalbener Vereinen durchführte, siegte die zweite Mannschaft des ATSV Nordhalben. Bester Schütze war Jonas Ruf, den besten Einzelschuss gab Marie-Therese Wunder ab. Sie konnte für den ATSV auch die große Jubiläumsscheibe in Empfang nehmen.

Jürgen Baumgärtner ehrte im Auftrag des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge und des Regierungspräsidenten neun Personen: Marie-Therese Wunder (silberne Verdienstspange), Thomas Neubauer, Jörg Niedner, Susanne Radlo und Matthias Ströhlein (alle goldene Verdienstspange) sowie Heinz Demantke, Bernd Radlo, Horst Schnur und Manfred Wunder (alle weiß-goldene Verdienstspange).

Für eine besonders gute Schießleistung wurde Heinrich Kotschenreuther ausgezeichnet. Er bekam die Schützenschnur in Gold.
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