Kronach
Abschluss

Realschüler in Kronach erhielten ihre Zeugnisse

Am Freitagabend wurden 94 Absolventen der Maximilian-von-Welsch Realschule offiziell verabschiedet.
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Am Freitagabend wurden 94 Absolventen der Maximilian-von-Welsch Realschule offiziell verabschiedet. Foto: Veronika Schadeck
Am Freitagabend wurden 94 Absolventen der Maximilian-von-Welsch Realschule offiziell verabschiedet. Foto: Veronika Schadeck
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Theresa Kestel strahlt. Mit einem Notendurchschnitt von 1,27 ist sie die beste Absolventin der Maximilian-von-Welsch-Realschule. Noch mehr freut sie sich allerdings darüber, dass sie bald ihre Ausbildung in der Region, nämlich bei der AOK, beginnen kann. "Ich möchte auf keinen Fall hier weg", sagt die 16-Jährige.

Vorbei sind die Strapazen der vergangenen Wochen, das Pauken in Mathematik, Physik, Englisch und all den anderen Fächern. Als einen Glücksfall bezeichnet sie, dass in diesem Jahr zwischen den Mathe- und Physikprüfungen zwei Wochen Pfingstferien lagen. Dadurch habe sie sich besser auf die Prüfungsfächer Deutsch und Englisch vorbereiten können. Jetzt freut sich die 16-Jährige auf einige erholsame Sonnentage.

"Lebensabschnitt geht zu Ende"

Ein bisschen Wehmut liegt aber auch in ihrer Stimme, wenn sie von den Freundschaften spricht, die während der vergangenen sechs Jahre geschlossen wurden. Sie erzählt von einer Gemeinschaft innerhalb der Klasse und einer Bindung, die zu einigen der Lehrer entstanden sei. "Dieser Lebensabschnitt ist nun zu Ende." Sicherlich, so meint sie, wird die eine oder andere Freundschaft sich langsam auflösen - aber einige werden über die Schulzeit hinaus weiterbestehen. Und was die Maximal-von-Welsch-Schule betrifft, da ist sich die Gundelsdorferin sicher: "Diese Schule wird mir in guter Erinnerung bleiben."

"Ihr habt es geschafft!" stellte der stellvertretende Schulleiter, Matthias Klinke in seiner Ansprache fest. Nicht ohne Stolz erwähnte er, dass jeder vierte Schüler die Mittlere Reife besser als 2,0 bestanden habe. Er riet den Absolventen: "Suchet das Glück nicht mit dem Fernrohr, sonder in euch!" Und: "Denkt daran, auch hier in der Region kann man Erfolg haben!"

Viele Kompetenzen erworben

Die Elternbeiratsvorsitzende, Heidi Vetterdietz, erinnerte an die lange Schulzeit. Die Lehrer und Eltern seien manchmal nervig gewesen. Die Zeit sei aber auch von Freude und schönen Erlebnissen geprägt gewesen. Zudem seien Kompetenzen vermittelt worden, die für das Leben notwendig seien.

Die Schülersprecher, Chiara Sasso und Marco Daum erinnerten an ihren ersten Schultag. Damals habe sich ein bunt zusammengewürfelter Haufen in der Schule eingefunden, um sich auf eine abenteuerliche Reise zu begeben. In der siebten Kasse seien sie dann an einer Kreuzung gestanden, denn mit der Wahl des technischen, wirtschaftlichen oder sozialen Zweiges mussten die Schüler eine Richtung einschlagen. In der neunten Klassen hätten sie gemerkt: "Jetzt wird´s ernst". Die beiden Absolventen bedankten sich bei den Lehrkräften, bei ihren Eltern und Freunden, die sie während der Schulzeit begleitet und motiviert haben. Eine Erkenntnis hätten sie mitgenommen, nämlich: "niemals Lehrer zu werden."

Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein (FW), der auch in Vertretung des Landrates Oswald Marr (SPD) sprach, wünschte den Schulabgängern für ihren weiteren Weg alles Gute. Auch er warb für die Region und wies darauf hin, dass die kommunalen Entscheidungsträger und auch die Wirtschaft alles mögliche unternehmen, um jungen Leuten im Landkreis Perspektiven bieten zu können.

Für die Schulleiterin Christa Bänisch war die Abschlussfeier mit bewegenden Momenten verbunden. Die Schüler hätten sich im Finale hervorragend geschlagen. Sie verglich die Schulzeit mit einer Spielerkarriere, die nicht immer leicht war. "Vorübergehende Formtiefs mussten durch erhöhten Trainingseinsatz ausgeglichen werden."

Beste Wünsche für die Zukunft

Die Schüler hätten sich in den Jahren immer auf neue Aufgaben eingelassen und die Trainer stellten manche ungewöhnliche Herausforderungen. Dabei sei immer die ganze Mannschaft gefragt gewesen. Sie sprach davon, dass die Absolventen den Lehrkräften im Laufe der Zeit ans Herz gewachsen seien. Sie wünschte, ebenso wie das gesamte Kollegium, den jungen Leuten alles Gute für ihre weitere Zukunft.

Musikalisch umrahmt wurde die Feier vom Schulorchester, von Christoph Hilbert am Klavier, vom Schulchor und von der Schulband.Mit einem Notendurchschnitt mit und unter 1,5 schnitten ab: Theresa Kestel, 1,27 (Gundelsdorf), Alina Müller, 1,36 (Küps-Au), Anne Oelschläger, 1,36 (Ziegelerden), Katja Förtsch, 1,45 (Posseck), Linda Trebes, 1,45 (Pressig), Christian Räder-Großmann, 1,55 (Ebersdorf), Linda Jakob, 1,45 (Hirschfeld), Felix Fößel, 1,55 (Seelach), Rahel Zschach, 1,45 (Steinbach/Haide), Natalie Eichhorn, 1,55 (Haßlach).
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