Steinbach am Wald
Wirtschaft

Rauschert: Firma mit Tradition

Am Samstag feiert Rauschert Steinbach das 100-jährige Jubiläum. Ein Grund für die Geschäftsleitung, die Pforten des Betriebs für die Allgemeinheit zu öffnen.
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Er fühlt sich seinem Erbe verpflichtet und ist stolz auf 100 Jahre Rauschert Steinbach: Geschäftsführer Roland P. Rauschert mit dem Foto des Firmengründers Paul Rauschert. Foto: Veronika Schadeck
Er fühlt sich seinem Erbe verpflichtet und ist stolz auf 100 Jahre Rauschert Steinbach: Geschäftsführer Roland P. Rauschert mit dem Foto des Firmengründers Paul Rauschert. Foto: Veronika Schadeck
Der Geschäftsführer Roland P. Rauschert, ist eigentlich einer, der eher im Hintergrund agiert, keine großen Reden hält und der seine knappe Freizeit in der Natur verbringt. 100 Jahre sind für ihn und sein Team aber Anlass, den Betrieb der Bevölkerung im Rahmen eines "Tages der offenen Tür" zu präsentieren.

100 Jahre ist es her, dass der gelernte Müllereifachmann aus der Mark Brandenburg, Paul Rauschert, in Steinbach am Wald das Unternehmen aus der Taufe hob. Geleitet wurde es von seinem Sohn Carl. Das Produktprogramm umfasste damals Beleuchtungsporzellan, wie beispielsweise Rauchfänger für Gaslampen, Fadenführer, Akkumulatoren-Porzellan etc. Der Stundenlohn für die Arbeiter lag bei 16 Pfennigen.

Die Zeiten sind längst vorbei. Mittlerweile führt Roland P. Rauschert, zusammen mit seinem Cousin dritten Grades, Richard Metzler, die Rauschert-Gruppe.
Ein Unternehmen, das weltweit mit 1200 Mitarbeitern an zwölf Standorten präsent und führend in der Herstellung technischer Keramik ist.

Überwiegend ist Roland P. Rauschert aber in Steinbach zu finden. Seit dem Jahre 1990 hat er die Federführung dieses Betriebes inne. Seitdem ist die Zahl der Mitarbeiter hier von rund 100 auf 230 angestiegen.
In den vergangenen Jahren wurde stark investiert. So konnte rechtzeitig zum Fest die Kunststoff-Fertigungshalle fertiggestellt werden. Derzeit werden die neue Lagerhalle und ein Verwaltungsgebäude für die Kunststofffertigung gebaut.

All das und einiges mehr will die Geschäftsführung nun der Öffentlichkeit präsentieren. Deshalb werden auch Werksführungen angeboten. Gerade im Hinblick auf die große Herausforderung, nämlich angesichts des Bevölkerungsschwundes qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen, sei es wichtig, den Betrieb nach außen hin vorzustellen und auch attraktive Arbeits- und Ausbildungsplätze anzubieten, meint der Unternehmer.

Bei Rauschert heißt das, dass im Zuge der jüngsten Investitionen auch die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter erleichtert worden sind. Das Unternehmen trat zudem von Anfang dem Betreuungsnetzwerk "Lebenswerk für Generationen" und dem Programm "IGB - Initiative Gesunder Betrieb" bei.

Der Kampf um die Köpfe hat begonnen, meint der 61-Jährige. Er hofft nun, ebenso wie sein Führungsteam, dass möglichst viele Besucher und junge Menschen am kommenden Samstag von 12 bis 17 Uhr die Gelegenheit wahrnehmen, Produkte und Unternehmen kennen zu lernen.



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