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Reichenbach
Gemeinderat

Reichenbach unterstützt Jagdgenossen bei der Wegesanierung

Die Jagdgenossenschaft Reichenbach hat 6500 Euro für die Wegesanierung ausgegeben. Knapp die Hälfte übernimmt die Gemeinde.
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Nicht alle Waldwege in der Gemeinde Reichenbach sind in einem guten Zustand. Symbolfoto: Archiv/Manja von Nida
Nicht alle Waldwege in der Gemeinde Reichenbach sind in einem guten Zustand. Symbolfoto: Archiv/Manja von Nida
Rund 6500 Euro hat die Jagdgenossenschaft Reichenbach für die Instandhaltung von Wegen aufgebracht. Da diese nicht nur von den Waldbesitzern genutzt werden, sondern auch von Joggern, Wanderern und Spaziergängern, sprach sich Bürgermeisterin Karin Ritter (SPD) in der jüngsten Gemeinderatssitzung für einen Zuschuss aus.

"Seit 2009 ist nicht mehr viel gemacht worden", erklärte CSU-Fraktionssprecher Hans-Peter Förtsch. So hätten sich einige Maßnahmen angestaut. Der Weg bis hinauf zur Schneidmühle sei auf einer Länge von 4,5 Kilometern geschottert worden. Bislang seien solche Kosten immer von der Jagdgenossenschaft getragen worden. Einstimmig gewährte das Gremium einen Zuschuss von 3000 Euro. Laut Förtsch werden demnächst noch die teilweise verstopften Durchlässe freigelegt.



Vorbild Thüringen


"Wir dürfen froh sein, dass unsere Jagdgenossenschaft diese Aufgabe übernimmt", meinte Siegfried Stubrach (BLR). Während einige öffentliche Waldwege im benachbarten Thüringen in den vergangenen 25 Jahren schon zweimal erneuert worden seien, würden die teilweise schon 45 Jahre alten Wege in der Gemeinde immer nur ausgebessert. Stubrach sprach sich deshalb dafür aus, den öffentlichen "Queraweg" auch neu herzurichten undZuschüsse einzufordern.

Förtsch entgegnete, dass eine Förderung mit Vorgaben verbunden sei. Es verbleibe ein erheblicher Eigenanteil. Er werde sich jedoch erkundigen, wie teuer die Erneuerung des circa vier Kilometer langen Wegs kommen würde.Das Profil und der Unterbau seien noch in Ordnung.

Reichenbach schließt mit dem Tierschutzverein Kronach und Umgebung einen Dienstleistungsvertrag zur Aufnahme und Versorgung von Fundtieren. Die bestehende Vereinbarung war durch den Verein gekündigt worden, da die Versorgung der Fundtiere mit dem bislang jährlichen Unkostenbeitrag pro Einwohner von 0,25 Euro nicht mehr kostendeckend gestaltet werden konnte. Reichenbach zahlt künftig einen Euro pro Einwohner, jährlich also etwa 700 Euro.

Die Bürgermeisterin und das Gremium zeigten sich sehr dankbar, dass der Tierschutzverein diese Pflichtaufgabe der Gemeinden wahrnimmt.

Laut einer Auflistung plant die Feuerwehr Reichenbach heuer Anschaffungen in Höhe von rund 2500 Euro - unter anderem für Saugschläuche, eine Überjacke und Feuerwehrstiefel für einen neuen Kameraden, ein Steckleiterverbindungsteil, eine Kabeltrommel, zwei Funkmeldeempfänger und eine Fluchthaube. Inklusive wohl hinzukommender Reparaturkosten für das Fahrzeug stellt die Gemeinde 10 000 Euro in den Haushalt 2016 ein.


Sängerrunde feiert Jubiläum


Dem Gremium lag ein Schreiben der Sängerrunde "Eintracht" Reichenbach vor. Der Chor feiert sein 50-jähriges Bestehen mit einem Fest am 16. und 17. Juli und bat in diesem Zusammenhang um Überlassung der Turnhalle Reichenbach zu den üblichen Bedingungen. Der Gemeinderat kam überein, nicht die beiden vollen Tage mit jeweils 80 Euro zu berechnen, sondern lediglich einmalig 80 Euro zu verlangen. Damit will man die Sängerrunde als Kulturträger unterstützen.

Bürgermeisterin Ritter informierte das Gremium über eine Sitzung des Bayerischen Gemeindetags in Steinberg, in der die Chefärztin für Intensiv- und Notfallmedizin der Helios-Frankenwaldklinik, Justyna Smol, die Einsatzmöglichkeiten von Defibrillatoren vorstellte. Die Ärztin wünschte sich, dass es in jedem Dorf einen Defibrillator an einem frei zugänglichen Ort gebe. Die Handhabung sei leicht und könne nach einer Einführung von jedem geleistet werden, zumal der Defibrillator jeden Schritt vorgebe. Die Gemeinden wollen eine Sammelbestellung vornehmen.

Ein Defibrillator kostet circa 1000 Euro. Als Standort dachte der Gemeinderat die Tankstelle in Reichenbach an.
Die Bürgermeisterin verlas eine Einladung der Stiftung "Licht der Liebe", die am 7. Mai in Budapest ein Fest veranstaltet. Erwartet werden 600 bis 700 Mitglieder aus befreundeten Vereine in der ganzen Welt. Das kulturelle Programm steht unter dem Motto "Einheit in der Vielfältigkeit". Dabei will man die im Juli 2015 bei der 825-Jahr- Feier Reichenbachs entstandene freundschaftliche Beziehung stärken. Das Gremium wird darüber noch beraten.

Bereits im Sommer 2015 hatte der Gemeinderat den Ausbau der Fichtenstraße und der Frankenwaldstraße beschlossen. Die Genehmigung seitens des Staatlichen Bauamts wird in der kommenden Woche erwartet.


Ebenfalls grünes Licht erhält man wohl in der kommenden Woche von der Regierung von Oberfranken für den vom Gremium ausgewählten Bewerber für die Umsetzung der städtebaulichen Maßnahmen. Danach wird dieser in einer Präsentation seine Vorgehensweise erläutern.


"Erschreckende Missstände"

SPD-Fraktionssprecherin Katja Scherbel fragte nach, inwieweit der Landkreis Einfluss auf die Betriebsabläufe in der Helios-Frankenwaldklinik habe. Sie habe "erschreckende Missstände" in der Notaufnahme miterlebt, vier Stunden habe sie warten müssen.

Vielleicht könne der Weg über die Gemeinde und den Landkreis mehr bewirken als ein Brief, hoffte sie. Die Bürgermeisterin will die Angelegenheit an Landrat Oswald Marr herantragen.


"Das grenzt an Hausfriedensbruch"


Peter Dressel (BLR) bemängelte in der jüngsten Gemeinderatssitzung, dass verschiedene Sicherheitsvorschriften in der Turnhalle - beispielsweise hinsichtlich der Feuerlöscher - nicht eingehalten werden.

Hierzu teilte Bürgermeisterin Karin Ritter mit, dass sich einige Leute unberechtigt in der Halle aufgehalten und zu ihrer nicht angemeldeten "Feier" noch andere Personen "eingeladen" hätten.

"Der Besitz von Turnhallen-Schlüsseln berechtigt nicht dazu, dort unangemeldet Veranstaltungen zu halten", verdeutlichte sie.

Sie habe die Personen schriftlich gerügt und den Vorstand des betreffenden Vereins davon in Kenntnis gesetzt. "Das grenzt an Hausfriedensbruch", ärgerte sie sich.

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