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Coburg

Prozess um Babyleichen in Wallenfels: Sachverständige sagen aus

Im Prozess um acht im oberfränkischen Wallenfels gefundene Babyleichen sollen am Donnerstag vor dem Landgericht Coburg mehrere Sachverständige aussagen.
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Foto: Ronald Rinklef
Foto: Ronald Rinklef
Das Gericht hat einen Psychiater, eine Psychologin und einen Rechtsmediziner geladen. Am Mittwoch waren die drei noch nicht an die Reihe gekommen, weil zahlreiche Zeugen ihre Aussagen machten. Der Prozess hatte am Dienstag mit einer Erklärung der angeklagten Mutter begonnen, die sie über ihren Anwalt verlesen ließ. Darin räumte die 45-Jährige ein, mehrere Säuglinge getötet zu haben.

Die Babyleichen in Wallenfels (Landkreis Kronach) waren im vergangenen November gefunden worden. Die Staatsanwaltschaft wirft der Mutter vor, vier der toten Kinder vorsätzlich umgebracht zu haben. Dem Vater legt sie zur Last, der Frau dabei geholfen zu haben. Demnach wollten die Angeklagten ihr Leben ohne Einschränkung durch weitere Kinder leben. Die beiden haben gemeinsam noch drei lebende Kinder und jeweils zwei Kinder aus erster Ehe.
Das Paar hatte sich vor dem Fund der Leichen getrennt.

Bei den übrigen vier toten Babys konnte der Behörde zufolge nicht geklärt werden, ob die Kinder nach der Geburt tatsächlich lebten und auch lebensfähig waren. Die sterblichen Überreste der acht Säuglinge waren in Plastiktüten und Handtücher gewickelt und versteckt worden.

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